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Eintracht Frankfurt: Medojevic bekommt neuen Vertrag

Von „Medo“, wie sie ihn nennen, ist endlich wieder fit. Das will Eintracht-Trainer Niko Kovac für sein Team nutzen.
Lang, lang ist’s her: In der Saison 2015/16 konnte Slobodan Medojevic seinen Treffer gegen Bayer Leverkusen bejubeln. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Lang, lang ist’s her: In der Saison 2015/16 konnte Slobodan Medojevic seinen Treffer gegen Bayer Leverkusen bejubeln.
Frankfurt. 

Knapp drei Jahre hat Slobodan Medojevic bei der Frankfurter Eintracht unter Vertrag gestanden. Im Spätsommer 2014 hatten die Frankfurter den serbischen U 21-Nationalspieler für 1,5 Millionen Euro Ablöse vom VfL Wolfsburg geholt. Nach vielen Verletzungen und wenigen Spielen schien die Zeit des Mittelfeldspielers nach Ablauf des Vertrages in diesen Tagen zu Ende zu gehen. Doch ein Spiel, ein ganz besonderes Spiel, das Pokalfinale in Berlin gegen Borussia Dortmund (1:2) hat alles verändert. Medojevic wurde von Trainer Niko Kovac überraschend in der Anfangsformation aufgeboten und machte seine Sache so gut, dass der Trainer schon gleich nach dem Abpfiff darüber nachdachte, den auslaufenden Vertrag vielleicht doch zu verlängern. Nun, knapp zwei Wochen später, deutete alles darauf hin, dass es tatsächlich so kommen wird und Medojevic einen neuen Einjahresvertrag unterschreiben wird. „Wir haben miteinander gesprochen“, sagte Medojevic am Donnerstag, „noch ist nichts definitiv, aber ich würde mich sehr freuen, wenn es klappt.“ Am Freitag war es aber dann definitiv: Medojevic bekommt einen neuen Einjahresvertrag.

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Kevin Trapp vermied zu viel Eigenlob. „Ich spreche ungern über mich. Aber ich denke, das Debüt war okay“, sagte der Torwart von Paris St.

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Zwei Tage nach dem Endspiel war Medojevic mit dem Auto in seine serbische Heimat nach Novisad gereist. Mit guten Gefühlen. Und die waren nicht nur in der Hochzeit seiner Schwester begründet, die er am Wochenende gemeinsam mit der ganzen, großen Familie gefeiert hat. „Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Mannschaft war“, sagte er, „ich habe mich in Frankfurt immer wohl gefühlt, obwohl es eine schwere Zeit war.“ Die Anteilnahme während seiner schlimmen Verletzungsserie hatte ihn sehr beeindruckt. „Ich habe viele freundliche Menschen kennengelernt, ich habe auch viele Freundschaften geschlossen“, hat er gesagt, „das werde ich nie vergessen.“

Auf einen neuen Vertrag hat der 26 Jahre alte Profi gehofft, aber wirklich damit gerechnet hat er nicht. Konnte er auch nicht. Denn in der letzten Saison hat er tatsächlich nur ein Spiel bestritten, eben das Endspiel. Das ist eine Geschichte wie aus einem Märchen. Insgesamt nur 28 Bundesligaspiele hat er für die Eintracht bestritten, je vierzehn in der Saison 14/15 und 15/16, das letzte am 12. März 2016 beim 0:3 in Mönchengladbach. Es war damals das erste Spiel von Trainer Niko Kovac und Medojevic hatte 90 Minuten auf dem Platz gestanden. In der Woche darauf aber wurden die Achillessehnenschmerzen, die ihn schon lange geplagt hatten, so stark, dass es nicht mehr weiter ging. Wochen und Monate hatte er zuvor bei Training und Spielen nur mit Medikamenten durchgehalten. Nun musste er wegen eines Achillessehnenanrisses pausieren. Und ließ sich in der Folge operieren.

