Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 8°C

Eintracht Frankfurt: Man kann den Fußball auch hassen

Von Eigentlich ist man bei der Eintracht zufrieden nach dem 0:1 gegen Wolfsburg. Aber so gut war es denn auch nicht.
„Was soll ich denn nur machen?“, scheint hier Neu-Eintrachtler Kevin Prince Boateng zu fragen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) „Was soll ich denn nur machen?“, scheint hier Neu-Eintrachtler Kevin Prince Boateng zu fragen.
Frankfurt. 

„Wir hatten wie schon in Freiburg einen Sieg verdient, aber uns hat die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt “, sagte der neue Anführer der Frankfurter Eintracht, Kevin Prince Boateng. „Viele lieben den Fußball, heute kann man ihn auch hassen“, sagte Trainer Niko Kovac, „ich bin zufrieden mit der Mannschaft, ich habe viele positive Dinge gesehen, wir haben 90 Minuten gut gespielt.“

Der Wahrheit am nächsten kam Mijat Gacinovic. „Wir hatten es nicht verdient, zu verlieren“, sagte der Mittelfeldspieler. In der Tat war die Frankfurter Eintracht besser als der VfL Wolfsburg. Und die Frankfurter hatten auch gut gespielt, Chancen kreiert. Aber das alles galt nur für eine Halbzeit, genau genommen nur für eine halbe Stunde, von der 15. bis zur 45. Minute. Da hatten sie die Gäste im Griff, hatten Pech mit Kopfball und Schuss an Pfosten und Latte und mit dem Videobeweis, der zu Recht einen Elfmeter verhinderte, weil der gefoulte Boateng zuvor hauchdünn im Abseits gestanden hatte.

Doch ganz so gut, wie die Frankfurter sich später selbst gesehen hatten, waren sie nicht. Denn zu einem Bundesligaspiel gehört auch die zweite Halbzeit. Und da gab es genau eine gute Chance, die Jonathan de Guzman mit einem läppischen Schuss vergab. Wie überhaupt de Guzman, vor allem aber Simon Falette über die gesamte Zeit eher enttäuschende Leistungen gezeigt haben.

Eine Idee, wie dem Wolfsburger Beton beizukommen gewesen wäre, hatten die Frankfurter nicht. Das Flügelspiel klappte nur in Ansätzen über rechts, immer dann, wenn Timmy Chandler dort sein Herz in die Hände nahm. Links aber herrschte besonders im zweiten Durchgang Ebbe. Die Einwechslungen von Branimir Hrgota, Danny da Costa und Taleb Tawatha brachten keinerlei Gewinn für die Mannschaft, was durchaus nachdenkenswert ist in Anbetracht der vorherrschenden Meinung, gerade in der Breite des Kaders hätte sich die Eintracht verstärkt. Das alles darf nicht verschwiegen werden im Gefühl, dem Gegner ja eigentlich überlegen gewesen zu sein.

Nun hat der Trainer natürlich auch recht, wenn er positive Dinge heraushebt. Die Chancen in der ersten Halbzeit waren ja da, Sebastien Haller kann sich in Zweikämpfen durchsetzen und kommt seinem ersten Treffer immer näher.

Auch Boateng ist in der Lage, Zweikämpfe zu gewinnen. Zu den erfreulichsten Erkenntnissen gehört auch, dass die befürchteten Missfallenskundgebungen gegen Lukas Hradecky wegen dessen nicht erfolgter vorzeitiger Vertragsverlängerung ausgeblieben sind und der Torhüter sich stark wie immer präsentiert hat.

Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse