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Eintracht Frankfurt: Marco Russ hat zum dritten Mal die Chance den DFB-Pokal zu gewinnen

Von Nach 2006 und 2017 nimmt Marco Russ zum dritten Mal an einem DFB-Pokal-Finale teil. Und diesmal soll es endlich mit dem Titel klappen.
Sie kehren nach Berlin zurück: Marco Russ (links) und David Abraham. Foto: Bernd Thissen (dpa) Sie kehren nach Berlin zurück: Marco Russ (links) und David Abraham.
Frankfurt. 

275 Bundesligaspiele, 27 Pokalspiele, zum dritten Mal im Pokal-Finale: Marco Russ gehört zu den verdienten Veteranen bei der Frankfurter Eintracht. Vergleichbar vielleicht nur noch mit Alexander Meier. Der 32-Jährige könnte sich vor dem Pokal-Finale am Samstag in Berlin als abgeklärter Fußball-Profi geben, der schon fast alles erlebt hat. Aber Russ fühlt anders, und den vielen jüngeren Kollegen bei der Eintracht gibt er den Rat, es ihm gleich zu tun: „So ein Finale in Berlin ist ein Riesen-Highlight. Man freut sich drauf, auf die Atmosphäre. Wir alle sollten das einfach nur aufsaugen und genießen. Man steht nicht so oft im Leben im Pokal-Finale.“

Gestern ist Marco Russ auch gefragt worden, ob sich für ihn jetzt ein Kreis schließe. Jetzt, da das Ende seiner Karriere immer näher rückt, noch einmal ein solches Endspiel vor der Brust zu haben. Russ denkt kurz nach und verneint dann. Man kann das verstehen, wenn man seine jüngere Lebensgeschichte auf dem Schirm hat.

„Der Kreis hat sich schon im vergangenen Jahr geschlossen“, sagt der gebürtige Hanauer. Auch 2017 reiste Marco Russ mit der Eintracht zum Pokal-Finale nach Berlin. Damals hieß der Gegner Borussia Dortmund und Russ saß auf der Bank: „Fast genau ein Jahr, nachdem ich die Diagnose bekommen habe.“ Bei Marco Russ war unmittelbar vor dem ersten Relegationsspiel 2016 gegen den 1. FC Nürnberg Hodenkrebs erkannt worden. Er hat ihn mit eisernem Willen und nach zwei Chemotherapien überwunden. Und er hat sich zurück in die Mannschaft gekämpft. So fit wie derzeit war Marco Russ schon lange nicht mehr.

Der Innenverteidiger gibt sich vor dem Gang in Berlin gegen Bayern München selbstbewusst. „Auch wenn das viele anders sehen: Wir haben definitiv eine Chance, gegen Bayern zu gewinnen“, sagt Russ: „Es wird mal Zeit für uns. Wir trauen uns absolut zu, am Samstag zu überraschen.“

Trotz der 0:1-Niederlage beim FC Schalke 04 im letzten Saisonspiel und dem damit zunächst verpassten Einzug als Tabellenachter in die Qualifikation zur Europa League sei die Stimmung in der Mannschaft positiv. „Wir waren enttäuscht und über einige Situationen auch sauer, aber jetzt zählt nur das Thema Berlin“, sagt Russ.

Auch 2006 waren die Münchner die Endspiel-Gegner und mit 1:0 auch die Sieger. „Damals war der Unterschied zwischen den Bayern und uns noch krasser“, meint Russ. „Auch wenn wir um die Stärke der Bayern natürlich wissen: Stuttgart hat gezeigt, dass sie schlagbar sind. Der VfB hat mit gefühlt 20 Prozent Ballbesitz 4:1 gewonnen.“ Seine Strategie für den Erfolg lautet: „Wir müssen so auftreten, wie wir das in 80 Prozent der Spiele in dieser Saison getan haben. Ein bisschen eklig und unangenehm.“

Die Frankfurter bereiten sich in dieser Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den Berlin-Auftritt vor und fliegen am Donnerstag in die Hauptstadt. Dort wird sich auch erst herauskristallisieren, wer in der Startelf steht und wer auf der Ersatzbank sitzt. Weil pünktlich zum Finale Makoto Hasebe, David Abraham und Carlos Salcedo allesamt spielen können, droht dem 32-Jährigen wieder ein Platz auf der Bank. „Jeder will spielen, und es wird Enttäuschungen geben“, weiß Marco Russ: „Aber wenn wir den Pott holen, stehen alle von uns da und dürfen ihn in die Höhe stemmen.“

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