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Eintracht Frankfurt: Stimmen der Fans: Gut gekämpft, schlecht gespielt

Nach dem Schicksals-Spiel gegen Hannover sind die Eintracht-Fans nur ein wenig erleichtert: Die SGE hat zwar gewonnen, spielerisch fehlt es aber an allen Ecken und Enden. Und so herrscht wenn überhaupt Verhaltener Optimismus für den weiteren Abstiegskampf.
Foto: Huebner/Vogler
Frankfurt.  In einer Sache sind sich die Fans einig: Das 1:0 war ein Sieg des Willens. Die Mannschaft hat die spielerische Armut durch ihren starken Einsatz aufgefangen. „Das war ein schwer erkämpfter Sieg“, schreibt etwa geoffrey_5 im Eintracht-Forum. „Die Chancen, die wir hatten, wären mit Sicherheit verwertet worden, wenn wir Siebter wären. So war es ein Zittersieg.“ Aber das sei eben Abstiegskampf. Da könne man keine fußballerischen Leckerbissen erwarten, meint auch SGEMusti. „Die Mannschaft hat richtig gekämpft und war giftig im Gegenpressing nach Ballverlust“, schreibt er. Auch die verbesserte Laufleistung weiß zu gefallen.
 
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spielte und wer nicht, zeigt unsere Bildergalerie.<b>Stark</b></br> 	
Marco Russ: Kampfgeist brachten alle Frankfurter mit, der Interimskapitän ging dabei voran. Bis zur letzten Minute, in der er Szalai stoppte.<b>Stark</b></br> 	
Makoto Hasebe: Erstmals in dieser Saison auf der Bank, wollte das wohl wieder ändern. Kam zur letzten halben Stunde für Reinartz, war deutlich besser als dieser: aufmerksam, gescheit, gut organisiert.

Allerdings täuscht das die Fans nicht über die ansonsten schlechte Leistung hinweg. Stefan schreibt sogar: „Die sechs Punkte gegen Hannover gehen in die Geschichte der schlechtesten Bundesligaspiele ein.“ Immerhin – gefühlte sechs Punkte.  Einige Fans befürchten aber, dass es dabei bleiben könnte. „Also ich denke nicht, dass wir mit einer solchen Leistung wie heute noch besonders viele Punkte holen werden. Das war fußballerisch gar nichts“, schreibt Tobitor. Er hofft auf die Länderspielpause: „Ich muss aber auch sagen, dass ich das erwartet habe und jetzt einfach darauf hoffe, dass Kovac in den kommenden drei Wochen die richtigen Maßnahmen ergreift, damit wenigstens ein bisschen spielerisches Niveau zu sehen ist. Nur mit Kampf können wir meiner Meinung nach die Klasse nicht halten.“  
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Man ist sich einig: Spielt die Eintracht weiter so schlecht, bleiben die Punkte gegen Hannover vorerst die letzten. Alleingeher ist sogar der Meinung, dass es so sogar schwer wäre, sich in der zweithöchsten deutschen Spielklasse zu behaupten: „Man kann nur hoffen, dass die alte Weisheit, dass man sich dem Gegner anpasst, auf das Spiel zu 100% anzuwenden ist. Ansonsten gibt es nur eine klare Aussage: Das hat ausschließlich nur für Hannover gereicht und gegen jeden Anderen gehen wir unter, inklusive der ersten zehn Platzierten im Unterhaus!“ Auch Hyundaii30 rechnet damit, dass sich in der Relegation diesmal ein Zweitligist durchsetzt. Schlecht nur, dass der Gegner dort Eintracht heißen könnte.
 
Spielerisch muss die Mannschaft also einiges verbessern. „Was mir immer so unglaublich negativ auffällt, ist das unglaubliche schlechte und unpräzise Passspiel. Hat man mal den Ball erobert, kommt der Pass oft in den Rücken des Mitspielers oder es wird dermaßen lasch abgespielt, dass ein schneller Spielaufbau unmöglich wird“, kritisiert Machridro. Ebenfalls ein Manko: Bei Standards geht momentan nichts. Üblicherweise sind die aber ein wichtiges Mittel im Abstiegskampf: „Ganz ärgerlich und auch nicht zu verstehen sind leider unsere Standards. Da würde es fast mehr Sinn machen, dass Chandler die Pille jedes Mal straight aufs Tor ballert. Da würde wenigstens bei jedem dritten Mal durch einen Abpraller irgendwie eine wirre Situation entstehen, die man vielleicht mal nutzen kann. So segeln die Bälle da rein wie Papierflieger, gut zu sehen und leicht auszurechnen“, schreibt philaderist.
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eaglealder92 ist sogar „erschrocken, erschrocken, wie sehr da gebolzt wird“. Die SGE spiele vollkommen ohne Struktur, verliere in haarsträubenden Situationen den Ball und lasse  Großchancen liegen. "Eine objektiv erkennbare, relevante Steigerung der Spielqualität habe ich gestern nicht wirklich erkennen können. Kleinigkeiten wie mal ein paar Ballgewinne und ein paar ansatzweise durchdachte Spielzüge, aber eben auch ein praktisch inexistenter Gegner, der sich mit dem Abstieg offenbar schon abgefunden hat, haben den Unterschied gemacht. Was aber natürlich an der Freude über die 3 Punkte an sich nichts ändert,“ kommentiert Ozzy und fasst damit wohl die allgemeine Stimmung zusammen.

Und Kastanie30 ist letztlich sogar optimistisch: Rückblickend sei der Spieltag gar nicht so schlecht gelaufen. Die Konkurrenz hat wenn überhaupt nur wenig Punkte geholt, die Eintracht einen Dreier. „Die Mannschaften vor uns spüren schon unseren Atem im Nacken. Das erzeugt eine gewisse Drucksituation. Wenn wir in München einen Punkt machen, drehen die anderen nervlich sicherlich noch mehr am Rad.“

 
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