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Eintracht Frankfurt: Nach dem Trainingslager: Wer hat sich in den Vordergrund gespielt und wer nicht?

Nach dem Trainingslager in Gais hat Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac seinen Spielern zwei Tage frei gegeben, ab Donnerstag beginnt die Vorbereitung auf die letzten beiden Freundschaftsspiele (Samstag gegen Betis Sevilla in Wiesbaden und Sonntag gegen den FSV Frankfurt im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier). Vier Wochen Vorbereitung in Frankfurt, den USA und Südtirol, liegen hinter Trainern und Spielern. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt zieht eine Bilanz: Wer sind die ersten Gewinner, wer die ersten Verlierer?
Wenn er bleibt, ist Lukas Hradecky die Nummer eins im Eintracht-Tor. Jan Zimmermann (hinten) wird da nur die Rolle des Ersatzmannes bleiben. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Wenn er bleibt, ist Lukas Hradecky die Nummer eins im Eintracht-Tor. Jan Zimmermann (hinten) wird da nur die Rolle des Ersatzmannes bleiben.

Gewinner

  Lukas Hradecky: Der Torwart hat das Vertragstheater mit stoischer Ruhe über sich ergehen lassen. Der Finne ist vertragstreu und niemand zweifelt, dass er auch in der kommenden Saison gute Leistungen bringen wird. Die ganzen öffentlichen Diskussionen in der Sommerpause haben sich als Sturm im Wasserglas entpuppt.

  David Abraham: Er ist im Grunde der einzige unverzichtbare Spieler. Würde ihm etwas passieren, hätte die Eintracht ein Riesenproblem. Bei fast allen anderen würde Trainer Kovac den Weg eines teuren Verkaufs im Sinne der Wirtschaftlichkeit mitgehen, beim argentinischen Abwehrchef würde er sein Veto einlegen.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: David Abraham (rechts) und Marco Russ in San Francisco auf der Golden Gate Bridge. Bild-Zoom Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: David Abraham (rechts) und Marco Russ in San Francisco auf der Golden Gate Bridge.

  Max Besuschkow: Es gab Überlegungen, ihn eventuell an einen Zweitligisten auszuleihen. Dieser Plan wurde verworfen, weil der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler zu gut gespielt hat. Besuschkow hat die Chance genutzt, die sich ihm durch die Verletzungen anderer Mittelfeldspieler geboten hat. „Er tut alles für seinen Beruf“, adelt Kovac ihn, „er ist ein absoluter Vollprofi.“Die kleine Platzwunde, die er sich im Test gegen Benevento (1:1) zugezogen hat und die gleich am Abend im Hotel genäht worden ist, wird daran nichts ändern.

  Jonathan de Guzman: Drei Wochen Vorbereitung haben genügt, um vor allem den Trainer von seinen Qualitäten zu überzeugen. Den erfahrenen Holländer betrachtet Kovac als „Führungsspieler“.

Bilderstrecke Testspiel: Eintracht spielt 1:1 gegen Benevento Calcio
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Und de Guzman nimmt die Rolle an, ihn plagt keine falsche Bescheidenheit. Die Adduktorenverletzung, die ihn zuletzt am Training hinderte, soll harmlos sein.

  Mijat Gacinovic: Ist wie Fabián und Barkok nach verlängertem Urlaub später zum Team gestoßen.Doch im Gegensatz zu den Kollegen war der schmächtige Serbe von Anfang an wieder voll da. Hob das Team bei seinem Kurzeinsatz gegen Benevento sofort auf ein höheres Niveau und erzielte den Treffer zum 1:1-Ausgleich. Der Kleine kann ein Großer werden.

Torschütze im Testspiel gegen Benevento: Mijat Gacinovic. Bild-Zoom Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)
Torschütze im Testspiel gegen Benevento: Mijat Gacinovic.

  Alex Meier: Er ist zurzeit nicht mitten drin, nicht einmal dabei und doch hat Trainer Kovac ihn erneut zum Kapitän bestimmt.

Das ist verdiente Wertschätzung für den 34 Jahre alten Torjäger und „Fußballgott“ und Ansporn so schnell wie möglich nach Verletzung und Erkrankung zurückzukehren. Die Fans warten schon auf ihn.

Verlierer

  Marco Fabián: Nach der Teilnahme am Confed Cup ist er später zum Team gestoßen. Doch im Trainingslager ist er nur gejoggt und Fahrrad gefahren. Von einer Prellung am Knie, von Schmerzen, die in den Oberschenkel ziehen, ist die Rede. „Alles nicht so schlimm“, sagt der Trainer. Und doch erinnert Fabián im Juli an Fabián im Januar. Auch in der Wintervorbereitung ist der Mexikaner ausgefallen und hat danach Wochen gebraucht, um wieder in Form zu kommen. Ähnliches wäre jetzt fatal, denn die Eintracht braucht ihn dringend.

  Andersson Ordonez: Man muss aufpassen, um dem Ecuadorianer nicht Unrecht zu tun. Ein bisschen Zeit und Geduld hat er noch verdient. Und doch drängt sich der Verdacht auf, dass es für die Bundesliga nicht reichen könnte. Im Testspiel gegen Sassuolo (1:1) fiel er stark ab, immer wieder muss er Trainingspausen einlegen, weil auch seine Gesundheit nicht wirklich stabil ist.

Bei ihm zwickt immer mal wieder etwas: Andersson Ordonez. Bild-Zoom Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)
Bei ihm zwickt immer mal wieder etwas: Andersson Ordonez.

  Marc Stendera: Wer die erste Halbzeit gegen Benevento gesehen hat, könnte ihn auch zu den Gewinnern zählen. Stendera war der aktivste, wollte sich und dem Trainer beweisen, dass er den Anschluss geschafft hat. Doch dann kam wieder eine Knöchelverletzung dazwischen. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht. Schon aus den USA hatte er wegen einer Schulterblessur abreisen müssen. Die hat sich dann als harmlos herausgestellt. Nun gilt es Daumen zu drücken, dass auch die Sprunggelenksverletzung ihn nicht schon wieder zu einer Pause zwingt. Denn so wird er nie fit.

  Marco Russ: Auch ein halbes Jahr nach überstandener schwerer Krebskrankheit ist er noch nicht wieder auf dem Stand der Kollegen. Mit Routine kann er sich helfen, aber eben nicht in allen Situationen. Freilich: Russ war auch schon vor der Krankheit ein Spätstarter in den Sommer-Vorbereitung.

  Yanni Regäsel: Er konnte nicht mit nach Amerika wegen einer Krankheit, er durfte nicht mit nach Südtirol aus Leistungsgründen. Deutlicher kann es der Trainer nicht machen, dass er keine Verwendung mehr für den Verteidiger hat.

  Nelson Mandela: Musste aus erzieherischen Gründen aus dem zweiten Trainingslager zu Hause bleiben. Seine undisziplinierte Spielweise, auch die eine oder andere Arroganz-Attacke haben dem Trainerteam nicht gefallen. Nur wenn er schnell dazulernt, wird er bald wieder dabei sein.

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