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Eintracht vs. Mainz: Mainz will sich im Pokal „richtig viel PS für die Bundesliga holen“

Ausgerechnet im Pokalviertelfinale bei Eintracht Frankfurt will Mainz 05 seinen Auswärtsfluch beenden. Mit vier Unentschieden und sechs Niederlagen ist der FSV in der Fremde noch sieglos und nach Stuttgart (zwei Punkte) das zweitschwächste Erstligateam.
Trainer Sandro Schwarz von Mainz. Foto: Bernd Thissen/Archiv Trainer Sandro Schwarz von Mainz.

Ausgerechnet im Pokalviertelfinale bei Eintracht Frankfurt will Mainz 05 seinen Auswärtsfluch beenden. Mit vier Unentschieden und sechs Niederlagen ist der FSV in der Fremde noch sieglos und nach Stuttgart (zwei Punkte) das zweitschwächste Erstligateam. Den einzigen Auswärtssieg in dieser Saison feierte der Tabellen-16. in der ersten Pokalrunde mit 3:1 beim Regionalligisten Lüneburger SK Hansa im August. Durch „die sehr gute Leistung“, so Trainer Sandro Schwarz, trotz der 0:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Bayern München, haben die Mainzer aber Mut geschöpft, beim Rhein-Main-Derby auswärts die Wende zu schaffen. „Dort werden wir 110 Prozent geben und müssen das Engagement, den Willen und die Mentalität, die wir gegen die Bayern gezeigt haben, mitnehmen“, sagt Mittelfeldspieler Danny Latza. Aus der Außenseiterrolle heraus wollen die Mainzer beim favorisierten Sechsten gewinnen. „Jeder rechnet doch damit, dass die Eintracht im Halbfinale stehen wird. Doch wir werden in Frankfurt alles geben, um weiterzukommen“, sagt Rouven Schröder.

Der Mainzer Sportvorstand setzt darauf, „dass das im Pokal im Gegensatz zur Liga ein ganz anderes Spiel werden wird, was wir auch schon an der Stimmung bei unserem 3:1-Sieg im Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart gesehen haben“. Mit einem Coup bei der Eintracht „können wir uns auch Körner und richtig viel PS für die Bundesliga holen“, hofft der 42-Jährige nach dem erstmaligen Absturz auf Relegationsplatz 16 seit dem Wiederaufstieg 2009. Der ist auch dadurch bedingt, dass von den fünf Neuzugängen im vergangenen Sommer nur Ex-Nationaltorwart René Adler, den nach seinem verletzungsbedingten Ausfall seit Oktober Robin Zentner gut vertritt, und der französische Abwehrspieler Abdou Diallo Volltreffer sind.

Die Gesichter sprechen Bände: Während Trainer Niko Kovac verärgert gestikuliert, ist auf der Bank den Co-Trainern Robert Kovac, Armin Reutershahn und Torwart-Trainer Moppes Petz (von rechts) die Unzufriedenheit mit dem Eintracht-Auftritt in Augsburg anzusehen.
Eintracht Frankfurt Ändert Niko Kovac das Team - oder die Taktik?

Der FC Augsburg hat am Sonntag gezeigt, wie man Eintracht Frankfurt bezwingen kann. Viel Zeit bleibt nicht, um die Bundesliga-Pleite aufzuarbeiten. Im Viertelfinale des DFB-Pokals wartet am Mittwoch schon der Bundesliga-Konkurrent Mainz 05.

clearing

Der dänische Flügelspieler Viktor Fischer hat sich wieder verabschiedet, während der bosnische Mittelstürmer Kenan Kodro, den Mainz hätte ziehen lassen, sich durchbeißen will. Auch der rumänische Regisseur Alexandru Maxim setzte wenig Akzente. Die Verpflichtung des 33-jährigen oft überhart agierenden niederländischen Mittelfeldabräumers Nigel de Jong in der Winterpause, den Schwarz gegen Bayern schonte, aber gegen Frankfurt beginnen lassen will, soll dem Team Stabilität geben. Dass die 05er nicht auf den Außenverteidigerpositionen nachgelegt haben, wo sie wie auch in der Innenverteidigung allenfalls durchschnittlich besetzt sind, verwundert. Während außerdem ein starker Spielmacher fehlt, hat Schröder mit dem Nigerianer Anthony Ujah noch einen Mittelstürmer verpflichtet.

„Dass uns ein Auswärtssieg fehlt, ist nicht wegzudiskutieren“, sagt Sandro Schwarz, dem Schröder den Rücken stärkt. „Es gibt keinerlei Anzeichen, dass die Mannschaft nicht funktioniert und auch kein Ultimatum“, will der Manager „aus vollster Überzeugung“ den Weg mit dem Mainzer Ex-Profi weitergehen. Auch der neue ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende und frühere Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Stefan Hofmann, der lange mit dem früheren U19- und U23-Trainer Schwarz zusammenarbeitete, „hat vollstes Vertrauen in Sandro“. Ihm und seinem Team stehen inklusive des Pokalspiels mit den Partien am Samstag in Hoffenheim und am Freitag darauf in Berlin drei Auswärtsspiele bevor, nach denen bei weiteren Misserfolgen der Job des Trainers gefährdet sein könnte. Was sie von ihm erwarten, haben einige Fans, die „nach dem Superspiel gegen die Bayern“, so der Ex-Frankfurter und 05-Kapitän Stefan Bell, ein Plakat mit der Aufschrift „Heute wars egal – gegen Frankfurt habt ihr keine Wahl“ entrollten, dem Trainer schon mal mitgeteilt. jhei

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