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Eintracht Frankfurt: Lukas Hradecky verfolgt das Motto „Nur kein Stress“

Von So schnell lässt sich Hradecky nicht aus der Ruhe bringen. Dafür hat er sich rasch in die Herzen der Eintracht-Fans gespielt. Er hat seine eigenen Methoden – und sich als Eintracht-Torwart selbst überrascht.
Kein Vorbeikommen: Lukas Hrdadecky streckt sich auch in Abu Dhabi für die Eintracht. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Kein Vorbeikommen: Lukas Hrdadecky streckt sich auch in Abu Dhabi für die Eintracht.
Abu Dhabi. 

Mit Freude hatte Lukas Hradecky vernommen, was Niko Kovac Anfang Januar erklärte: dass die Vorbereitung im Vergleich zum vergangenen Sommer nicht so anstrengend werden würde. Am Donnerstag, nach einer guten Woche Trainingslager in Abu Dhabi, lachte er: „Davon merke ich nichts.“ Was in seinem Fall freilich weniger an Kovac, sondern an Torwarttrainer Moppes Petz liegt, der seine drei Schützlinge ähnlich scheucht wie vor ein paar Monaten in Österreich und Südtirol. „Wenigstens bleiben uns viele Laufeinheiten erspart“, sagt der finnische Nationaltorhüter grinsend, der von Lauftraining und Kraftraum wenig hält: „Stabilitätsübungen ja, aber von Hanteln lasse ich die Finger.“

Die benutzt er lieber, um die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung zu bringen. Sieben Hinrundenspiele ohne Gegentor sind da eine tolle Bestätigung. Und dass ihn die Profis aller Bundesligaclubs zum drittbesten Keeper der Liga gewählt haben, das macht ihn etwas stolz: „Die können so etwas ja ganz gut einschätzen.“

Bilderstrecke Lukas Hradecky: Der coole Finne im Tor der Eintracht
Lukas Hradecky hat sich bei der EIntracht zu einer echten Führungspersönlichkeit entwickelt. Von Beginn an war er Leistungsträger und ein sicherer Rückhalt für sein Team. Wir zeigen, was ihn so wichtig macht für die Adler.Im August 2015 kam der Finne von Bröndby Kopenhagen an den Main und stellte sich dem Konkurrenzkampf mit Heinz Lindner, der von Austria Wien zur Eintracht wechselte. Den Zweikmpf im Tor entschied Hradecky klar für sich und verpasste bisher kein einziges Pflichtspiel.Bereits in seiner ersten Spielzeit war er die Entdeckung der Saison. Mit seiner lockeren Art und seinen großartigen Leistungen eroberte er ie Herzen der Fans von Beginn an im Sturm.

Ein schweres Erbe

Als der immer gut gelaunte Hradecky vor eineinhalb Jahren zur Eintracht kam, musste er ein schweres Erbe antreten. Schließlich war sein Vorgänger Kevin Trapp gewesen. Ein Ausnahmekeeper, der für rund neun Millionen an Paris St. Germain verkauft wurde. Eine wahnsinnige Summe für Frankfurter Verhältnisse. Doch es dauerte nicht lange, da sprach von Trapp niemand mehr. Mit reaktionsschnellen Paraden, mit einer fast stoischen Ruhe und mit flotten Sprüchen spielte sich der Keeper rasch in die Herzen der Fans.

Bilderstrecke Training in der Tonne: Eintracht trotzt den heißen Temperaturen
Spätestens seit dem legendären Per-Mertesacker-Zitat kennt man die Eistonne als Teil des Trainings- und Erholungs-Arsenals der Fußballprofis. Auch für die Eintracht ist die sogenannte Kaltwasserimmersion bei der Hitze in Abu Dhabi eine beliebte Maßnahme, um müde Kicker-Muskeln wieder munter zu machen. Dass man das prima mit einer kleinen Eiswürfelschlacht kombinieren kann, beweisen hier Alex Meier und sein Tonnen-Nachbar Omar Mascarell. Es folgen weitere Bilder vom Training am 12. Januar.Es gibt Eis, Baby! Alex Meier hat sichtlich Spaß in der Tonne.v.l. Athletik-Trainer Klaus Luiser, Alex Meier und Max Besuschkow.

