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Eintracht Frankfurt: Sebastien Haller trifft zum Einstand, Luft nach oben bleibt

Seine Torflaute aus den Tests beendet Haller beim ersten Eintracht-Pflichttermin. Er sollte aber noch besser ins Spiel gebracht werden.
Viel Arbeit auch gegen einen Viertligisten: Sebastien Haller (rechts). Foto: Jan Huebner (imago sportfotodienst) Viel Arbeit auch gegen einen Viertligisten: Sebastien Haller (rechts).
Siegen. 

Es war nicht unbedingt der beste Boden für Sebastien Haller, um sein erstes Pflichtspiel in Diensten der Frankfurter Eintracht erfolgreich zu gestalten. Auf dem tiefen, vom Dauerregen in Siegen durchtränkten Geläuf hatte es der Hüne mit seinen 1,90 Metern besonders schwer, richtig in Fahrt zu kommen. Hinterher aber konnte Haller durchaus zufrieden zu sein – mit dem Ergebnis der Mannschaft ebenso wie mit seinem eigenen Abschneiden. „Wir haben viel gearbeitet und verdient gewonnen“, sagte der Sieben-Millionen-Euro-Einkauf am Samstag nach dem 3:0 beim TuS Erndtebrück. Dass er selbst einen Treffer dazu beisteuern konnte, freute ihn natürlich auch: „Ein Tor ist immer gut“, meinte er. „Ich hatte aber vorher schon Chancen, die ich gerne genutzt hätte.“

Bilderstrecke So haben sich die Adler beim TuS Erndtebrück geschlagen
Eintracht Frankfurt hat sich in Unterzahl in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft. Die Einzelkritik unseres Sportredakteurs Markus Katzenbach.Mijat Gacinovic: Nicht nur wegen seines frechen Treffers zum 2:0 der beste Mann auf dem Platz. Von Anfang  bis zum Ende beherzt dabei, spritzig und giftig.  Hatte eigentlich bei allen guten Frankfurter Aktionen seine Füße im Spiel. Für ihn kann die Bundesliga losgehen.

In dem Fall wäre das ungleiche Treffen in der ersten Runde zwischen Regional- und Bundesligist wohl schon früher entschieden gewesen. Zwar tauchte Haller zwischendrin immer wieder etwas ab. Als Solo-Spitze hatte er nach dem frühen Platzverweis für David Abraham aber auch einen schweren Stand, weil die Eintracht sich in Unterzahl zurückzog und ihn vorne alleine ließ. Und die Zahlen sprachen für den Franzosen: Er verzeichnete die meisten Torschüsse auf dem Platz (7) und die meisten Vorlagen (3) dafür.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden mit seiner Leistung“, lobte Trainer Niko Kovac. „Er hat viele Bälle festgemacht und für die nachrückenden Mitspieler abgelegt, er war vorne sehr präsent.“ Ein paar Mängel indes offenbarte Haller auch: Er konnte sich selten in direkten Duellen mit den Gegnern durchsetzen, und er gewann trotz seiner Größe nicht allzu viele Kopfballduelle. So richtig ins Spiel gebracht wurde Haller von den Kollegen auch zu selten, das sollte besser werden. Im Pokal klappte das erst gegen Ende, als beim viertklassigen Gegner die Akkus leer waren und der 23-Jährige einen Querpass des eingewechselten Jetro Willems recht locker einschieben konnte.

Bilderstrecke DFB-Pokal: Eintracht nach 3:0 beim TuS Erndtebrück weiter
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich in Unterzahl in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft. Der Finalist der vergangenen Saison gewann trotz der Roten Karte für Kapitän David Abraham (22.) gegen Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück letztlich souverän 3:0 (1:0). Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Rekordeinkauf Sébastien Haller (76.) trafen bei Dauer-Nieselregen vor 13.106 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion.

Gegenüber den vergangenen, für ihn torlosen Tests, als er sich – gezeichnet vom harten Training der Vorbereitung – schlapp über den Platz schleppte, hinterließ er am Samstag einen stärkeren Eindruck. Auch wenn Luft nach oben und die große Frage offen bleibt: Kann sich die erhoffte Spitzenlösung in der Bundesliga behaupten? „Wir haben hart gearbeitet und uns gut vorbereitet“, meint Sebastien Haller allgemein. Gut genug für den Start in Freiburg? „Wir werden es sehen.“ (mka)

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