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Eintracht Frankfurt: Neubau: Eintracht wähnt sich in der Pole-Position

Kovac am 28.10.2016, nach dem Spiel in Borussia Moenchengladbach. Foto: Jan Huebner Kovac am 28.10.2016, nach dem Spiel in Borussia Moenchengladbach.
Frankfurt. 

Auch wenn Niko Kovac mitnichten mit seinem Abschied gedroht hatte, wenn sich die infrastrukturellen Bedingungen auf dem Stadion-Areal nicht verändern, wie es vor allem der HR immer wieder falsch berichtet, hat es der Trainer der Frankfurter Eintracht geschafft, Bewegung in die Angelegenheit zu bringen.

Der Club will ja bekanntlich eine neue Geschäftsstelle inklusive moderner Funktionsräume auf dem Arena-Gelände bauen und dafür gut 30 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Eintracht bevorzugt das seit Jahren für größere Ereignisse nicht mehr genutzte Areal rund um das Tennis-Stadion und hat dies bei der Stadt Frankfurt eindrücklich hinterlegt. „Es geht darum, ein wettbewerbsfähiges Umfeld für unsere Profimannschaft zu schaffen, die auch in der Zukunft erfolgreich Fußball spielen soll“, hat Marketing-Vorstand Axel Hellmann festgestellt. Um die Nutzung des Geländes ist allerdings ein Streit entbrannt, denn auch der ehemalige Tennisprofi Alexander Waske will dort seine Elite-Akademie unterbringen. Nun sagte Sportdezernent Markus Frank gegenüber HR-online: „Ich bin begeistert vom derzeit großen Erfolg der Eintracht und wir wollen, dass das so bleibt.“ Liest man zwischen den Zeilen, kann die Eintracht durchaus als Favorit beim Kampf um das begehrte Stück Bauland gelten. „Die Eintracht ist unter den ersten drei, wenn es ums Image der Stadt geht“, erklärte der Sportdezernent, „da muss man sie unterstützen.“

Als Entscheidung pro Eintracht kann dies aber (noch) nicht gelten, freilich befindet sich der Club nicht erst durch diese Aussage in der Pole Position. Zunächst einmal aber setzt die Stadt auf eine Kompromisslösung. „Ziel ist es, Eintracht und Tennis gemeinsam unterzubringen“, sagt der CDU-Politiker. Sollte dies freilich nicht möglich sein, müssten die Argumente „ergebnisoffen“ ausgewertet werden. Dafür hat die Stadt das Architekturbüro „Albert Speer und Partner“ beauftragt, mögliche Flächen rund um die Arena für die Expansionspläne des Bundesligisten auszuloten. Neben der Tennisanlage wären Neubauten auch am ehemaligen Stadionbadhotel und auf dem derzeitigen Parkplatz „P 9“ möglich. Den freilich hält die Polizei für außerordentlich wichtig bei Bundesligaspielen. Denn dort werden die Busse der gegnerischen Fans untergebracht. Zudem wäre ein Wegfall weiterer Parkplätze für alle Veranstaltungen in der Arena nicht wirklich förderlich.

Für die Eintracht sind die Prioritäten klar. „Der ideale Standort wäre die Tennisanlage“, sagt Hellmann. Waske sieht das anders. In einem öffentlichen Brandbrief an die Stadt hat er versucht, seine Sicht der Dinge deutlich zu machen. „Kein Fußballbeton auf Tennissand, wir wollen keine sportliche Monokultur in unserer Stadt“, hat er plakativ geschrieben, das Vorgehen von Eintracht (Hellmann) und Stadt (Frank) sei „irritierend“.

Eine Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen, wenn sich der Aufsichtsrat der „Sportpark Stadion GmbH“ trifft. Die Eintracht drängt auch auf eine schnelle Entscheidung, will sie doch so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen und ihn spätestens bis 2020 abschließen.

(pes)
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