Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Eintracht Frankfurt: Mainz besiegen - und dann ins DFB-Pokal-Halbfinale

Von Die schlechte Leistung in Augsburg ist abgehakt. Mit der gewohnt leidenschaftlichen Einstellung will die Eintracht heute Abend ins Pokal-Halbfinale einziehen.
Auch er wünscht sich die Rückkehr nach Berlin: Eintracht-Trainer Niko Kovac. Foto: GUENTER SCHIFFMANN (AFP) Auch er wünscht sich die Rückkehr nach Berlin: Eintracht-Trainer Niko Kovac.
Frankfurt. 

Der vergangene Sonntag zählte sicherlich zu den unangenehmsten Arbeitstagen, die Niko Kovac bislang bei der Frankfurter Eintracht erlebt hat. Das 0:3 in Augsburg und die dort gezeigte Leistung der Mannschaft waren nach der Euphorie der vergangenen Wochen in der Fußball-Bundesliga ein herber Stimmungskiller.

Und dennoch wirkte der Frankfurter Trainer gestern schon wieder gut gelaunt und entspannt. Augsburg wurde schnell und nach einer eingehenden Fehleranalyse abgehakt. „Ich muss ja vorangehen und kann nicht Trübsal blasen“, sagt Kovac lächelnd: „Aber ich habe den Spielern auch klipp und klar gesagt, woran es gelegen hat. Wir müssen wieder dort hin kommen, dass wir uns von der ersten bis zur letzten Minute fordern – und auch den Gegner.“

 

Es geht schließlich mit schweren Aufgaben zügig weiter: Heute Abend (18.30 Uhr) gastiert im Pokal-Viertelfinale der alte Rivale Mainz 05 in der Frankfurter Arena. Am Samstag kommt der um den Klassenerhalt in der Liga kämpfende 1. FC Köln mit Ex-Trainer Armin Veh als neuem Geschäftsführer Sport zu Besuch.

„Sehr, sehr wichtig“

Und Kovac ließ gestern anklingen, wie bei ihm die Prioritäten aussehen: „Ich möchte alle Spiele gewinnen, aber im Pokal gibt es keine Korrekturmöglichkeit“, sagt der Eintracht-Coach: „Dieses Spiel ist sehr, sehr wichtig. Ein positives Ergebnis gibt den Takt für die nächsten Wochen vor.“ Die Kulisse soll ihren Teil beitragen. 47 000 Eintrittskarten sind verkauft, die Abendkassen werden geöffnet sein.

Der Pokal ist auch deshalb so wichtig für die Eintracht, weil er seit dem vergangenen Jahr eine heimliche Liebe im Club ist. Von den Tagen in Berlin rund um das knapp verlorene Finale gegen Borussia Dortmund schwärmen viele heute noch. Und sie träumen von einer Wiederholung: „Bislang hat man ja immer nur Silhouetten von Berlin gesehen. Aber vor dem Viertelfinale sieht man das Ziel schon etwas klarer“, sagt Kovac: „Wir wissen, wie schön es ist, im Pokalfinale zu stehen. Jeder, der im letzten Jahr dabei war, möchte da wieder hin. Wir haben dieses Endspiel gegen Dortmund ja auch verloren. Das würden wir vielleicht gern revidieren.“ Ein erstes Wiedersehen mit einem Protagonisten von damals gibt es schon heute Abend: Deniz Aytekin, der Final-Schiedsrichter von 2017, pfeift in der Frankfurter Arena.

Vor den Mainzern, die nach dem Punktspielwochende einen Tag mehr Erholung hatten als die Eintracht, zeigt Kovac den üblichen Respekt: „Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Sie haben eine richtig gute Mannschaft, die in der Liga nicht die Punkte hat, die sie eigentlich haben müsste.“ Der Trainer rechnet mit einem harten Stück Arbeit, vielleicht sogar über 120 Minuten, eventuell noch einmal verlängert durch ein Elfmeterschießen. Den Trainings-Trick seines Kollegen Sandro Schwarz, der am Montagabend unter Flutlicht üben ließ, wollte er sich aber nicht zu eigen machen. Seine Mannschaft habe schließlich auch ohne besondere Maßnahmen die letzten Abendspiele allesamt erfolgreich gestaltet, meinte der Frankfurter Coach.

Und wegen der Wichtigkeit des Pokal-Viertelfinales wird er wohl auch (noch) nicht zu einer größeren Rotation greifen. Fest scheint nur zu stehen, dass Ante Rebic mit seiner Schnelligkeit und Wucht nach seiner Sperre in der Liga anstelle des in Augsburg glücklosen Luka Jovic den Frankfurter Angriff beleben soll.

David Abraham hat zwar wieder das Training aufgenommen, soll aber nach seiner Wadenverletzung erst wieder für das Heimspiel gegen Leipzig eine Alternative für die Abwehr sein.

Fraglich ist, ob Mijat Gacinovic in der Startelf bleibt. Der junge Serbe wurde zuletzt regelmäßig ausgewechselt und quittierte dies in Augsburg mit einem mittelschweren Wutausbruch. „Ich will das nicht überbewerten. Im Eifer des Gefechts kann man schon mal so reagieren“, sagt sein Trainer: „Mijat ist ansonsten ein wohlerzogener Mensch, ich bin nicht nachtragend.“ Und Gacinovic strengt sich gegen Mainz vielleicht besonders an. Er ist einer von denen, die das schöne Berlin-Gefühl noch aus dem vergangenen Jahr kennen.

Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse