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Eintracht Frankfurt: Marc Stendera will unter Adi Hütter noch einmal richtig angreifen

Andere Angebote soll es reichlich geben, vorerst will Stendera davon aber nichts wissen: Er gibt bei der Eintracht noch nicht auf.
Zuletzt kaum noch am Ball: Marc Stendera (vorne) Foto: DeFodi.de (imago sportfotodienst) Zuletzt kaum noch am Ball: Marc Stendera (vorne)
Frankfurt. 

Im Grunde steht Marc Stendera mit 22 Jahren noch am Anfang seiner Karriere. Und doch ist er schon am Scheideweg angekommen. Seit 2010 spielt der Mittelfeldspieler für die Frankfurter Eintracht, vier Jahre in der Jugend, seit 2014 bei den Profis in der Bundesliga. Stendera, in Kassel geboren, beim TSV Heiligenrode und dem OSC Vellmar vorangekommen, ist ein echtes Eigengewächs.

Bilderstrecke Sommerfahrplan: So läuft die Vorbereitung bei der Eintracht
<b>Trainingsauftakt: 2. Juli</b>
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Am 2. Juli ist die Sommerpause für die Eintracht offiziell beendet. Adi Hütter bittet die Mannschaft zur ersten Trainingseinheit der neuen Saison.<b>Testspiel beim Offenburger FV: 5. Juli</b>
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Das erste Testspiel steht drei Tage nach dem Trainingsauftakt an. Am 5. Juli ist die SGE zu Gast beim Landesligisten Offenburger FV. Es wird das erste Spiel des neuen Trainers sein.<b>Trainingslager in den USA: 7. - 15 Juli</b>
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Für die Adler geht es ins erste Trainingslager nach Salt Lake City, im US-Bundesstaat Utah. Trainieren wird die SGE bis 12. Juli RSL-Academy, bevor es die restlichen Tage nach Philadelphia geht.

Am Riederwald hat er die Ausbildung genossen, dort ist er nicht nur fußballerisch groß geworden, dort war er auch einer der ersten Bewohner des Internats im neuen Nachwuchsleistungszentrum. Draußen im Osten der Stadt, in der eigentlichen Heimat der Eintracht, hat er zu einer Karriere angesetzt, die schnurstracks nach oben zu verlaufen schien.

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Stendera hat in allen Juniorennationalmannschaften von der U 17 bis zur U 21 gespielt. Er hat nach zwei Jahren als Profi vor zwei Jahren seinen Vertrag bis 2020 verlängert. Dieses Talent wollten sich die Verantwortlichen langfristig sichern. Alles gut also? Mitnichten. Sein unbestreitbar großes Talent ist in der vorigen Saison quasi verschüttet gegangen. Nur sieben Mal wurde er in der Bundesliga eingesetzt, dazu noch zweimal im Pokal. „Ein verlorenes Jahr“, sagt sein Berater und Freund Sascha Bürger. Trainer Niko Kovac hatte das Vertrauen in das Talent verloren.

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Doch aufgeben will Stendera nicht. Und den vielen Ratschlägen nachgeben, sich doch einen anderen Club zu suchen und dort die gerade für junge Spieler so wichtige Praxis zu sammeln, will er auch (noch) nicht. Am 2. Juli startet die Eintracht in die Vorbereitung auf die neue Saison. Und dann will Stendera noch einmal richtig angreifen unter dem neuen Trainer Adi Hütter. Bis dahin, so hat er seinen Berater angewiesen, soll er Anfragen anderer Vereine, und die gibt es reichlich, nicht wirklich bearbeiten.

Bruno Hübner (l-r), Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, der neue Sportvorstand Fredi Bobic, Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing sind am 01.06.2016 in Frankfurt am Main (Hessen) auf dem Weg zu einer Pressekonferenz. Bobic ist Nachfolger des ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Bruchhagen. Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Aufsichtsratschef Steubing würde die Verträge der Eintracht-Vorstände „am liebsten in einem Aufwasch“ verlängern. Der Auf- und Umbau der Mannschaft könnte schwieriger werden.

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Aktuell erholt sich Stendera mit seiner Freundin auf den Seychellen. Mit dabei auch ein Personaltrainer, im Gepäck ein Trainingsplan, den er wie die anderen Eintracht-Profis von Fitnesstrainer Klaus Luisser bekommen hat. Stendera, dem immer ein gewisses Phlegma nachgesagt wird und der zweifellos nicht der ausgeprägte Sprintertyp ist, will an seinen körperlichen Defiziten arbeiten, sie weitgehend ausmerzen. Viel Wert legt er auch auf eine Umstellung der Ernährung. „Er tut alles, um fit hier anzutreten“, sagt sein Berater.

