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Eintracht Frankfurt: Marc Stendera und drei weitere Kollegen: Aussortiert und auf Vereinssuche

Das Angebot im Eintracht-Mittelfeld ist zu groß: Auf die Dienste von Eigengewächs Marc Stendera wird keinen Wert mehr gelegt.
Es läuft auf einen unschönen Abgang bei der Eintracht hinaus: Marc Stendera. Foto: Jan Huebner/Ulrich (Jan Huebner) Es läuft auf einen unschönen Abgang bei der Eintracht hinaus: Marc Stendera.
Frankfurt/Gais. 

Es hatte sich bereits am Freitag angedeutet, als die Eintracht-Profis Nelson Mandela, Daichi Kamada, Branimir Hrgota und Marc Stendera für das Testspiel gegen Zweitligist Greuther Fürth (0:0) von Trainer Adi Hütter nicht berücksichtigt wurden.

Genanntes Quartett war schließlich gestern auch nicht Teil der Frankfurter Reisegruppe, die sich am Vormittag mit dem Flugzeug auf den Weg nach Bozen und anschließend mit dem Bus nach Gais machte.

Statt in Südtirol sollen die Aussortierten nun eine Woche lang in Frankfurt gemeinsam mit Marco Pezzaiuoli, Technischer Direktor bei der Eintracht und ehemaliger Bundesligatrainer bei 1899 Hoffenheim, an ihrer körperlichen Fitness arbeiten. Oder: Sich mit anderen Vereinen in Verbindung setzen.

Nach Informationen dieser Zeitung hatten Kamada, Hrgota und Stendera nicht erst nach dem Spiel gegen Fürth von ihrer Ausbootung erfahren, sondern bereits vor knapp einer Woche von den Eintracht-Verantwortlichen Hinweise erhalten, sich besser einen neuen Verein zu suchen. Vor allem Eintracht-Eigengewächs Stendera dürfte die Streichung für das Trainingslager dennoch ziemlich hart treffen. Der Mittelfeldspieler, der noch mit einem Vertrag bis 2020 bei den Hessen ausgestattet ist, hatte in der bisherigen Vorbereitung einen ordentlichen Eindruck gemacht.

Leichter, drahtiger und spritziger als noch in der vergangenen Spielzeit wusste Stendera vor allem beim 6:2-Testspielerfolg gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden zu überzeugen. Auch im Training war der Rechtsfuß mit dem Vollbart auffallend engagiert. Und dennoch, bereits im Februar hatte Manager Bruno Hübner in einem Interview gesagt: „Marc ist in einem Alter, in dem er spielen muss, er braucht den Wettkampf. Vielleicht wird er sich im Sommer fragen, ob er nicht eine andere Chance wahrnehmen sollte.“

Stendera gelang es trotz aller Mühen offenbar nicht, die Eintracht-Bosse von ihrer Meinung abzubringen. Spätestens nach den in dieser Woche perfekt gemachten Leihgeschäften von Chico Geraldes (Sporting Lissabon) und Allan Souza (FC Liverpool) kann Hütter im zentralen Mittelfeld aus einer Fülle von Spielern wählen. Auf den technisch begabten, aber mit einem Tempodefizit kämpfenden Stendera legt der Trainer daher keinen Wert mehr. Stendera, der mit 22 Jahren immerhin schon 71 Bundesligaspiele auf dem Buckel hat, wird sich einen anderen Verein suchen müssen. Es soll bereits Interessenten geben.

„Quälix“-Fitmacher

Die Eintracht hat auch einen neuen Fitmacher: Werner Leuthard verstärkt ab sofort das Trainerteam. „Werner Leuthard ist eine Koryphäe in diesem wichtigen Bereich des Profisports, gerade auch was die Prävention von Muskelverletzungen betrifft“, sagte Eintracht-Manager Bruno Hübner. Der 56-jährige Athletiktrainer Leuthard hatte viele Jahre an der Seite von Felix Magath, der sich als „Quälix“ einen Namen machte, gearbeitet – unter anderem in Hamburg, Wolfsburg und beim FC Bayern München. Die Zusammenarbeit ist vorerst auf ein Jahr befristet.

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