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Eintracht Frankfurt: Omar Mascarell dreht auf dem Trainingsplatz wieder Laufrunden

Nach zweieinhalb Monaten Reha ist Omar Mascarell wieder auf Rasen unterwegs. Makoto Hasebe will in Hannover wieder spielen.
Omar Mascarell Bilder > Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Omar Mascarell
Frankfurt. 

Nach rund 90 Minuten Übungsarbeit spurtete Niko Kovac gestern Mittag kommentarlos vom Platz. Möglicherweise plagte ihn ein dringendes körperliches Bedürfnis. Vielleicht hatte er einen dringenden Anschlusstermin. Aus Sicht des Eintracht-Trainers gibt es aber seit dem glücklichen Sieg gegen Stuttgart in allerletzter Sekunde momentan ohnehin nicht viel zu sagen.

Es ist Länderspielpause, sechs Profis sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Und von denen, die in Frankfurt geblieben sind, sind einige unpässlich oder sollen aus anderen Gründen geschont werden. Im Augenblick sind es so viele, dass die Pressesprecher den Status Quo auf Zetteln niedergeschrieben mit sich führen.

Und so gibt es vor den in Bundesliga-Wochen wenigen öffentlichen Trainingseinheiten und in Bundesliga-Pausen regelmäßig offenen Trainingseinheiten bei der Frankfurter Eintracht so eine Art „medizinisches Bulletin“. In diesem Zusammenhang existiert längst der Begriff des „individuellen Trainings“. Damit sind jene Profis beschäftigt, die nicht mit der Mannschaft auf dem Platz stehen können, die ein wenig geschont werden und die im Kraftraum im Kabinenbereich arbeiten. In diesen Tagen sind das Timothy Chandler, Kevin Prince Boateng, Marc Stendera und Jonathan de Guzman. Sie alle haben mehr oder weniger kleine Blessuren, angeblich nichts Ernstes.

Andere sind am Mittwoch wieder auf den Platz zurückgekehrt. Max Besuschkow zum Beispiel nach überstandener Muskelverletzung. Während das Gros des Teams hinter den undurchsichtigen Planen eines der Trainingsfelder Lauf- und Sprintübungen machte, drehten andere wie Omar Mascarell, Makoto Hasebe und Slobodan Medojevic ihre Runden.

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Vor allem für Mascarell war das ein großes Vergnügen. Am 12. Juli hatte sich der spanische Mittelfeldspieler einer Operation an der Achillessehne unterziehen müssen. Nach zweieinhalb Monaten intensiver Reha hat er nun auf den Rasen zurückgefunden. „Mir geht es gut, ich habe keine Schmerzen mehr“, sagte er. Für den 24 Jahre alten Mascarell, der über Monate mit Schmerzen gespielt hatte, seit dem Pokal-Halbfinale in Mönchengladbach am 25. April aber ausgefallen war, ist das die beste Nachricht des Jahres. Bis zum Ende der Vorrunde im Dezember will er dann auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, um zur Rückrunde, die diesmal bereits am 19. Januar beginnt, wieder spielen zu können.

Wie Mascarell drehte auch Makoto Hasebe einsam ein paar Runden. Dick eingepackt mit einer Wollmütze auf dem Kopf, tat der Japaner etwas für seine Kondition. „Ich bin schon früh raus auf den Platz, da war es noch kalt“, sagte er lächelnd. Hasebe plagt sich seit der letzten Länderspielreise im September mit Schmerzen im Knie, konnte am letzten Samstag gegen Stuttgart nicht spielen. „Nach der englischen Woche hat das Knie ein bisschen reagiert“, erklärt er, „aber es geht mir jetzt schon wieder viel besser.“ Anfang nächster Woche will der 33 Jahre alte Libero wieder mit den Kollegen arbeiten, beim Auswärtsspiel bei Hannover 96 am 14. September will er wieder dabei sein.

Mit einem Lächeln hat auch Slobodan Medojevic seine Runden gedreht. Nach einem Schlag gegen die Wade habe der Muskel sich etwas verspannt, sagte der 26 Jahre alte Serbe, der gegen Stuttgart nach 565 Tagen sein Bundesliga-Comeback gefeiert hatte. „Ich denke, am Donnerstag geht es wieder, es ist kein Problem“, sagte Medojevic, der seine Chance nach der langen Pause ziemlich eindrucksvoll genutzt hatte.

Er fühle sich topfit, um den Anforderungen der Liga gerecht zu werden. „Jeder Spieler bei uns muss in der Lage sein zwischen 11,5 Kilometer und 13 Kilometer pro Spiel zu laufen“, sagt er.

Da der Konkurrent um einen Platz im Team, Gelson Fernandes, mit einem Muskelfaserriss länger ausfällt, bietet sich Medojevic in den nächsten Wochen die große Chance auf weitere Einsätze. Sich über das Pech des Kollegen zu freuen, sei ihm aber fremd. „Ich hoffe und wünsche jedem Kollegen, dass er fit und gesund ist“, sagt er, „denn es gibt ja viel Wichtigeres als den Fußball.“ Eben die Gesundheit.

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