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Eintracht Frankfurt: Serie gerissen: Kovac hadert mit Niederlage

Eintracht Frankfurt verpasst durch die Niederlage gegen Leverkusen den möglichen Sprung unter die Top Sechs der Bundesliga. Trainer Kovac erteilt den Europa-Träumen im Umfeld eine klare Absage.
Kovac: "Alle sind eingeladen, Tore zu schießen" Foto: imago Kovac: "Alle sind eingeladen, Tore zu schießen"
Frankfurt. 

Niko Kovac war sichtlich genervt. Das 0:1 (0:0) gegen Bayer Leverkusen, mit dem die Erfolgsserie von sechs ungeschlagenen Spielen endete, ärgerte den Trainer von Eintracht Frankfurt maßlos. «Das Spiel hätte unentschieden ausgehen müssen», sagte Kovac im Brustton der Überzeugung.

Die dritte Heimniederlage der Saison dürfte die Rufe im Umfeld des Vereins nach einem internationalen Startplatz vorerst verstummen lassen - was Kovac nicht ungelegen käme. Denn mit den Hoffnungen der Fans kann er wenig anfangen. «Wir sind ganz weit weg von Europa», stellte er klar. Auch Sportvorstand Fredi Bobic erteilte den hochfliegenden Träumen augenzwinkernd eine Absage: «Die Spieler können gerne nach Europa. Sie brauchen sich bloß in ihrer Freizeit in den Flieger setzen.»

Nach sechs Spielen ohne Niederlage hat es die Eintracht wieder einmal erwischt.
Eintracht Frankfurt Adlerauge: Rückschlag für die Eintracht

Schade, nach einer langen Erfolgsserie und sechs Spielen ohne Niederlage musste die Eintracht mit dem 0:1 gegen Leverkusen wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die SGE zeigte zwar eine starke zweite Halbzeit, hatte aber die erste Hälfte komplett verschlafen. Ein Kommentar von Dieter Sattler.

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Dass die Eintracht für höhere Aufgaben noch nicht reif ist, wurde am Samstag deutlich. In einem Spiel der verpassten Chancen und mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten ließ sich die Mannschaft ausgerechnet in einer Phase überrumpeln, in der sie am Drücker war. Kevin Vollands Treffer in der 76. Minute nach einem Konter der Gäste tat daher besonders weh. «Das darf nicht passieren und war am Ende der kleine, aber feine Unterschied», kritisierte Kovac.

Ähnlich sah es Bobic. «Wir haben leider einmal nicht aufgepasst. Das ist schade», sagte der Sportvorstand. «Am Ende hätte sich keiner beklagen können, wenn die Partie 0:0 ausgegangen wäre.» Das wäre ein Novum gewesen, denn torlos haben sich beide Teams in nunmehr 65 Bundesligaduellen noch nie getrennt.

Die Niederlage wusste Bobic schließlich gut einzuordnen. «Wir haben gegen eine tolle Mannschaft gespielt, die sicher auch das Zeug für die Champions League hat», sagte er. «Dafür haben wir es ganz gut gemacht.»

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Allerdings nicht in der ersten Hälfte, als die Hausherren vor 50 000 Zuschauern fast nur hinterherliefen. «Da sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen», bemängelte Kovac. Bei zwei Pfostentreffern von Bayer-Stürmer Lucas Alario hatten die Hessen großes Glück. «Wir waren schlecht», räumte Frankfurts Keeper Lukas Hradecky ein.

Nach der Pause zeigten die Frankfurter ein ganz anderes Gesicht und ließen Bayer in ihrer 25-minütigen Drangphase kaum aus der eigenen Hälfte herauskommen. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Die besten Gelegenheiten hatte Ante Rebic, der zweimal an Leverkusens Torwart Bernd Leno scheiterte.

Unmittelbar vor dem Gegentor hatte Mijat Gacinovic die Führung auf dem Fuß. Sein Schuss wurde geblockt, danach ging bei Bayer die Post ab. «Wir müssen daran arbeiten, dass wir vorne selbst die Tore machen, wenn wir in Überzahl sind. Das ist ein Lernprozess», kommentierte Kevin-Prince Boateng die spielentscheidende Szene. Die Abschlussschwäche bleibt also das große Manko der Eintracht. Vor der Weihnachtsfeier am Sonntag äußerte Kovac daher einen Wunsch für die nächsten Spiele: «Alle sind eingeladen, Tore zu schießen.»

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