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Eintracht Frankfurt: Letztes Heimspiel für Kovac: Abschied mit Alex Meier

Von Für die Eintracht geht es gegen den HSV um die Europa-League-Qualifikation – und um einen versöhnlichen Abschied für den Trainer.
Rückkehr in den Kader gegen den HSV und auch mit nach Berlin: Für Alexander Meier läuft es zum Saisonende gut. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Rückkehr in den Kader gegen den HSV und auch mit nach Berlin: Für Alexander Meier läuft es zum Saisonende gut.
Frankfurt. 

Mit dem richtigen Gespür für die Situation ist das ja so eine Sache. Niko Kovac hat zuletzt ein paarmal ziemlich daneben gelegen. Erst das Lavieren und Verschleiern rund um seinen Wechsel zu Bayern München. Dann die Fahrt nach Salzburg mit dem Chauffeur von Uli Hoeneß nach einem indiskutablen Auftritt seiner Mannschaft an der Isar: Man wird den Eindruck nicht los, als ob es dem Trainer der Frankfurter Eintracht inzwischen vollkommen gleich ist, was man in der Stadt über ihn denkt. Weil er mit sich und mit der bislang in Frankfurt geleisteten Arbeit komplett im Reinen ist. Und weil er alles, was in den vergangenen drei Wochen passiert ist, als seine Privatsache betrachtet.

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Am 1. Mai trainiert die Eintracht in der Commerzbank Arena für ihr nächstes Spiel. Am 5.5. müssen die Adler gegen den HSV ran. 
Marius Wolf (Eintracht Frankfurt) gegen Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt), Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt) sieht zu.Sportmanager Bruno Hübner (Eintracht Frankfurt) - 01.05.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank ArenaAlexander Meier (Eintracht Frankfurt) - 01.05.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank Arena

Gestern gestattete Kovac doch wieder einmal einen Blick in sein Inneres. „Ich weiß, was in meinem Herzen ist, alles andere ist unwichtig“, sagt der Eintracht-Trainer: „Eine Minderheit wird oft viel mehr wahrgenommen als die Mehrheit“, sagt er in Richtung seiner Kritiker. Auf der Straße habe er verständnisvolle Reaktionen registriert: „Ich verstehe auch die Enttäuschung bei manchen. Aber es wird meine Beziehung zu Frankfurt und zur Eintracht nicht verändern.“

Seine Beziehung zu Alexander Meier will er dagegen verbessern. Der Kapitän, der beim Pokalfinale vor einem Jahr das letzte Mal für die Eintracht spielte und danach eine schier unendliche Krankheitsgeschichte mit zwei Fuß-Operationen erlebte, steht beim heutigen wegweisenden Spiel in der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr) im Kader. Es ist Kovacs Abschiedsspiel in der ausverkauften Frankfurter Arena. Ob es auch ein Abschiedsspiel für Meier wird, steht noch nicht genau fest. Der 35-Jährige, der seit acht Wochen wieder im Training steht, will weiterspielen. Aber darüber wird auch der neue Eintracht-Trainer zu entscheiden haben.

„Er war 14 Jahre hier. Das ist eine lange Zeit. Und ich weiß selbst, wie schön es ist, ein Abschiedsspiel zu bekommen. Das habe ich in Berlin und Salzburg erlebt“, sagt Kovac, der die Nominierung Meiers als Zeichen seiner Wertschätzung gegenüber dem Kapitän betrachtet. Für 90 Minuten wird es nicht reichen, aber für einen Einsatz als Joker, wenn es der Spielverlauf hergeben sollte.

Dass Kovac, der von 1999 bis 2001 für den HSV gespielt hat, die Hamburger mit der Eintracht in die Zweite Liga schießen könnte, sieht der Coach emotionslos. „Ich weiß, dass es ein besonderes Spiel ist und dass es für den HSV um alles geht“, meint der 46-Jährige: „Es sind aber schon 32 Spiele gespielt worden. Was passiert, liegt nicht an Frankfurt.“

Außerdem geht es heute auch für seine Mannschaft um sehr viel. Die Eintracht will in den verbleibenden zwei Liga-Spielen zumindest die Qualifikation für die Europa League schaffen. Der Tabellensiebte (46 Punkte) liegt aktuell einen Zähler hinter RB Leipzig und einen vor dem VfB Stuttgart. „Wir brauchen die Punkte, um unsere Ziele zu erreichen“, betont Kovac.

Personell kann er aus dem Vollen schöpfen: „Das Lazarett hat sich gelichtet.“ Sowohl die länger verletzten Ante Rebic und Carlos Salcedo sind fit für den Kader als auch Kevin-Prince Boateng, der zuletzt zweimal pausieren musste. Deshalb hofft Kovac, dass seine Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt, als zuletzt bei seinem neuen Arbeitgeber Bayern München: „Da haben wir körperlos agiert.“ Das muss heute anders werden – damit der Abschied nicht vollends misslingt.

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