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Eintracht Frankfurt: Spitzenspiel gegen Dortmund: Punktuell auf Augenhöhe

Von Dass die Eintracht genau so viele Punkte wie Dortmund hat, ist eine große Überraschung. Der Gegner ist für Trainer Kovac trotzdem ein ganz anderes Kaliber.
So war es beim überraschenden Frankfurter 1:0 im Mai: Timothy Chandler (links) bietet dem Dortmunder Pulisic die Stirn. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) So war es beim überraschenden Frankfurter 1:0 im Mai: Timothy Chandler (links) bietet dem Dortmunder Pulisic die Stirn.
Frankfurt. 

Dass er mit seiner Mannschaft diesen stolzen Rekord aufgestellt hat, war Niko Kovac gar nicht bewusst. Freilich war er damit auch nicht alleine. Was er davon halte, dass die Frankfurter Eintracht nun der beste Siebtplatzierte der bisherigen Bundesliga-Geschichte zu diesem Saison-Zeitpunkt ist? Diese Frage eines Fernsehreporters beantwortete der Trainer erst einmal mit einem Grinsen. „Kompliment an uns“, sagte er dann zu dem doch recht speziellen statistischen Wert – ehe er bald wieder den Ball flach hielt: „Wir haben uns in vielen Bereichen entwickelt, das gefällt mir sehr. Aber wir müssen das bestätigen“, betonte Kovac und erinnerte: „Wir sind erst bei einem Drittel der Saison.“

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Satte 21 Punkte aus den ersten elf Spielen sind vor dem seit Wochen ausverkauften Aufeinandertreffen mit Borussia Dortmund an diesem Samstag (15.30 Uhr) indes wirklich ein bemerkenswerter Zwischenstand – umso mehr, als dass der Besucher aus der Champions League zwar auf dem dritten Tabellenplatz steht, aber auch nicht mehr Zähler mitbringt. Es geht in Deutschlands erster Klasse oben so eng zu wie lange nicht mehr, und dass die Eintracht da mitmischt, ist eine der großen Überraschungen.

Kein Vergleich mehr mit dem Duell im heißen Mai, als in einer Abwehrschlacht das überlebenswichtige 1:0 verteidigt wurde. Inzwischen ist aus Frankfurts Fast-Absteigern ein Favoritenschreck geworden. Von den Punkten her bewegt man sich gar auf Augenhöhe selbst mit der Branchengröße Borussia, aber auf diesen Vergleich lässt sich Kovac nicht lange ein. „Wir freuen uns darüber, dass wir da stehen. Wenn das bis Weihnachten so bleibt, nehme ich das gerne mit. Aber es gibt schon Unterschiede, der BVB ist ein ganz anderes Kaliber“, betont er. Seine Eintracht schließlich ist für den Fußballlehrer noch kein Spitzenteam. „Dort oben hinzukommen, ist schon nicht leicht. Dort zu bleiben, wo wir jetzt sind, ist die große Schwierigkeit“, meint er. Das in Frankfurt ein Spitzenspiel auf dem Programm steht, lässt er aber gelten. „Der BVB hat nach dem Sieg gegen die Bayern wieder Lunte gerochen, das macht es nicht einfacher für uns“, glaubt Kovac, betont aber auch: „Wir spielen zu Hause, wir wollen schon punkten.“

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Mut macht die Heimserie. Schalker, Leverkusener und Kölner wurden schon geschlagen, sogar Münchens Rekordmeistern ein Punkt abgerungen. Wie das gegen Dortmund klappen soll? „Wir müssen so wenig Chancen wie möglich zulassen und unsere eigenen Möglichkeiten konsequent nutzen“, nennt der Trainer ein allgemeines Erfolgsrezept, hat aber auch eine spezielle Herausforderung erkannt: „Was der BVB an Speed hat, ist einzigartig in der Bundesliga. Was da vorne rumläuft, das sind alles Sprinter, die können alle bei Olympia mitmachen“, sagt er mit Blick auf Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und Co. – und fordert: „Wir dürfen ihnen keine Räume lassen.“

Ein bisschen anders als im Mai freilich soll es schon aussehen. „Wir wollen dem Spiel schon unseren Stempel aufdrücken, auch unser Heil im Angriff suchen“, erklärt Kovac. Die Gelbsperre von Omar Mascarell, seines „Spielmachers vor der Abwehr“, tut ihm bei diesen Plänen weh. Die Personaldecke wird dünn, im Kader stehen mit Aymen Barkok, dem Siegtor-Held von Bremen, und Furkan Zorba zwei A-Jugendliche. Nicht ausgeschlossen, dass Kovac Mascarells Ausfall nutzt, um mutig die Offensive zu stärken. Oder bringt er doch eher Verteidiger Michael Hector ins Spiel? So oder so: „Die Laufleistung wird entscheidend sein“, da ist sich der Trainer sicher. Und, mit Blick auf Dortmunds Sturmsprinter: „Dass wir die Raketen in den Griff bekommen.“ Dann könnte der nächste Coup glücken. „Wir sind in der Lage, uns zu Hause auch in einen Flow spielen“, weiß Kovac.

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An zu wenig Euphorie rund um die Eintracht wird es nicht mangeln, die ist derzeit fast grenzenlos. „Ich verstehe das. Träume gehören dazu. Wer nicht träumt, verschläft das Leben“, sagt Niko Kovac, nicht ohne anzufügen: „Wir müssen realistisch bleiben, dürfen den Halt nicht verlieren.“ Und eine Rolle in einem etwaigen Siebenkampf an der Spitze, das traut er diesem besten Siebtplatzierten der Bundesliga-Geschichte dann doch noch nicht zu: „Wir haben ganz andere Ziele“, sagt er schmunzelnd. „Da sollen sich andere die Köpfe einschlagen.“

Die mögliche Aufstellung: Hradecky – Chandler, Abraham, Hasebe, Vallejo, Oczipka – Huszti – Gacinovic, Fabián, Rebic – Meier.

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