„Es ist schon Wahnsinn, was mit mir in diesen eineinhalb Jahren passiert ist“, blickt Hradecky zurück: „Ich dachte schon, dass ich ein ganz guter Torwart bin, aber diese Entwicklung hat mich schon überrascht.“

Eine seiner Spezialitäten ist es, wenn ein gegnerischer Stürmer alleine vor ihm auftaucht. Neben Sprungkraft und Reaktionsschnelligkeit gibt es auch ein Psychospielchen in solchen Situationen: „Nur kein Stress! Ich lasse den Stürmer die erste Bewegung machen, will damit auch meinen Mitspielern zeigen, dass ich ruhig bin.“ Und wenn der Angreifer dann den Atem eines heran flitzenden Eintrachtlers in seinem Rücken spüre, dann habe man gute Chancen, ein Gegentor zu verhindern.

Für den Finnen hat sich in dieser Saison die Arbeit schon etwas verändert. Sie ist geringer geworden, weil die Abwehr besser steht. Am vergangenen Sonntag hätte er sich beim Test gegen einen chinesischen Erstligisten sogar einen Stuhl in den Strafraum stellen können. „Dass ich nicht so viele Bälle bekomme, das gefällt mir. Aber ich schalte nicht ab, wenn einer kommt, dann greife ich ein.“

Dass es in dieser Spielzeit so gut läuft, liege auch an den veränderten Trainingsmethoden: „Niko Kovac hat die wissenschaftliche Komponente ins Training eingebracht. Alle haben eine bessere Kondition, können besser laufen.“ Trotzdem ist er auch Armin Veh, seinem ersten Trainer in Frankfurt, noch dankbar: „Er hat mich zur Nummer eins gemacht.“ Und das habe im Training durchaus seine Vorteile. Bei engen Situationen, die zu Verletzungen führen könnten, hält er sich auch mal zurück: „Eine Nummer zwei muss da mehr riskieren.“

Lieber Bier als Apfelwein

Und was ist noch drin in der Saison für den bisherigen Tabellenvierten mit 29 Punkten auf dem Konto? Er lacht: „Offiziell muss ich sagen, dass 40 Punkte unser Ziel sind.“ Er war zwar noch nicht dabei, aber er hatte natürlich gehört, wie toll es war, dass in der Europa League rund 12 000 Eintracht-Fans ihr Team in Bordeaux unterstützt hatten. „Das zu erleben, wäre natürlich wunderschön.“ Vor Weihnachten habe man sich in eine gute Position gebracht, die müsse man nun möglichst verteidigen. Die ersten beiden Spiele, in Leipzig sowie in Gelsenkirchen, könnten schon einen Fingerzeig geben, wie es bis zum Saisonende laufen wird.

Bilderstrecke Eintracht-Gerüchte: Wer könnte kommen und wer gehen?
Fredi Bobic und Bruno Hübner haben gut lachen. Ihre Neuverpflichtungen in der letzten Transferperiode haben bei der Eintracht gut eingeschlagen. Doch wie sieht es aktuell mit Zu- und Abgängen bei der SGE aus? Wir haben die heißesten Gerüchte rund um die Adler aufgelistet.<b>Haris Seferovic</b><br>
Der Schweizer steht vor dem Absprung bei der Eintracht. Im Sommer wäre der Nationalspieler ablösefrei, deshalb vesucht Fredi Bobic, im Winter noch eine Ablöse zu erzielen. Heißer Interessent ist der portugiesische Spitzenclub Benfica Lissabon, wie portugiesische Medien vermelden.<b>Soualiho Meite</b><br>
Die Eintracht ist laut "Ligainsider.de" an Soualiho Meïté von Zulte Waregem interessiert. Der Mittelfeldspieler spielt aktuell auf Leihbasis in Belgien, gehört aber dem OSC Lille aus Frankreich. Neben der SGE sollen auch der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach Interesse am 22-Jährigen haben. Er spielt im defensiven Mittelfeld, wo nach dem Abgang von Johannes Flum Bedarf bestehen könnte.

Hradecky weiß, dass die Eintracht als Team funktionieren muss: „Ich bin sicher, dass Niko Kovac mit seiner Disziplin und Intelligenz uns auf Kurs halten wird.“ Er hat sich längst an den Eintracht-Adler auf dem Trikot gewöhnt und ihn lieb gewonnen: „Die Fans mögen mich, ich möchte ihnen etwas zurückgeben. Dafür muss ich als Sportler und als Mensch 110 Prozent geben.“

Hradeckys Vertrag mit der Eintracht läuft noch bis Sommer 2018. Da er sich in Frankfurt pudelwohl fühlt, ist eine Verlängerung denkbar: „Es eilt ja nicht, aber ich hoffe, dass wir uns einigen können.“ Halt, etwas gibt es doch, was ihm nicht so schmeckt: „Der Apfelwein, da bleibe ich lieber beim Bier.“ Und demnächst will er auch mal eine Grüne Soße probieren.

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