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Eintracht Frankfurt: Meier schwerer verletzt als angenommen

Von Meiers Knieschmerzen lassen nicht nach und haben nun doch noch einen triftigeren Grund. Die Hoffnung auf das Hoffenheim-Spiel aber bleibt.
Schmerz lass’ nach: Mit seiner Knieverletzung kommt Meier einfach nicht richtig auf die Beine. Foto: Christian Klein (Foto Klein) Schmerz lass’ nach: Mit seiner Knieverletzung kommt Meier einfach nicht richtig auf die Beine.
Frankfurt. 

Sie wollten es eigentlich nicht an die große Glocke hängen bei der Frankfurter Eintracht, doch nun ist es doch an die Öffentlichkeit gelangt. Die Verletzung von Kapitän Alexander Meier ist doch schwer als ursprünglich angenommen. Offiziell war seit Wochen von einen Einriss im sogenannten „Hoffaschen Fettkörper“ die Rede, doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Nachdem die Schmerzen einfach nicht nachgelassen hatten, wurden weitere Untersuchungen angestellt. Und danach waren sich Dr. Bernhard Segesser, das ist Meiers Vertrauensarzt in der Schweiz, und Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth, das ist der Arzt der deutschen Nationalmannschaft, einig. Meier leidet, so hat es die Bild-Zeitung gemeldet, an einem Knochenödem am Schienbeinkopf im Knie.

Bilderstrecke Alex Meier - Eine Frankfurter Erfolgsgeschichte
Die Frage sollte eher lauten: Was wäre, wenn der Fußball-Gott nicht einer von uns wäre? Ist er aber, unser Alex Meier, AMFG14, Torschützenkönig, lebende Eintracht-Legende. Seit der Saison 2004/2005 läuft Alex Meier für die SGE auf und hat sich zum Gesicht des ganzen Vereins entwickelt. Wir gehen auf Zeitreise...<b>Saison 2004/2005</b><br></br>

Meiers erstes Jahr in Frankfurt. Damals ist der 22 Jahre junge offensive Mittelfeldspieler noch ausgeliehen vom HSV. Jubeln kann er schon damals. Und Anlass dazu hat er auch oft genug...<b>Saison 2004/2005</b><br></br>

Ganze neun Tore kann Meier für die Eintracht in seiner ersten Spielzeit erzielen. Und achtmal liefert er die Vorarbeit für die Treffer der Mitspieler. Eine Top-Quote für den jungen Spieler. Wenn auch vorerst nur in der zweiten Liga. Damals wird schnell klar: Für die SGE soll er noch einige Mal mit der Mannschaft einlaufen...

Dies sei „sehr schmerzhaft“ bestätigte Meier dieser Zeitung, und die beste Therapie sei Ruhe. Doch in der Situation der Eintracht ist das leichter gesagt als getan. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wird der beste Torjäger dringend gebraucht. Nicht am nächsten Samstag gegen Bayern München, aber eine Woche später gegen die TSG Hoffenheim. Den 33 Jahre alten Meier bis dahin wieder fit aufs Feld zu bekommen, bleibt das Ziel aller Bemühungen. „Darauf arbeite ich hin“, sagt Meier. Eine noch schwerer Verletzung werde er allerdings nicht riskieren

Nicht nur Meiers Fehlen hat dazu geführt, dass es ein durchaus ungewöhnliches „Trainingslager“ ist, das die Frankfurter Eintracht an diesem Samstag dann hinter sich gebracht hat, mit wenigen Spielern, aber mit hoher Intensität. Während der eine oder andere Trainer der Liga den Nicht-Nationalspielern vor dem Endspurt eher Pausen gegönnt hat, hat Niko Kovac in Frankfurt das Tempo und die Anforderungen angezogen. Es wurde und wird also viel trainiert und hart trainiert. Kovac weiß natürlich, dass er in der Kürze der Zeit am konditionellen Zustand der Mannschaft nichts Gravierendes mehr verändern kann, aber er will mit der Arbeit das Gemeinschaftsgefühl stärken, auch die Sinne schärfen vor den letzten entscheidenden Wochen. „Nur gemeinsam können wir es schaffen“, sagt er, „und gemeinsam werden wir es auch schaffen.“

Die Chance genutzt: Timothy Chandler (vorne) spielt wieder, Bastian Oczipka nicht mehr.
Eintracht Frankfurt Eintracht: Chandler der erste Sieger

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist dank dem neuen Trainer zumindest zum Teil neu aufgestellt.

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Das also ist die Ansage an die Spieler. Die Gemeinschaft versucht er auch mit vielen Kleinigkeiten zu fördern wie gemeinsamem Frühstück oder Mittagessen. Gehen Übungen einzelner Spieler beim Training schief, müssen alle die Übung wiederholen. Der neue Coach versucht neue Reize zu setzen. Dazu gehört auch, dass er die geplanten freien Tage über Ostern abhängig gemacht hat von den Leistungen. Kovac war wohl nicht unzufrieden: Am Ostersonntag und -montag jedenfalls gibt es nun zwei freie Tage, am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf München.

Die gegenüber seinem Vorgänger andere Herangehensweise soll auch im taktischen Bereich seinen Niederschlag finden. Mehr laufen sollen die Spieler, fordert Kovac, mehr kämpfen, einfacher spielen, kompakter stehen. Dass die Eintracht beim 1:0 gegen Hannover rund vier Kilometer mehr gelaufen ist als ihr Gegner, hat der Trainer neben den drei Punkten als weiteren Erfolg verbucht. Dieses Laufvermögen war auch der Beweis, dass er die Mannschaft in einem guten körperlichen Zustand übernommen hat. Die Unterschiede auf dem Platz haben weniger mit den physischen Voraussetzungen als vielmehr mit taktischen Anforderungen zu tun. Vielleicht auch mit der neuen Motivation, die ein Trainerwechsel ganz automatisch mit sich bringt.

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