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Eintracht Frankfurt: Sébastien Haller hat sich für die kommende Saison viel vorgenommen

Die Konkurrenz im Eintracht-Sturm soll demnächst noch größer werden. Für Millionen-Mann Haller ist das ein Ansporn.
Handspiel macht Sébastien Haller Spaß – das sollte aber nur für das Training gelten. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Handspiel macht Sébastien Haller Spaß – das sollte aber nur für das Training gelten.
Frankfurt. 

Eindeutig, Sébastien Haller war der Sieger des Duells. Mit geballter Faust lief er auf Simon Falette zu, baute sich mit seinen 1,90 Metern vor ihm auf und grinste, lachte kurz, grinste wieder. Dann klatschten beide ab. Man sollte ehrlich sein, das Duell, es war ein ziemlich ungleiches. Stürmer Haller gegen Verteidiger Falette – und das beim Torschusstraining.

Mijat Gacinovic (Eintracht Frankfurt) - 04.07.2018: Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt, Commerzbank Arena
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Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft seit knapp vier Wochen und so langsam kristallisieren sich Gewinner und Verlierer heraus. Wir geben einen Einblick, wer Pluspunkte sammeln konnte und wer noch zulegen muss.

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Knapp 20 Minuten lang ballerten die Profis am Dienstagvormittag auf den Kasten, die beiden Franzosen machten daraus einen launigen Wettstreit. Wenn der eine traf, fluchte der andere, und umgekehrt. Als Marc Stendera einen Querpass ziemlich schlampig in die Mitte spielte, klatschte Falette in die Hände, Haller eilte dagegen auf Stendera zu und packte ihn am Nacken. Mit ernster Miene, gefolgt von einem Schmunzeln.

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In den USA konnte sich Frankfurts neuer Trainer Adi Hütter einen tieferen Eindruck von seinem Team verschaffen und umgekehrt. Doch wie tickt der neue Trainer? Wir haben versucht, zehn Thesen über Hütter aufzustellen.

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„Nach dem Pokalsieg sind wir als Mannschaft noch enger zusammengerückt“, sagte Haller, „wir lachen viel, es ist viel Freude im Training dabei, wir haben ein Lächeln im Gesicht.“

Beraten über die richtigen Rezepte: Eintracht-Trainer Adi Hütter und seine Assistenten Armin Reutershahn und Christian Peintinger (von rechts) beim Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.
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Beim 6:2 gegen Wehen Wiesbaden zeigte die Eintracht gute Ansätze. Aber an der Konteranfälligkeit muss gearbeitet werden.

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Vergangene Rückrunde, da gab es für den 24-Jährigen wenig Grund zu ausgelassener Freude. Obwohl Haller mit neun Bundesligatoren am Ende noch immer bester Schütze der Frankfurter war, kann der zweite Saisonteil durchaus als misslungen bezeichnet werden. Haller, vor einem Jahr für acht Millionen Euro aus Utrecht geholt, brachte kaum noch einen Fuß vor den anderen. Chancen hatte er fast keine mehr, und wenn, verstolperte er sie teils slapstickhaft. Luka Jovic lief Haller im Sturmzentrum den Rang ab.

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Allan (FC Liverpool U23): Der Brasilianer reiste mit der Eintracht ins Trainingslager in die USA und wollte sich für einen Vertrag empfehlen. Trainer Adi Hütter attestierte ihm eine ordentliche Leistung, er will ihn aber noch einige Tage im Training beobachten um eine endgültige Entscheidung zu treffen, wie der Wiesbadener Kurier berichtet. (Stand: 16.07.2018)Chico Geraldes (Sporting Lissabon): Die Eintracht ist stark interessiert an Chico Geraldes. Deroffensive Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison von Sporting Lissabon an Rio Ave ausgeliehen. Der 23-Jährige Geraldes soll sich laut Frankfurter Rundschau bereits einig sein mit der Eintracht, es ginge nur noch um die Ablösesumme, die zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegen soll. (Stand: 12.07.2018)Ante Rebic (Eintracht Frankfurt): Der Kroatische Nationalspieler und Frankfurter Pokalheld wird mit einem Wechsel in die Englische Premier League in Verbindung gebracht. Tottenham und Huddersfield sollen Interesse am 24 Jahre alten Stürmer haben. Damit ein Wechsel zustande kommt, müssten Vereine wohl eine stattliche Ablöse auf den Tisch legen, der Vertrag des Kroaten gilt noch bis 2021.

