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Trainermarkt: Kovac oder Hasenhüttl: Um diese Bundesliga-Trainer buhlt der FC Bayern

In der Bundesliga-Tabelle kommen sich Bayern München und Borussia Dortmund nicht mehr in die Quere. Auf dem Trainermarkt offenbar schon. Beide Clubs beschäftigen sich mit den gleichen Namen – und reichen ihr Trainerproblem damit vielleicht an die Konkurrenz weiter.
Ralph Hasenhüttl hat mit RB Leipzig erneut das internationale Geschäft im Visier. Wie es danach für den Trainer weitergeht, ist unklar. Foto: Peter Steffen (dpa) Ralph Hasenhüttl hat mit RB Leipzig erneut das internationale Geschäft im Visier. Wie es danach für den Trainer weitergeht, ist unklar.
Frankfurt. 

Wird es Niko Kovac? Oder Ralph Hasenhüttl? Oder doch noch ein großer Name aus dem Ausland? Noch im April will der FC Bayern München die wohl spannendste Frage der laufenden Bundesligasaison beantworten. „Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Ende des Monats einen neuen Trainer präsentieren werden“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montag vor dem Abflug zum Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel beim FC Sevilla. Bereits zwei Tage zuvor hatte er rund um den 6:0-Sieg gegen Borussia Dortmund noch einmal das Stellenprofil betont: „Wir wollen einen deutschsprachigen Trainer. So wird es auch sein.“

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Durch das 1:2 in Bremen ist die Eintracht auf Platz sechs abgerutscht. Und ausgerechnet jetzt nehmen die Spekulationen um einen Abgang des Trainers richtig Fahrt auf.

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Kovac von Eintracht Frankfurt und Hasenhüttl von RB Leipzig sind demnach die klaren Favoriten auf die Nachfolge von Jupp Heynckes. Und das macht die Trainersuche des FC Bayern noch brisanter, als es Trainersuchen des FC Bayern ohnehin schon sind. Denn beide gehören auch zum Kandidatenkreis bei Borussia Dortmund, weshalb sich die beiden größten deutschen Vereine aktuell zwar nicht mehr in der Tabelle, offenbar aber auf dem Trainermarkt in die Quere kommen. Außerdem würden die Bayern und der BVB ihre Trainerfragen gleich an zwei weitere Bundesliga-Rivalen weiterreichen, wenn sie Kovac oder Hasenhüttl bekommen sollten. Denn in diesem Fall müssten sich Frankfurt oder Leipzig einen neuen Chefcoach suchen, obwohl beide Trainer vertraglich noch bis 2019 an ihren Club gebunden sind.

Der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic reagierte am Ostersonntag hörbar genervt auf die sich mehrenden Hinweise, das der frühere Bayern-Profi Niko Kovac im Sommer als Trainer zum deutschen Rekordmeister zurückkehren könnte. Wen die Bayern holen würden, sei ihm „Jacke wie Hose“, sagte Bobic nach dem 1:2 bei Werder Bremen. „Jeder quatscht irgendwas von rechts nach links. Das sind Kämpfe, die müssen in München ausgetragen werden. Das interessiert mich weniger.“

Kovac wie Hasenhüttl sagen im Kern das Gleiche über ihre Zukunft. Sie verweisen auf ihre bis 2019 gültigen Verträge in Frankfurt und Leipzig. Sie betonen, wie wohl sie sich dort fühlen. Sie verweigern jedoch beide ein unmissverständliches Bekenntnis zu ihrem Club. Dass sich sowohl die Bayern als auch der BVB mit ihnen beschäftigen, ist verbrieft. In Dortmund wissen sie aber auch: Die Bayern haben aufgrund ihres Renommees und ihrer sportlichen Perspektiven so etwas wie ein Erstzugriffsrecht. Wenn einer von beiden nach München gehen kann, dürfte die Borussia keine Chance haben. Noch viel mehr als die Bayern stehen die Dortmunder vor einem Total-Umbau: ihres Kaders, ihrer Strukturen, ihrer Trainerposition.

Spätestens seit dem blamablen 0:6 in München glaubt kaum jemand inklusive Peter Stöger selbst an einen Verbleib des Österreichers. „Gestärkt haben wird das meine Position nicht“, sagte er dem ZDF: „Davon kann man ausgehen.“ Zumal nicht einmal sicher ist, ob Stöger überhaupt von sich aus in Dortmund bleiben will. Immerhin: Mit Lucien Favre von OGC Nizza gibt es beim BVB einen weiteren Trainerkandidaten und mit Matthias Sammer künftig einen externen Berater, der an der Entscheidungsfindung beteiligt wird.

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