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Eintracht Frankfurt: Lukas Hradecky kann sich einen Verbleib in Frankfurt durchaus vorstellen

Von Der Torhüter der Frankfurter Eintracht spricht über seine Zukunft und über das derzeitige Problem der Mannschaft: „Wir haben einen Affen auf dem Rücken.“
Lukas Hradecky verbiegt sich gerne für die Eintracht. Foto: Heiko Rhode Lukas Hradecky verbiegt sich gerne für die Eintracht.
Frankfurt. 

Lukas Hradecky (27) ist der auf die gesamte Saison gesehen beste Spieler der Frankfurter Eintracht. Er ist auch der beliebteste, gewählt von den Fans. Und der Torwart ist ein Mann klarer Worte, lässt sich nicht verbiegen, sagt immer seine Meinung frei heraus. Am Mittwoch hat er Medienvertretern Rede und Antwort gestanden.

Zu den Gesprächen über die Verlängerung des bis 2018 laufenden Vertrages sagte er: „Im Moment sind die ein wenig gestoppt, durch die sportliche Situation. Ich habe keine Eile, ich weiß nicht, ob der Verein Eile hat. Jedenfalls wird es vertrauensvoll besprochen. Natürlich beeinflusst das sportliche Abschneiden meine Überlegungen. Ich will in Europa spielen. Aber ich habe ja noch ein Jahr Vertrag. Ob die Eintracht mich im Sommer verkaufen will, weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass wir zu einer Verlängerung kommen. Aber die Situation kann sich ändern. Wenn ein guter Klub kommt, muss ich überlegen, das ist im Fußball einfach so. Bis jetzt ist da nichts passiert. Ich darf ja auch mit keinem anderen Verein verhandeln.“

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Über seine Ziele, den Traum von der Champions-League und der Zufriedenheit mit dem Erreichten: „Das sind genau die Gedanken, die ich mir mache. Ich habe mir hier eine sehr gute Position aufgebaut und fühle mich sehr wohl. Ich weiß auch, dass es nicht immer bei einem Wechsel so gut klappt, da kann man auch leicht mal zweiter Torwart werden. Ich muss das Fingerspitzengefühl haben und rausfinden, wie sich die Eintracht noch entwickeln kann. Das muss alles gut überlegt sein.“

Wie er die Eintracht sieht: „Es ist viel entwickelt worden im letzten Jahr. Bisher haben wir eine ruhige Saison gespielt, das müssen wir jetzt noch fertig machen. Wir haben ein schweres Spiel gegen den HSV und ich hoffe, dass wir danach weiter über europäische Plätze sprechen können. Aber der Relegationsplatz ist auch nur neun Punkte entfernt. Das dürfen wir nicht unterschätzen.“

Über die Bedeutung des Geldes bei einem Wechsel: „Es ist auch möglich, hier Geld zu verdienen. Die Eintracht muss sich auch da nach vorne entwickeln, wenn sie gute Spieler locken will. Das Wichtigste aber ist zu spielen. Es hängt viel von Angeboten ab, von Perspektiven. Zweiter Torwart jedenfalls will ich nicht sein, nach China will ich auch nicht. Und die Premiere-League war nie meine Traumdestination. Vielleicht passe ich da ja auch gar nicht hin.“

Zu seinen Leistungen in diesem Jahr: „Ich habe überlegt, ob ich etwas besser hätte machen können. Es waren Kleinigkeiten, die da eine Rolle gespielt haben. Aber ich will mich nicht selbst beleidigen. Ich will so gut spielen wie möglich, um der Mannschaft zu helfen. Ich glaube, dass wir auch bald wieder beginnen, Spiele zu gewinnen.“

Zu seinen Problemen mit dem Ball am Fuß: „Wenn ich keine anderen Fehler mache, bin ich ganz zufrieden. Aber es stimmt, dass ich da einen kleinen Schritt zurück gemacht habe. Vielleicht hatte ich unter Armin Veh mehr Freiheit, mit dem Fuß etwas zu machen, bei Niko Kovac ist es genau vorgeschrieben. Aber auch da will ich mich weiterentwickeln.“

Ob ein aufrüttelnder „Typ“ wie er als Feldspieler fehlt: „Ich könnte mich in die Kopiermaschine legen oder einen meiner Brüder holen (lacht). Marco Russ wäre so ein Typ. Klar ist, dass sich alle auf sich selbst konzentrieren in schlechten Phasen.“

Über die Gründe für die Niederlagenserie: „Das Wort unkonzentriert beschreibt es am besten. Vielleicht hatte sich die Situation auch zu sehr beruhigt. Ich habe gehört, die Eintracht gewinnt nicht, wenn es möglich ist, sondern nur, wenn es nötig ist. Das gehört hier wohl dazu.“

Über den Trainer in der Kabine: „Natürlich ist er da anders, aber das bleibt intern. Wenn wir unkonzentriert sind, muss er auch mal schreien. Er ist noch nicht so erfahren und muss noch lernen, aber er macht es gut. Unser Vertrauen in ihn ist nicht weniger geworden“.

Über Geheimtraining: „Für mich ist es nicht notwendig, aber das ist Sache des Trainers.“

Zur sportlichen Lage: „Wir schießen halt keine Tore. Bei uns in Finnland heißt das: Wir haben einen Affen auf dem Rücken.“

Über den HSV: „Die haben einen Lauf. Das wird ein spannendes Spiel. Wir müssen wenigstens einen Punkt holen, damit wir mit Selbstvertrauen in die Länderspielpause gehen.“

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Es ist immer das gleiche Lied: Besitzt ein durchschnittlicher Fußball-Bundesligist einmal einen überdurchschnittlichen Spieler, dann sitzt der Profi bei Gesprächen über eine Vertragsverlängerung

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