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Eintracht Frankfurt: Niko Kovac erwartet eine "sehr, sehr schwere Aufgabe"

Von Der Sechste gegen den Siebten: Am Sonntag will die Eintracht mit einem Sieg gegen Hoffenheim die Chancen auf Europa erhöhen.
Volle Konzentration fordert Niko Kovac für den Schlussspurt in der Fußball-Bundesliga. Foto: Thomas Frey (dpa) Volle Konzentration fordert Niko Kovac für den Schlussspurt in der Fußball-Bundesliga.
Frankfurt. 

War da etwas während der vergangenen vier Tage? Noch am Mittwochnachmittag hatte Niko Kovac sichtlich angespannt über seine Zukunft gesprochen – wobei weiterhin nicht feststeht, ob die in Frankfurt oder in München liegt. Gestern wirkte der Trainer der Frankfurter Eintracht schon wieder ruhig und gefasst. „Das ist einfach alles total nebensächlich“, sagte Kovac zu den Spekulationen um seine Person und möglichen Folgen für sein Befinden: „Das ist für die Medien interessant. Für mich ist es völlig uninteressant. Ich war gestern auf der Beerdigung eines vierjährigen Kindes. Es gibt so viel Wichtigeres im Leben als so eine Diskussion.“

Auch die Mannschaft habe die öffentliche Debatte um ihn ausgeblendet. „Es gibt bei uns keine Probleme. Die Mannschaft hat das im Training außerordentlich gut gemacht.“ Dass man sich in manchen Spielen zuletzt nicht immer belohnt habe, sei nicht auf diese Diskussionen zurückzuführen. Vor dem Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim am Sonntag (18 Uhr) sind die Reihen also fest geschlossen.

Die Erwartungen sind groß, die Sehnsucht nach Europa ist noch größer. Makoto Hasebe hat das Kräftemessen mit den Kraichgauern zu einem „Sechs-Punkte-Spiel“ ausgerufen. „Das Spiel hat eine große Bedeutung. Mit einem Sieg wäre Platz sieben wohl gefestigt“, geht der Trainer etwas mehr in die analytische Tiefe. Im Endklassement würde der voraussichtlich den Einzug in die Europa-League-Qualifikation ermöglichen. Momentan belegt die Eintracht Rang sechs, mit drei Punkten Vorsprung auf die Hoffenheimer auf Platz sieben.

Eine „sehr, sehr schwierige Aufgabe“ erwartet Kovac für Sonntag. Hoffenheim habe eine „tolle Mannschaft“, pflege einen sehr attraktiven Spielstil und könne unterschiedliche Systeme spielen: Früchte der Arbeit seines Trainerkollegen Julian Nagelsmann. „Er macht das gut“, sagt der Eintracht-Coach: „Er ist sehr kreativ, sehr variabel und kann während des Spiels reagieren.“ Kovac hat „allergrößten Respekt“ vor Nagelsmann, mit dem er etwas gemeinsam hat. Beide haben ihre Clubs in höchster Abstiegsgefahr übernommen, beide haben sie ins obere Tabellendrittel geführt. Wobei Kovac die TSG eigentlich vor seiner eigenen Mannschaft verortet: „Sie gehören sicher zu den ersten Vier, Fünf in der Bundesliga.“

Wer am Sonntag den verletzten Ante Rebic in der Startelf vertritt, ist noch nicht entschieden. Marco Fabián und Sébastien Haller sind die aussichtsreichsten Kandidaten, auch Danny Blum hat Außenseiter-Chancen. „Wir haben genug Spieler und werden eine Lösung finden“, sagt Kovac. Rebic adäquat zu ersetzen, sei aber „sehr schwierig“. Marco Russ hat seine in Bremen erlittene Zehenverletzung überwunden und ist nach Aussage seines Trainers „einsatzbereit“.

Das gilt auch für Lukas Hradecky. Der Keeper hatte das 1:2 in Bremen verschuldet, als er in der 79. Minute den Ball durch die Hände rutschen ließ. „Ich habe mit ihm gesprochen. Er sagte, das alles okay und alles verarbeitet ist“, berichtete Kovac: „Wir werden ihm dafür nicht den Kopf abreißen.“ Es gibt schließlich Wichtigeres im Leben.

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