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Eintracht Frankfurt: Marc Stendera: "Wir versuchen es den Neuen leicht zu machen"

Marc Stendera ist eines der wenigen Eigengewächse der Frankfurter Eintracht. Klaus Veit sprach während des Trainingslagers in Gais mit dem 22-Jährigen.
Marc Stendera bei Kräftigungsübungen mit dem Gummiband. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Marc Stendera bei Kräftigungsübungen mit dem Gummiband.

Marc Stendera ist eines der wenigen Eigengewächse der Frankfurter Eintracht. Seit 2010 ist er im Verein, hat seitdem alle U-Nationalmannschaften erfolgreich durchlaufen. In der Bundesliga wartet er noch auf den ganz großen Durchbruch – auch weil er häufig vom Verletzungspech eingeholt wurde. Klaus Veit sprach während des Trainingslagers in Gais mit dem 22-Jährigen.

Herr Stendera, wie ist das derzeitige Wohlbefinden?

MARC STENDERA: Körperlich bin ich eigentlich ganz fit, obwohl ich wegen meiner Schulter ein paar Tage Pause hatte einlegen müssen. Natürlich fehlt noch etwas die Praxis, aber das kommt schon noch bis zum Saisonbeginn.

Zwei Kreuzbandrisse, ein Meniskusschaden, die letzten Jahre waren keine gute Zeit für Sie. Aber Sie scheinen ein Stehaufmännchen zu sein, oder?

STENDERA: Ja, ich hatte viel Pech in letzter Zeit. Aber es geht immer weiter, ich gebe Gas und versuche, rasch wieder in Form zu kommen

Trotzdem: Gerade von einem Kreuzbandriss genesen, da müssen Sie erneut unters Messer wegen eines Meniskusschadens. Ist das nicht verdammt schwer für die Psyche?

STENDERA: Natürlich war das am Anfang nicht einfach. Aber Jammern bringt ja nichts. Ich bin grundsätzlich ein sehr positiv eingestellter Mensch. Das hilft mir dann auch bei solchen Rückschlägen.

Ich habe das Gefühl, dass Sie etwas abgenommen haben. Stimmt das?

STENDERA: Ja, ich habe in der Pause versucht, ein gutes Gewicht zu bekommen. So drei bis vier Kilo habe ich nun weniger.

Merkt man das auf dem Platz, beim Sprinten etwa?

STENDERA: Direkt nicht, aber man hat einfach ein besseres Gefühl.

Wo waren Sie eigentlich in Urlaub?

STENDERA: Der ist in diesem Jahr ausgefallen, ich war dafür in der Reha. Ich wollte unbedingt die USA-Reise mitmachen.

Wie war die Reise dann?

STENDERA: Das war ein sehr schönes Erlebnis, das hatte ich zuvor in dieser Form nicht gedacht. Klar, die Flüge waren sehr lang, aber die Trainingsbedingungen, das Land und das Wetter waren super.

Wenn man die Eintracht-Spieler fragt, loben alle Niko Kovac. Womit hat er das verdient, schließlich müssen alle unter ihm gerade in der Vorbereitung leiden?

STENDERA: Das Trietzen gehört dazu. Dafür sind wir in der Saison dann extrem fit. Wir machen gerne eine solche Vorbereitung, wenn man wie in der letzten Saison sieht, was dabei heraus kommt. Die vergangene Vorrunde war bemerkenswert positiv. Und das nach der Relegation gegen Nürnberg. Wir wissen, wie schwer jede Saison für uns wird.

Unter Niko Kovac hat sich einiges geändert. Unter anderem wird den Spielern sehr häufig Blut abgenommen. Nervt das nicht?

STENDERA: Klar, das war am Anfang ungewohnt. Aber die Werte haben einen Sinn, das Training kann besser gesteuert werden. Natürlich glaubt jeder Spieler, dass er seine momentane körperliche Verfassung selber spürt. Aber Blutwerte enthalten viele Informationen. Und wenn sie schlecht sind, bekommen wir das auch mitgeteilt. Wir haben uns inzwischen längst daran gewöhnt.

Es sind wieder viele neue Spieler im Kader. Ist das ein Problem?

STENDERA: Nein, wir sind ja auch nicht völlig Banane, wir versuchen, es den Neuen leicht zu machen bei der Integration. Das ist überhaupt kein Problem. Dass sich auch mal Grüppchen bilden, das ist völlig normal. Jeder fühlt sich mit seiner Muttersprache am wohlsten.

Können Sie inzwischen ein paar Brocken Japanisch, Spanisch oder Französisch?

STENDERA: Nein, aber dafür lernen die Spieler aus den anderen Sprachregionen von Tag zu Tag mehr Deutsch.

Im vergangenen Jahr Platz elf, was ist das Ziel für die neue Saison?

STENDERA: Der Trainer hat ja erklärt, dass es kein festes Ziel gibt. Wir wollen gut aus der Pause kommen und dann von Spiel zu Spiel denken.

Das war der Spruch für die Öffentlichkeit. Aber intern ist er doch wohl etwas deutlicher geworden, oder?

STENDERA: Derzeit haben wir ganz andere Schwerpunkte. Die Fitness steht im Vordergrund, wir wollen als Mannschaft immer stärker zusammenwachsen. Und egal, was der Trainer für ein Ziel vorgeben würde: Wir, die Mannschaft, müssen es auf dem Platz richten.

Und was ist Ihr persönliches Saisonziel, außer mal von Verletzungen verschont zu bleiben?

STENDERA: Das Ziel, das wohl jeder hat: Möglichst viele Spiele bestreiten und möglichst viele gewinnen.

Als Sechser, Achter oder Zehner?

STENDERA: Ich spiele da, wo ich aufgestellt werde. In der Jugend war das vielleicht anders, aber bei den Profis kann man keine Ansprüche stellen, das ist kein Wunschkonzert. Aber klar, wenn man etwas weiter vorne spielen kann, kommt man eher zu Torabschlüssen als auf der Sechs.

Sie sind jetzt seit 2010 bei der Eintracht, haben Vertrag bis 2020. Kommen da nicht auch mal Wechselgedanken auf? Reizt eventuell auch mal das Ausland?

STENDERA: Bei meinen vielen Verletzungen hat sich die Frage nach einem Wechsel eigentlich nie gestellt. Außerdem fühle ich mich hier bei der Eintracht und in Deutschland richtig wohl. Hier will ich mein Bestes geben. Ich bin nicht so der Typ, der von einem Wechsel ins Ausland träumt.

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Der Trainer ist mit der bisherigen Vorbereitung durchaus zufrieden, sieht aber noch „Luft über der Latte“. In Frankfurt wird es dann den Feinschliff geben.

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