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Eintracht Frankfurt: Oczipka: Müdigkeit ist keine Entschuldigung

Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg, 32. Spieltag am 06. Mai 2017 in der Commerzbank Arena: Bastian Oczipka am Boden. Foto: Frey-Pressebild/Deines (imago sportfotodienst) Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg, 32. Spieltag am 06. Mai 2017 in der Commerzbank Arena: Bastian Oczipka am Boden.
Frankfurt. 

Das hatte sich Timothy Chandler ein wenig anders vorgestellt. „Natürlich ist es etwas Tolles, als Kapitän einer Bundesliga-Mannschaft aufzulaufen. Aber ich hätte heute lieber das Spiel gewonnen“, sagte der gebürtige Frankfurter, der seine Eintracht am Samstag beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg erstmals überhaupt mit der Binde am Arm vorneweg aufs Feld führte – weil Alexander Meier verletzt, David Abraham gesperrt und Marco Russ von Trainer Niko Kovac ein Bankplatz zugewiesen worden war.

Ihr Vertreter Chandler konnte seine besondere Rolle freilich auch nicht genießen. „Wir haben das Spiel kläglich verloren, deswegen bin ich enttäuscht“, gestand er nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg ein. „Jeder hat alles versucht, aber irgendwie war Sand im Getriebe.“ Irgendwie wirkte es auch, als wäre der Tank leer – und als würde der eine oder andere lieber den Schongang einlegen, mit Blick auf das DFB-Pokalfinale am 27. Mai.

„Das war einfach viel zu wenig“, wusste Verteidiger Bastian Oczipka und räumte selbst ein, dass Müdigkeit eigentlich keine Entschuldigung sei: „Als Eintracht Frankfurt haben wir nur 34 Spiele plus die paar im Pokal. Da muss man zum Ende der Saison einfach noch Kraft haben. Andere Mannschaften spielen noch Europa League oder Champions League und haben es viel schwieriger. Da müssen wir uns einfach an die eigene Nase fassen, dass wir uns da hinbekommen, um auch in solchen Spielen noch zulegen zu können“, forderte er.

Die Personalsorgen indes bleiben auch ein Thema. Wie groß die Not war, zeigte die Rolle von Ersatzkapitän Chandler – der Rechtsverteidiger musste als Libero vor der Abwehr aushelfen. Mit Platzhirsch Omar Mascarell ist wohl auch in Berlin kaum zu rechnen. „Nein, nein“, winkte der Spanier ab, als er nach dem Spiel in Straßenklamotten aus der Kabine humpelte, angesprochen auf seine Final-Einsatzchancen – ehe er immerhin noch nachschob: „Es ist schwierig. Wir werden sehen.“ Wie es derzeit aussieht, zwingt die entzündete Achillessehne Mascarell bis zum Saisonende in die Zuschauerrolle.

Seine Kollegen müssen ohne ihn schleunigst wieder in die Spur finden. In der Liga, wo es trotz der schwachen Rückrunde, trotz des Offenbarungseids gegen Wolfsburg sogar immer noch eine kleine Europa-Chance gibt. Aber auch schon mit Kurs nach Berlin. „Es bringt nichts, wenn wir solche Spiele wie heute herschenken und dann zum Pokalfinale fahren“, mahnte Oczipka noch einmal: „Wir müssen uns in der Bundesliga die Form für das Finale holen, um das positive Gefühl mit reinbringen zu können.“

(mka)
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