Bilderstrecke Gerüchteküche: Wer verstärkt und wer verlässt die Eintracht?
<b>Ante Rebic (Eintracht Frankfurt)</b>
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Der Kroatische Nationalspieler und Frankfurter Pokalheld wird mit einem Wechsel in die Englische Premier League in Verbindung gebracht. Tottenham und Huddersfield sollen Interesse am 24 Jahre alten Stürmer haben.
Damit ein Wechsel zustande kommt, müssten Vereine wohl eine stattliche Ablöse auf den Tisch legen, der Vertrag des Kroaten gilt noch bis 2021.<b>Branimir Hrgota (Eintracht)</b>
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Der nächste Abgang ist so gut wie fix: Branimir Hrgota, der in der abgelaufenen Saison nur sechs Einsätze hatte, sucht einen neuen  Verein. „Es gibt einen Markt für ihn und es gibt Anfragen“, sagt Manager Bruno Hübner. Die Eintracht hatte den schwedischen Stürmer vor zwei Jahren aus Mönchengladbach geholt. Unter anderem Hannover 96 soll sich um ihn bemühen.  (Stand: 19.06.2018)<b>Carlos Eduardo (Goias Esporte Clube)</b>
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"La Capital" und "Ligainsider" melden, dass die Eintracht am 21-jährigen Rechtsaußen Carlos Eduardo von Goias Esporte Clube interessiert ist. Der 1,73 Meter kleine Brasilianer wäre ein Ersatz für Marius Wolf, den es zum BVB gezogen hat. Neben der Eintracht soll auch der VfL Wolfsburg Interesse signalisiert haben. (Stand: 03.06.2018)

Den Defiziten stehen große Qualitäten gegenüber. Marc Stendera ist ein Mann, der genaue Pässe spielen kann, er ist ein guter Techniker, auch einer, der Freistöße schießen kann oder es zumindest einmal konnte. Insgesamt 78 Spiele hat er für die Eintracht in der Bundesliga absolviert, den richtigen Sprung aber noch nicht geschafft. Häufig hat das Verletzungspech das verhindert. Zwei Kreuzbandrisse (2013 und 2016) hat er in seiner noch jungen Karriere schon überwinden müssen. Doch Stendera ist ein Kämpfer, ist immer wieder zurückgekommen. Umso enttäuschter war er, dass er, obwohl gesundheitlich auf der Höhe, gerade im letzten halben Jahr von Niko Kovac keine Chance mehr bekommen hat. Viele gute Worte soll es gegeben haben, aber kaum noch Nominierungen. Nur ein einziges Mal hat er in der Rückrunde noch gespielt, im Januar gegen den SC Freiburg, dazu hatte er noch zweimal im Kader gestanden, ohne eingesetzt zu werden. Irgendwann war die Vertrauensbasis zerstört. Da haben auch persönliche Gespräche mit dem Trainer und viel Zuspruch aus dem Umfeld nicht mehr viel geholfen.

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Kulturen im Kader weiterhin verbinden, und zu Top-Leistung bringen.
Die Hauptaufgabe wird es sein, den Teamspirit der vergangenen Saison beizubehalten und Grüppchenbildung verhindern. Das letztjährige, erfolgreiche Experiment aus 17 Nationen nachhaltig weiterentwickeln.
Wir wünschen uns, dass diese Truppe weiterhin beweist, dass der bunt gemischte Kader kein Nachteil, sondern ein Vorteil ist.Stars der vergangenen Saison von eigenen Werten überzeugen, die Kovac-Jünger halten.
Ante Rebic und Kevin-Prince Boateng gelten als Kovac-Fans. Um sie zu halten muss sie der neue Trainer zeitnah von sich überzeugen. Wir wünschen uns, dass es ihm gelingt und die Leistungsträger bleiben.Mögliche weitere Abgänger gut kompensieren, Team für Europa breit aufstellen.
Lukas Hradecky, Marius Wolf und Alex Meier stehen als erste Abgänge fest. Sollten weitere hinzukommen, wünschen wir uns, dass das Team an diesen Schlüsselpositionen, wie bereits durch Torwart-Neuzugang Frederik Rönnow ausgebessert wird und es wieder eine schlagkräftige Mannschaft ergibt.

Nun will Stendera wieder alles auf Null stellen. Den neuen Trainer sieht er als neue Chance, als Motivation. „Nach der Vorbereitung werden wir dann einen Strich ziehen und sehen, was rausgekommen ist“, sagt Berater Bürger. Denn bei aller Liebe zur Eintracht, ein weiteres Jahr will Marc Stendera nicht verlieren.

(pes)

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