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Training mit dem Fußballgott: Meier wird bei der Saisoneröffnung gefeiert wie kein anderer

Alexander Meier wird bei der Frankfurter Stadionparty gefeiert wie kein anderer. In zwei Monaten will er wieder auf dem Platz stehen.
Hilfe vom Profi: Der junge Alexander nimmt Meiers Vorlage auf. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Hilfe vom Profi: Der junge Alexander nimmt Meiers Vorlage auf.
Frankfurt. 

Um 14.50 Uhr ging plötzlich ein Raunen durch die Ränge. Das weite Oval der Frankfurter Arena war an diesem Sonntag noch eher spärlich besetzt, und richtig laut war es bei der im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier üblichen Vorstellung der einzelnen Spieler bis dahin nicht unbedingt geworden. Als aber Alexander Meier den Rasen betrat, änderte sich das. Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten wurde von den Fans gefeiert wie kein anderer, mit dem ihm verliehenen Ehrentitel: „Alex Meier Fußballgott!“ – und der derart Gehuldigte genoss dieses Bad in der Menge, in ansonsten nicht ganz leichten Zeiten.

„Es ist etwas Besonderes, wenn ich so empfangen werde“, sagte er, „dafür kann ich mich nur bedanken, das macht mich stolz.“ Und hilft vielleicht als Motivation bei der harten Arbeit am Comeback. Meier hat es in diesem Sommer schwer getroffen. Erst verletzte er sich im USA-Urlaub beim Lauftraining am Knöchel und musste operiert werden, dann wurde auch noch eine Borreliose-Erkrankung festgestellt. Lange musste der 34-Jährige deshalb Antibiotika nehmen, seit ein paar Tagen nun nicht mehr. Die Reha wegen der Fuß- und Knöchelverletzung kann er weiter kontinuierlich steigern, nachdem er zuletzt hauptsächlich Lauftraining absolviert hat. „Ich kann jetzt ganz normal trainieren“, sagt er.

In zwei Monaten, so hofft Meier, kann er wieder auf dem Platz stehen. Ob die Krankheit überwunden ist, wird sich freilich erst bei einer neuen Blutuntersuchung in einigen Wochen zeigen. Bis dahin muss Meier andere Medikamente einnehmen, dann noch einmal eine Woche Antibiotika. „Es war ja ein Zufallsbefund“, erklärt er, „ich hatte vorher keine Probleme und habe jetzt keine.“ Meier war es sogar zum Scherzen zumute. „Ich habe ja schon ein paar Jahre mit der Krankheit ganz gut gespielt“, witzelte er, „ich will gar nicht wissen, was los gewesen wäre, hätte ich das nicht gehabt.“

Für eine Einheit auf dem Trainingsplatz vor der Arena reichte es sogar am Sonntag schon. Freilich noch nicht wieder mit allen Kollegen aus dem Bundesliga-Kader, sondern mit Kindern aus dem Kids-Club der Junior-Adler – ein Angebot für junge Eintracht-Fans bis zum Alter von 14 Jahren. 6300 Mitglieder gibt es, rund 50 von ihnen durften im Rahmen der Stadionparty mit ihren Helden trainieren und sich einen Traum erfüllen. Meier, Lukas Hradecky, David Abraham und noch acht andere Profis wurden bei dieser Gelegenheit selbst zu Trainern und zeigten dem Nachwuchs eine Stunde lang, wie gedribbelt und geschossen wird. Für den Torabschluss ist Meier der Frankfurter Spezialist – und hoffentlich möglichst bald dann wieder selbst im Einsatz.

(mka,pes)
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