Auch wenn er am zweiten Spieltag in Darmstadt und am achten Spieltag in Hamburg im Aufgebot gestanden hatte, der Anschluss wollte nicht mehr so richtig gelingen. Vor allem, weil er nie hundertprozentig fit war. Als Folge der Achillessehnen-OP bereitete nun das Knie Probleme. Und so musste Medojevic mehr in der Reha arbeiten als auf dem Platz trainieren. Umso überraschender kam dann der Einsatz im Pokalendspiel. Nach knapp zwei Wochen Training mit den Kollegen war dies auch der personellen Not im Mittelfeld geschuldet. Medojevic, der so viel Pech mit Verkettungen hatte, profitierte da einmal vom Pech der Kollegen Makoto Hasebe und Omar Mascarell, die wegen Verletzungen nicht dabei sein konnten. „Der Trainer hat mir Vertrauen geschenkt, das war fantastisch“, sagte Medojevic, der im Finale dann lief, solange ihn die Füße trugen. Nach einer knappen Stunde musste er entkräftet vom Platz. „Er hat seine Sache außerordentlich gut gemacht“, lobte später Trainer Kovac. Das größte Lob aber waren die Einschätzungen der Kritiker: Als er den Platz verlassen hatte, hatte es einen Bruch im Eintracht-Spiel gegeben.

Bilderstrecke Eintracht-Gerüchteküche: Wer wird als Neuzugang gehandelt?
Die Planungen für die kommende Spielzeit sind in vollem Gange. Niko Kovac und Fredi Bobic sind auf der Suche nach neuen Verstärkungen für die Eintracht. Wer wird bei den Adlern aus Neuzugang gehandelt? Wir geben einen Überblick über die Gerüchte.<br/><br/>
<b>Luka Jovic (Benfica Lissabon)</b><br/><br/>
Luka Jovic kommt. Das bestätigte jetzt Bruno Hübner. Der Wechsel stehe kurz vor dem Abschluss. Zu den Details schwieg er. (Stand 20.06.2017) Laut BILD-Zeitung soll der 19 Jahre alte Jovic für 100.000 Euro Leihgebühr von Benfica Lissabon für zwei Jahre ausgeliehen werden. Der Mittelstürmer kam mit vielen Vorschusslorbeeren nach Portugal und galt als "Super-Talent". Benfica zahlte 6,5 Mio. Euro für ihn an Limassol. Durchsetzen konnte sich der junge Mann aus Bosnien-Herzegowina aber bislang nicht.<b>Daichi Kamada (Sagan Tosu)</b><br/><br/>
Die japanische Redaktion von Football Tribe will erfahren haben, dass die SGE ein offizielles Angebot für Daichi Kamada von Sagan Tosu abgegeben hat. Der 20 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler spielt mit seinem Verein in der ersten japanischen Liga. Er ist Stammspieler und konnte in dieser Saison in 15 Spielen 6 Scorerpunkte sammeln. (Stand: 20.06.2017)<b>Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach)</b><br/><br/>
Wird Hahn neue Offensivkraft bei der Eintracht? Ein Wechsel sei nicht realistisch, verkündete zuletzt Bruno Hübner. (Stand: 20.06.2017) Laut BILD hatte die SGE lange Interesse am Gladbacher, der keine Stammkraft unter Dieter Hecking ist. Hahn hat aber einen Marktwert von 6 Mio. Euro. Aufgrund des womöglich hohen Preises hat die Eintracht Abstand von einem Transfer genommen, verriet Hübner nun.
Bilderstrecke Eintracht: Die Schulnoten der Spieler für 2017
Wir haben die Eintracht-Spieler für das Jahr 2017 mit Schulnoten bewertet. Beginnend mit dem Spiel in Leipzig, endend mit dem Pokalfinale in Berlin.<br><br>
<b>Lukas Hradecky (Note 3,0):</b> <br><br>Brachte die Eintracht ins Pokalendspiel, ließ in der Liga aber nach. Eminent wichtig fürs Innenleben des Teams.<b>Heinz Lindner (3,0) </b> <br><br>
Zwei Einsätze, eine Beurteilung, er kann Bundesliga.<b>Guillermo Varela (4,5) </b> <br><br>
Oft verletzt, konnte sein Talent nur selten zeigen. Wegen einer Dummheit rausgeworfen.
Bilderstrecke Abgänge: Diese Spieler verlassen die Eintracht
Bastian Oczipka zieht es ein Jahr vor Vertragsende zum Ligakonkurrenten FC Schalke 04.Fukan Zorba zieht es zum Drittligisten Vfl Osnabrück. Dort unterschreibt der 19 Jahre Innenverteidiger einen Vertrag bis 2019. Über die Details des Wechsels ist nichts bekannt.Michael Hector. Der kantige Innenverteidiger war nur auf Leihbasis in Frankfurt und geht wieder zurück zum FC Chelsea.

Nun wird es also zum größten Happy End seit der Rückkehr von Marco Russ nach seiner Krebserkrankung kommen. Die Eintracht bindet Medojevic für ein weiteres Jahr binden. „Ich will zeigen, dass ich gut spielen kann“, sagt er.

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