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Eintracht Frankfurt: Polizei und Vereine wappnen sich für „Hochsicherheitsspiel“

Das Aufeinandertreffen zwischen der Frankfurter Eintracht und dem Hamburger SV gilt als sogenanntes „Hochsicherheitsspiel“, da die Stimmung in beiden Fanlagern aufgeheizt ist.
Foto: Carmen Jaspersen (dpa)

Die Anspannung vor dem Spiel am Samstag in der Commerzbank-Arena ist groß. Nicht nur bei den Spielern und Trainern, sondern auch bei den Vereinen und der Polizei. Das Aufeinandertreffen zwischen der Frankfurter Eintracht und dem Hamburger SV gilt als sogenanntes „Hochsicherheitsspiel“, da die Stimmung in beiden Fanlagern aufgeheizt ist. Nach dem blutleeren Auftritt beim FC Bayern München (1:4) phantasierten Eintracht-Fans im Internet über einen Platzsturm, falls die Mannschaft auch gegen den HSV versagt. „Dieses Szenario halten wir nicht für wahrscheinlich“, sagt Eintracht-Pressesprecher Carsten Knoop. Gleichwohl nehme der Verein die angespannte Stimmung sehr ernst. „Beide Vereine sind in regem Austausch miteinander. Außerdem arbeiten wir eng mit unserer Fanbetreuung zusammen und werden alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen, um für Sicherheit zu sorgen.“ Einen Platzsturm gab es in Frankfurt bereits. Im Mai 2011, nach einer verheerenden Niederlage im Abstiegskampf gegen Köln, mussten mehrere Dutzend Fans von unzähligen Polizisten zurückgedrängt werden.

Ein Eintracht-Anhänger wurde später zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er eine 600 000 Euro teure Fernsehkamera demoliert hatte. „Es werden ausreichend Polizisten vor Ort sein, deutlich mehr als bei normalen Bundesliga-Spielen“, sagt Alexander Kießling, Leiter der Pressestelle der Polizei Frankfurt. Zu tun haben könnten es die Einsatzkräfte nicht nur mit frustrierten Eintracht-Fans. Der Hamburger SV ist derzeit zwar im Aufwind, würde aber im Falle einer Niederlage und einem Sieg des VfL Wolfsburg als Absteiger feststehen. „Wir sind uns dessen bewusst, dass die Fanlager auf allerhand Ideen kommen könnten. Hinzu kommt, dass die Fans beider Clubs keine Freundschaften pflegen“, erläutert Kießling. srd

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