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Interview mit Ex-Eintracht-Keeper: Nikolov: "Man kann seine Marke international vorstellen"

Oka Nikolov sieht gute Möglichkeiten für die Eintracht, in den USA interessante Partnerschaften zu schließen.
Hat in den USA ein neues Zuhause gefunden: der langjährige Eintracht-Torwart Oka Nikolov. Foto: Christian Klein Hat in den USA ein neues Zuhause gefunden: der langjährige Eintracht-Torwart Oka Nikolov.

Oka Nikolov weiß, wovon er spricht, wenn er sagt: "In den USA kann man seine Marke international vorstellen und womöglich langfristig Geld erwirtschaften." Schließlich ist der langjährige Torhüter von Eintracht Frankfurt inzwischen seit eineinhalb Jahren Co- und Torwarttrainer bei der Philadelphia Union, einem Club in der Major League Soccer (MLS) – der höchsten amerikanischen Profiliga. FNP-Reporterin Nadine Peter hat mit ihm gesprochen.

Herr Nikolov, Sie sind 2013 als Spieler in die USA zur Philadelphia Union gewechselt. Was hat Sie an der MLS gereizt?

OKA NIKOLOV: Zum einen die Erfahrung zu machen, in den USA zu leben. Zum anderen wollte ich die Kultur und die Major League Soccer kennenlernen, die jedes Jahr besser wird, immer mehr Clubs bekommt und viele Topstars aus aller Welt hat.

Bilderstrecke USA-Reise hat begonnen: Die Eintracht ist in Seattle gelandet
Die Eintracht-Profis sind über den großen Teich geflogen, um sich dort auf die neue Saison vorzubereiten. Hier machen es sich Branimir Hrgota (links) und Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) nach der Ankunft in den USA auf dem Gepäckband des Flughafens in Seattle gemütlich. Es folgen weitere Bilder.Teammanager Christoph Preuss (Eintracht Frankfurt), Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt), Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt)Max Besuschkow (Eintracht Frankfurt), Slobodan Medojevic (Eintracht Frankfurt)), Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

Welche Unterschiede haben Sie als Spieler zwischen der Bundesliga und der MLS gespürt?

NIKOLOV: Das Niveau der Liga wird unterschätzt. Die Liga ist sehr physisch. Ein enormer Unterschied sind auch die Reisen. Hier fliegt man manchmal bis zu fünf Stunden zum Auswärtsspiel. Das geht natürlich etwas an die Substanz – erst recht, wenn man dann noch in verschiedenen Zeitzonen ist und mehrere Auswärtsspiele in Folge hat.

Was macht die MLS besser als die Bundesliga?

NIKOLOV: Das Titelrennen ist durch die klaren Gehaltsregelungen und die „Drafts“ der College-Spieler immer spannend. Es kann jedes Jahr jeder Verein Meister werden. Dadurch ist die Liga sehr spannend und ausgeglichen.

Nachdem Sie noch vier Monate in Fort Lauderdale gespielt haben, sind Sie für ein gutes Jahr zurück nach Deutschland gekommen, um dann wieder in die USA als Trainer zu gehen. Was hat Sie zu diesem Schritt bewegt?

NIKOLOV: Nachdem ich meinen Einstieg in die Trainerkarriere beim JFC Frankfurt, der Eintracht Frankfurt Fußballschule, der U19 des DFB und der Mazedonischen A-Nationalmannschaft begonnen hatte, wollte ich mich wieder an einen Liga-Club binden. Dass Philadelphia mir dann eine Co-Trainer Position in einer Top-Liga angeboten hat, war natürlich super. Ich kannte schon viele Mitarbeiter im Verein und sah die Möglichkeit, mich in den USA weiterzuentwickeln. In den UEFA-Trainer-Lizenz-Lehrgängen lernt man die „europäischen“ Vorgehensweisen. Daher finde ich es klasse, dass ich zusätzlich noch von den Trainingsmethoden in den USA lernen kann und mein Wissen somit noch mehr vertiefe.

Sind Sie für die Trainer und Verantwortlichen von Philadelphia Union ein Vorbild?

NIKOLOV: Nein, ein Vorbild für die Trainer und Verantwortlichen bin ich nicht. Das sind selbst alles Top-Leute, die lange genug Profis waren. Die Trainer sind aber alle sehr offen und interessiert an anderen Trainingsmethoden und neuen Ideen. Da kann ich mit meiner Erfahrung natürlich viel helfen.

Was meinen Sie, hat die Eintracht bewogen, das Trainingslager in den USA abzuhalten? 

NIKOLOV: Zum einen wird Fußball hier immer beliebter. Die Top-Teams in der MLS haben einen Zuschauerdurchschnitt von über 40 000 Zuschauern pro Spiel. Zum anderen ist Amerika ein Land, in dem das Marketing und Sponsoring im Sport sehr fortgeschritten ist. Ich denke, dass man hier interessante Partnerschaften mit Unternehmen, MLS-Clubs aber auch Colleges schließen kann. Ich persönlich habe sogar schon einmal einen Eintracht-Fanclub in Kalifornien besucht (EFC Pazifik) der fast ausschließlich aus Amerikanern bestand. Da die Bundesliga hier mittlerweile auch im TV übertragen wird, kann man bei solchen Trips seine Marke international vorstellen, Fans gewinnen und womöglich auch langfristig Geld erwirtschaften.

Was kann die Eintracht aus dem Trainingslager in den USA mitnehmen?

NIKOLOV: Ich denke, aus sportlicher Sicht wird es sehr interessant sein, das Niveau eines MLS-Clubs aus erster Hand zu sehen. Wir sind hier mitten in der Saison und somit voll im Spielrhythmus.

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