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Optimistisch ins Abenteuer

Von Der Fußball-Bundesligist hat am Dienstag die Arbeit wieder aufgenommen – mit sieben Neuzugängen und einem gut gelaunten Trainer. Mit Video zur Pressekonferenz
Zwei Neue im Eintracht-Trikot: Olivier Occean und Takashi Inui (links).	Foto: Klein Zwei Neue im Eintracht-Trikot: Olivier Occean und Takashi Inui (links). Foto: Klein
Frankfurt. 

Zumindest beim Start in die neue Saison der Ersten Fußball-Bundesliga präsentierte sich Eintracht Frankfurt mit dem großen FC Bayern auf Augenhöhe: Beide Mannschaften trafen sich am Dienstag um 15 Uhr zum ersten Training.

Das dürfte aber auch die einzige Gemeinsamkeit der beiden Clubs sein. Dort der Finanz-Krösus aus München, hier der Aufsteiger vom Main, der ganz andere Saisonziele besitzt. Wobei sich ein gut gelaunter Trainer Armin Veh nicht auf eine Wunsch-Platzierung festlegen wollte: "Wir wollen guten Fußball spielen, wollen die Leute begeistern und genügend Punkte holen, um nicht wieder abzusteigen."

Genauer will sich Veh nicht zu Zielen äußern, obwohl er "sehr, sehr zuversichtlich in die Saison" geht. Das liegt auch daran, dass die Eintracht gestern zwei seiner absoluten Wunschspieler präsentieren konnte. Takashi Inui und Olivier Occean erhielten jeweils Dreijahres-Verträge, gültig für die Erste und Zweite Liga.

Der Japaner Inui spielte zuletzt beim Zweitliga-Konkurrenten VfL Bochum, ist im offensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbar und laut Veh der beste Zweitligaspieler der vergangenen Saison gewesen. Er besitze eine so große Spielintelligenz, dass manche Bochumer Mitspieler überfordert gewesen seien, auf seine Ideen einzugehen.

Der kanadische Nationalspieler Occean erzielte im Trikot von Mitaufsteiger Spvgg Greuther Fürth in der vergangenen Saison 17 Tore, also genau so viele wie Frankfurts Alexander Meier. "Ich dachte, den kriegen wir nie", gab Veh zu. Doch den ehemaligen Stürmer von Kickers Offenbach, an dem auch Werder Bremen Interesse gezeigt hatte, zog es zurück ins Rhein-Main-Gebiet, nachdem sich Eintracht-Manager Bruno Hübner bereits frühzeitig um den 30 Jahre alten Angreifer bemüht hatte. "Ich möchte viele Tore schießen und habe mit der Mannschaft große Ambitionen auf eine gute Platzierung", sagte Occean, der auch von seinen ehemaligen OFC-Kollegen zum neuen Vertrag Glückwünsche bekommen hat. "Ich bin sehr stolz, hier Bundesliga spielen zu können. Das ist eine große Herausforderung", sagte der Kanadier in sehr gutem Deutsch. Mit Hilfe eines Privatlehrers hat er sich die Sprache angeeignet, "weil es sehr wichtig ist, in der Kabine und überall."

Der 24 Jahre alte Inui musste sich gestern noch von einem Dolmetscher helfen lassen, auch wenn er die Journalisten auf der Pressekonferenz mit einem "Guten Tag, ich bin Takashi Inui" überraschte. Inui, der am liebsten im zentralen Mittelfeld spielt, hatte sich für die Eintracht entschieden, weil "ich das Gefühl habe, hier viel erreichen zu können."

Über die Ablösesummen muss weiter spekuliert werden, sie scheinen aber in beiden Fällen höchstens die Millionen-Marke anzukratzen.

Start mit 23 Spielern

Beim Training vor knapp 2000 Zuschauern konnte Veh insgesamt 23 Spieler begrüßen. Mit dabei waren insgesamt sieben Neuzugänge, neben Occean und Inui noch Torwart Kevin Trapp (1. FC Kaiserslautern), die Verteidiger Bastian Oczipka (Bayer Leverkusen) und Stefano Calozzi (VfB Stuttgart) sowie die Mittelfeldspieler Martin Lanig (1. FC Köln) und Stefan Aigner (1860 München). Fünf Spieler fehlten noch: Die EM-Teilnehmer Gordon Schildenfeld (Kroatien) und Georgios Tzavellas (Griechenland), Kapitän Pirmin Schwegler, der vor der Sommerpause an der Leiste operiert worden war, Heiko Butscher, dessen Frau ein Kind erwartet und der erkrankte Martin Amedick, von dem sich die Eintracht noch gerne trennen würde. Dies trifft auch bei Tzavellas, Constant Djakpa und Stürmer Rob Friend zu.

Die Kaderplanungen sind also noch nicht abgeschlossen, zwei Verteidiger sowie ein Stürmer sollen noch kommen. Manager Bruno Hübner hofft weiter, dass Erwin Hoffer (SSC Neapel) und Bamba Anderson (Borussia Mönchengladbach) erneut ausgeliehen werden können: "Es kann schnell gehen, ich bin durchaus zuversichtlich."

Zuversichtlich ist auch Heribert Bruchhagen beim Thema Hauptsponsor, der eine Einigung mit der Brauerei Krombacher für sehr wahrscheinlich hält. "Wir sind auf der Zielgeraden", bestätigte der ansonsten so vorsichtige Vorstandschef, der kürzlich den Spruch geprägt hatte: "Es macht keinen Sinn, die Beute zu zerlegen, bevor das Reh geschossen ist."

In einem anderen Bereich ist dagegen das "Reh geschossen": Der Dreieicher Orthopäde Christoph Seeger kehrt als Mannschaftsarzt zur Eintracht zurück, unterstützt wird er von seinem Kollegen Wulf Schwietzer.

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