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Eintracht Frankfurt: Mascarell wird operiert – Wo ist Haller?

Jene Frankfurter Mannschaft, die in der Vorrunde der vergangenen Saison so starke Leistungen gebracht hat, gibt es im Grunde nicht mehr. Ob Neuzugang Haller noch in die USA nachreisen kann, ist sehr ungewiss. Und auch Mascarelll und Hradecky bereiten Sorgen.
Omar Mascarell im Eintracht-Training: Auf dieses Bild werden die Fans wohl noch eine Weile warten müssen. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Omar Mascarell im Eintracht-Training: Auf dieses Bild werden die Fans wohl noch eine Weile warten müssen.
Frankfurt. 

So ganz überraschend kommt es nicht mehr, und doch ist es für die Frankfurter Eintracht eine ganz schlechte Nachricht. Omar Mascarell wird nun doch an der Achillessehne operiert und fällt damit vermutlich für das gesamte Jahr aus, kann also in der Vorrunde nicht mehr spielen.

Seinen letzten Einsatz hatte Mascarell am 25. April in Pokal-Halbfinale in Mönchengladbach. Schon in den Wochen zuvor hatte er nur mit Schmerztabletten und schmerzstillenden Spritzen spielen können, nach dem Pokal-Drama wurden die Schmerzen dann so stark, dass nichts mehr ging.

Die Frankfurter Ärzte hatten wohl von Beginn an empfohlen, zu operieren, doch andere Mediziner, vor allem jene aus Spanien, hatten eine konservative Behandlung zunächst vorgezogen.

Dazu muss man wissen, dass Mascarell zwar bei der Eintracht einen Vertrag bis 2019 hat, doch dass Real Madrid eine Rückkaufoption besitzt und ganz offenbar auch im medizinischen Bereich mitspricht.

So ist es auch kein Wunder, dass die erste Meldung über die bevorstehende Operation, die in der Schweiz durchgeführt werden soll, von der Real-nahen spanischen Sportzeitung „Marca“ gekommen ist. In jedem Fall haben Mascarell und die Eintracht mehr als zwei Monate Zeit durch die nun doch nur verschobene OP verloren.

Für Mannschaft und Trainer ist der langfristige Ausfall des 24 Jahre alten Mittelfeldspielers ein weiterer schwerer Rückschlag. Jene Frankfurter Mannschaft, die in der Vorrunde der vergangenen Saison so starke Leistungen gebracht hat, gibt es im Grunde nicht mehr. Einige Spieler wie Jesus Vallejo, Szabolcs Huszti oder Ante Rebic haben den Verein verlassen, andere wie Bastian Oczipka und angeblich auch Lukas Hradecky wollen den Verein verlassen und wieder andere wie eben Mascarell oder Alex Meier sind verletzt und fallen länger aus.

Gespräch mit Hradecky

Hradecky hat sich derweil gestern während des Trainingslagers in den USA zu seiner Situation geäußert. „Es gibt sicherlich eine Chance, dass ich bleibe. Hier werden keine Gespräche geführt, erst wieder zu Hause in Frankfurt“, meinte der Torhüter. Heißt: Viel Neues gibt es in diesem Vertragspoker offenbar nicht. Fakt ist weiterhin, dass die Eintracht den Keeper gern langfristig an sich binden würde, um einen ablösefreien Weggang nach der kommenden Spielzeit zu verhindern.

Wann und ob Sébastien Haller in die USA nachreisen wird, ist derweil weiter offen. Der Franzose, der am Donnerstag wegen fehlender Einreisedokumente nicht mitfliegen konnte, soll weiterhin so schnell wie möglich nachreisen. Zunächst hieß es, dass er schon am Samstag im Kreis der Mannschaft sein sollte, dann war die Rede vom Anfang der Woche. Nach dem Spiel in Seattle hatte Trainer Niko Kovac gesagt, „dass vor Montag nichts passiert“. Und das Fehlen als nicht besonders schwerwiegend bezeichnet. Haller habe ja wenigstens keinen Flugstress und könnte sich so zu Hause gut vorbereiten. Eine durchaus erstaunliche Aussage für einen Trainer, der auf einen seiner wichtigsten Neuzugänge beim Training verzichten muss.

Weitere Verlautbarungen zu Haller hatte es bis zum späten Montagabend von der Eintracht nicht gegeben. Und so hat sich gestern wieder die Frage gestellt: Wo ist eigentlich Haller? Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass er überhaupt keine Einreisegenehmigung für die Staaten erhalten wird und dementsprechend zu Hause bleiben muss. Aber mit wem trainiert er in Frankfurt?

Insgesamt sieben Trainer beschäftigt die Eintracht, alle sieben sind mit im Trainingslager. Darunter auch der Neuzugang des Trainerteams, Markus Murrer. Der 35 Jahre alte Fitnesstrainer ist vom Eishockey-Club Red Bull Salzburg gekommen und arbeitet an der Seite von Klaus Lussier und Martin Spohrer.

Zurück zu Haller. Auch am Riederwald, bei Alexander Schurs U 19, ist er nicht im Training. Und so wird Haller, vermutlich auch die anderen Daheimgebliebenen Jan Zimmermann und Yanni Regäsel, wohl in einem der Eintracht verbundenen Reha-Studios arbeiten oder für sich selbst Waldläufe absolvieren.

(pes,nape)
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