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Eintracht Frankfurt: Kovac hat Respekt vor angeschlagenen Bremern

Von Heute Abend spielt in Frankfurt der Zehnte gegen den Vorletzten der Bundesliga. Trainer Kovac warnt vor den angeschlagenen Hanseaten.
Klare Ansprache: Eintracht-Trainer Niko Kovac (Dritter von links) macht seine Spieler mit den veränderten Gegebenheiten in Bremen vertraut. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Klare Ansprache: Eintracht-Trainer Niko Kovac (Dritter von links) macht seine Spieler mit den veränderten Gegebenheiten in Bremen vertraut.
Frankfurt. 

Niko Kovac ist bekanntermaßen kein großer Freund historischer Statistiken. Vor allem, wenn sie eine trügerische Sicherheit vermitteln. So spielen einige trübe Fakten vor dem heutigen Heimspiel der Frankfurter Eintracht gegen Werder Bremen (20.30 Uhr) für den Trainer nur eine untergeordnete Rolle – wenn überhaupt. Die Bremer beendeten ihre letzten vier Auswärtspartien in der Fußball-Bundesliga jeweils unentschieden, die letzten beiden gingen 0:0 aus. Mit dem schwächsten Angriff der Liga (drei Tore) stellten die Hanseaten zwei Negativrekorde in ihrer Vereinsgeschichte auf: saisonübergreifend 13 Spiele ohne Sieg und 484 Minuten ohne Torerfolg.

Die Bremer griffen deshalb zum tiefgreifendsten aller Heilmittel. Trainer Alexander Nouri musste am Montagmorgen abmustern, an seiner Stelle wurde der bisherige U 23-Coach Florian Kohfeldt als Interimslösung installiert. Und da beginnt für Kovac das Problem: „Als ich nach Frankfurt kam, war es doch genauso. Jeder ist neu motiviert, jeder möchte diese Chance nutzen, auch der neue Trainer.“

Der Frankfurter Coach warnt deshalb vorsorglich schon einmal alle, die angesichts der Tabellensituation – der Zehnte trifft auf den Vorletzten – für heute Abend einen Spaziergang auf dem Fußballplatz erwarten: „Es wird kein leichtes Spiel. Wir müssen geduldig sein und den Gegner frühzeitig in die Ecke kriegen, wohin wir ihn haben wollen.“ Ein frühes Tor könnte dabei hilfreich sein: „Das ist oft der Dosenöffner.“

Nicht zu vergessen die besondere Atmosphäre. Kovac liebt das Flutlicht. Seine Mannschaft offensichtlich auch. Beim „kicker“ hat man herausgefunden – wieder so eine Statistik – dass die Eintracht das letzte Freitagabendspiel vor bald drei Jahren verloren hat. Neunmal in Folge blieb die Eintracht zuletzt in solchen Partien ungeschlagen. Am vergangenen Freitag erst haben die Frankfurter in Mainz ein 1:1 erkämpft. Die Nacht davor durften sie im eigenen Bett verbringen. Auch vor dem heutigen Spiel hat Kovac zu diesem Stimmungsaufheller gegriffen. Die Mannschaft wird heute Vormittag noch einmal trainieren und dann Tageszimmer in einem Hotel beziehen.

Der Frankfurter Trainer erwartet nicht, dass sein neuer Bremer Kollege taktisch viel verändern wird: „Ich denke es wird mehr um die Einstellung gehen, die Körperlichkeit und Präsenz der Spieler. Ich erwarte sie kompakt und gut verteidigend, in abwartender Konterstellung.“ Vor den Norddeutschen hat der Frankfurter Trainer grundsätzlich großen Respekt. „Ich kann mich noch an das letzte Jahr erinnern“, sagt Kovac. „Da standen sie im Herbst ähnlich schlecht da und hatten dann in der Rückrunde einen Riesenlauf.“ Man dürfe auch nicht vergessen: „Von seinen fünf Punkten hat Werder Bremen vier auswärts geholt. Und wir haben zu Hause auch erst vier Punkte geholt.“

Im Vergleich zum 1:1 bei Mainz 05 wird Abwehrchef Makoto Hasebe ins Team zurückkehren. Die immer wiederkehrenden Knieprobleme machten dem erfahrenen Japaner in dieser Woche keine Probleme. „Er ist voll belastbar und konnte in den vergangenen drei Trainingstagen alles mitmachen“, berichtete Kovac. Die Frage ist wohl nur noch, ob Carlos Salcedo oder Simon Falette seinen Platz in der Abwehrreihe behält.

Und im defensiven Mittelfeld ist Kevin-Prince Boateng auch nach der Genesung von Gelson Fernandes weiter erste Wahl. „Ich habe schon nach seiner Ankunft gesagt: Kevin kann alle Positionen spielen“, meinte Kovac. „Durch die Rückkehr von Gelson haben wir wieder eine Alternative mehr. Aber nach seiner längeren Pause ist er noch nicht wieder die Alternative Nummer eins.“ Bei der Benennung des Kaders, den der Frankfurter Coach erst heute verkünden wird, könnte es wieder einige Härtefälle geben. Bis auf die Langzeitverletzten Marco Fabián, Timothy Chandler, Omar Mascarell und Alexander Meier sind alle Profis fit.

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