Nun ist es nicht so, dass die Konkurrenz in der kommenden Runde kleiner geworden ist. Ganz im Gegenteil. Jovic ist in der Frankfurter Stürmerhierarchie aktuell sicher die Nummer eins, dahinter folgen Haller und Neuzugang Goncalo Paciencia auf Augenhöhe. Ein weiterer Angreifer könnte noch kommen. Und selbst Branimir Hrgota, dessen Einsatzchancen freilich fast bei Null liegen, hat noch einen Vertrag.

Diese beiden jungen Eintracht-Spieler haben Spaß: Luka Jovic und Mijat Gacinovic (rechts).
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Die beiden jungen Serben Mijat Gacinovic und Luka Jovic könnten dem Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt noch viel Freude bereiten.

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Das sei alles kein Problem, so Haller. Er konzentriere sich nur auf sich selbst. Wenn noch ein neuer Angreifer komme, „dann ist das gut für die Mannschaft.“ Man wolle als gesamtes Team noch besser spielen als in der vergangenen Saison. Und er persönlich? „Auch ich will besser performen“, sagte Haller.

Laufend gemeinsam unterwegs: Eintracht-Neuzugang Goncalo Paciencia (rechts) und Dolmetscher Stephane Gödde.
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Der Multi-Kulti-Kader ist zu einem echten Frankfurter Markenzeichen geworden. Nicht alle Spieler verstehen ihren Trainer. Der Dolmetscher Stephane Gödde gehört zu den wichtigsten Mitarbeitern von Trainer Adi Hütter.

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Auffällig ist, dass der Franzose wie auch seine Kollegen lächelnd auf dem Trainingsplatz stehen. Trainer Adi Hütter vermittelt seine taktischen Vorstellungen zwar in ziemlich prägnanten, knappen Worten, manchmal auch lautstark, Raum für den einen oder anderen Scherz ist aber allemal. „Hast du dein Navi falsch eingestellt?“, musste sich etwa Falette von seinem Trainer anhören, als ein Pass ziemlich misslang. Haller stand daneben, klatschte dem Abwehrmann auf die Schulter und prustete los.

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Spieler kommen zum Training - 24.07.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank ArenaTrainer Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) gibt Anweisungen - 24.07.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank ArenaDavid Abraham (Eintracht Frankfurt) und Goncalo Paciencia (Eintracht Frankfurt) - 24.07.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank Arena

Wie schon in der vergangenen Woche wurde der 32-köpfige Kader der Hessen gestern für die erste von zwei Trainingseinheiten in zwei Gruppen geteilt. Elf Feldspieler auf dem Rasen, der Rest im Kraftraum. Nach einer Stunde ein kompletter Personaltausch. „So lässt es sich gezielter auf jeden Einzelnen eingehen“, hatte Hütter erklärt.

Manchmal stellt er sogar selbst Hütchen zur Abgrenzung von Spielzonen auf: Eintracht-Trainer Adi Hütter.
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Der neue Eintracht-Coach Adi Hütter hat das Training verändert: etwas weniger Kampf, ein bisschen mehr fußballerische Elemente.

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Mit dabei waren auch Mijat Gacinovic, dessen am Samstag im Testkick gegen Wehen Wiesbaden zugezogene Knieverletzung sich als harmlos herausstellte, sowie weiter der brasilianische Testspieler Allan Souza. Zudem trudelten auch einige WM-Fahrer im Frankfurter Stadtwald ein. Der Mexikaner Carlos Salcedo absolvierte am Vormittag einen Laktattest, nachmittags trainierte er erstmals mit dem Team. Der Däne Frederik Rönnow, neuer Torhüter aus Bröndby, stemmte Hanteln im Kraftraum. Der zweite Mexikaner, Marco Fabian, der Japaner Makoto Hasebe und der Schweizer Gelson Fernandes sollen im Lauf der Woche folgen und könnten im kurzfristig anberaumten Test am Freitag gegen Zweitligist Greuther Fürth zum Einsatz kommen.

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