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Eintracht Frankfurt: Niko Kovac: "Erstmal die Hausarbeiten machen"

Nach dem Erfolg in der Fremde soll der erste Heimsieg her. Dabei hat Eintracht-Trainer Kovac schon die nächsten Aufgaben im Hinterkopf.
<span></span> Foto: Mika Volkmann (imago sportfotodienst)

Üblicherweise denkt man in der Welt des Fußballs von Spiel zu Spiel, das ist einer der Leitsätze nicht nur im großen Bundesliga-Betrieb. In diesen Tagen allerdings, wenn so früh in der Saison schon eine sogenannte englische Woche mit drei Pflichtterminen innerhalb von acht Tagen ansteht, ist das bei der Frankfurter Eintracht und auch anderswo zumindest ein bisschen anders. „Köln und Leipzig haben wir immer im Hinterkopf“, sagte Niko Kovac gestern zu seinen aktuellen Personalplanungen. Trotzdem gilt es natürlich, einen Schritt nach dem anderen machen, und deshalb betont der Frankfurter Fußballlehrer auch: „Wir müssen erst einmal am Samstag unsere Hausarbeiten machen. Danach kann man sehen, wer für die anderen Spiele in Frage kommt.“

Der erste von den drei anstehenden Aufträgen ist dabei ganz klar – gegen den FC Augsburg soll heute (15.30 Uhr) der erste Heimsieg der noch jungen Saison her. „Wir sind darauf aus, die drei Punkte aus Gladbach zu vergolden. Das geht nur, wenn man gewinnt“, fordert Kovac die Seinen. Das jüngste 1:0 bei Borussia Mönchengladbach hat gewiss gut getan, nachdem man sich mit dem 0:0 beim SC Freiburg zum Rundenstart und dem folgenden 0:1 in eigener Arena nicht für insgesamt ordentliche Leistungen belohnen konnte. „Es war nicht alle schlecht, es war nicht alles gut“, urteilt der Trainer. „Wir sind ganz gut in die Saison reingekommen. Die Anzahl der Punkte hätte vielleicht höher sein könne, aber das werden andere auch sagen“, fasst er rückblickend zusammen. Seine Hoffnung für Zukünftiges, sagt Kovac schon etwas philosophisch, generiere sich durch Arbeit: „Man muss arbeiten, dass etwas dabei rauskommt.“ Auf dem Trainingsplatz und in den Bundesliga-Stadien.

Die „eklige“ Eintracht

Für den nicht selbstverständlichen Erfolg am Niederrhein war dieser Arbeitseifer die Grundlage. Gegen die Eintracht zu spielen, sei „eklig“, urteilte Borussias Nationalstürmer Lars Stindl hinterher – was wohl eine Art Kompliment sein sollte für die fleißige Beackerung der Gladbacher durch die Frankfurter Gäste und von Kovac so auch gerne angenommen wurde. Der Trainer hebt bei seiner Mannschaft indes noch einen Fortschritt hervor: „Wir haben schon im letzten Jahr die Gegner 90 Minuten bearbeitet und wenig zugelassen. Was das Spiel nach vorne angeht, haben wir uns verbessert, glaube ich. Das sieht man an der Anzahl der Chancen“, betont er und hat auch eine Erklärung: „Dass wir mit einem zweitem zentralen Stürmer spielen, die Außenverteidiger mitbringen und zwei Achter offensiver Art haben, macht uns gefährlicher.“

Klingt nicht so, als würde er gegen Augsburg von dem Modell abgehen, das im Grunde schon seit Rundenbeginn umgesetzt wird. Was auch bedeutet, dass Kevin-Prince Boateng, der prominenteste Neuzugang des wechselvollen Frankfurter Sommers, fürs Erste in vorderster Reihe bleiben würde – zumal er den bislang einzigen Saisontreffer erzielt hat. „Das ist klar, dass ihn jetzt alle im Sturm sehen wollen, nachdem er das Tor gemacht hat“, weiß Kovac, will sich selbst da aber nicht so ganz dauerhaft festlegen: „Er ist vielseitig einsetzbar. Wenn man im Training sein Passspiel sieht, seine Ballannahme, seine Fähigkeit, Situationen vorauszuahnen, ist das schon eine andere Qualität. Es kann sein, dass wir ihn auch mal an anderer Stelle brauchen.“

Gegen Augsburg freilich dürfte Boateng den zweiten Spitzenjob neben Sebastien Haller behalten. „Da haben wir zwei, die vorne die Bälle sichern können“, sagt der Trainer. In die letzte Reihe wiederum wird wohl Makoto Hasebe nach überstandenen Knieproblemen zurückkehren – weshalb wiederum Simon Falette oder vielleicht eher Carlos Salcedo aus der Sieger-Elf von Gladbach weichen müssten.

Beim Versuch der „Vergoldung“ dieses Erfolgserlebnisses warnt Kovac auch eingedenk früherer Augsburger Erfahrungen: „Das wird ein intensives und schwieriges Spiel.“ Der FCA sei sehr „umschaltorientiert“, wolle nach Ballgewinnen den Gegner mit Geradlinigkeit und Schnelligkeit ausspielen. Leichte Ballverluste im Mittelfeld sind deshalb zu vermeiden, mahnt der Trainer, der einige Gemeinsamkeiten mit dem Besuch aus Augsburg findet: Beide Clubs galten vor der Saison vielen Experten als Abstiegskandidaten, beide haben nun immerhin schon vier Punkte aus drei Spielen gesammelt – und beide haben sich einen Ruf als unbequeme Gegner erarbeitet.

Nicht drei Mal dieselbe Elf

Da gilt es, voll dagegenhalten. Und dann mit der einen oder anderen frischen Kraft die nächsten Aufgaben in der Ferne beim 1. FC Köln am Mittwoch und bei RB Leipzig am Samstag darauf angehen. „Das ist intensiver Fußball und wenig Erholungszeit“, sagt Kovac allgemein zu englischen Wochen. Den Vorteil eines großen Kaders mit derzeit 24 einsatzbereiten Feldspielern würde er da gerne ausspielen. „Wir werden wie letztes Jahr sicher nicht drei Mal mit derselben Mannschaft spielen“, erklärt er. Heute allerdings, beim ersten Teil des Dreierpacks, spielen Frischefragen und Rotationsgedanken noch keine allzu große Rolle. Da müssen erst einmal die Hausarbeiten gemacht werden.

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