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Eintracht Frankfurt: Strahlend wie ein Reaktor

Von Eintracht Frankfurt steht derzeit glänzend da – für Trainer Kovac auch eine Folge der zurückliegenden traumatischen Erlebnisse.
Man sieht ihm die Genugtuung über die Entwicklung bei der Eintracht an: Trainer Niko Kovac Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Man sieht ihm die Genugtuung über die Entwicklung bei der Eintracht an: Trainer Niko Kovac
Frankfurt. 

Aus gegebenem Anlass ist Niko Kovac gestern noch tiefsinniger als sonst geworden. „Die Zeit rast“, stellte der Trainer der Frankfurter Eintracht nachdenklich fest.

Zur Erinnerung: Es ist gerade ein halbes Jahr her, dass die Eintracht mit einem 0:1 in Bremen die Chance auf den direkten Verbleib in der Fußball-Bundesliga verspielt hat. Es folgten die Relegation gegen Nürnberg, die große Erleichterung nach dem lange nicht für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Und dann der radikale Umbau und Neubeginn – mit den bekannten segensreichen Folgen. Am Sonntag (17.30 Uhr) tritt die Eintracht wieder an der Weser an – diesmal aber nicht als Kellerkind, sondern als eines der Überraschungsteams der Liga.

„Seitdem ist sehr viel passiert“, sagt Kovac, wenn er an den letzten Besuch in Bremen zurückdenkt: „Nicht nur in der Mannschaft, sondern im gesamten Club.“ Während die Bremer als Tabellen-16. schon wieder mittendrin sind im Abstiegskampf, hat sich die Eintracht mit 18 Punkten bis auf Platz sieben katapultiert.

Stimmungswandel

Verbunden mit einem kompletten Stimmungswandel – in der Region, in der Stadt und in der Mannschaft. Von der tristen Atmosphäre im Mai ist nichts mehr zu spüren. „Jeder lacht und läuft strahlend wie ein Reaktor durch die Gegend“, sagt Kovac zur aktuellen Lage: „Wir haben uns in allen Bereichen des Fußballs verbessert, konditionell, technisch-taktisch, auch mental. Die Spieler wissen, was sie geleistet haben, aber sie können noch mehr leisten.“

Die Stunde Null in Bremen und die danach erfolgreich bestandene Relegation haben für Kovac großen Anteil daran, dass es bei seiner Eintracht in dieser Saison so gut läuft. Die nervenaufreibende Situation sei eine „wichtige Erfahrung“ gewesen, sagt der Trainer. „Das, was wir damals durchleben mussten, wollen wir nun nicht mehr durchleben.“

Personell kann Kovac bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. Dass die Begegnung nach der Länderspielpause erst am Sonntag stattfindet, wertet er als Vorteil. „Das gibt den Spielern einen Tag mehr Regeneration.“

Wie er die Aufgabe an der Weser personell genau angehen will, ließ der Eintracht-Coach offen. Vor allem in der Sturmspitze hat er mit Alexander Meier, Haris Seferovic und Branimir Hrgota gleich mehrere Möglichkeiten.

„Eintracht war Meier“

Noch vor gar nicht langer Zeit galt Meier wegen seiner Tore als „Lebensversicherung“ der Frankfurter. Bei Kovac heißt es nun: „Ich verstehe die Denkweise vieler hier in Frankfurt. Das was Eintracht Frankfurt war, war Alex Meier. Und das wird auch immer so bleiben.“

Aber: Alle drei hätten sehr gut trainert. „Und ich kann nur einen spielen lassen“, sagt Kovac. Wer das am Sonntag sein wird, wollte der 45-Jährige nicht verraten.

Ob Jesus Vallejo, der junge Vielspieler, mal eine Pause erhält, steht ebenfalls noch nicht fest. Kovac will mit dem Innenverteidiger noch ein eingehendes Gespräch führen.

Dafür machte der Eintracht-Coach noch einmal deutlich, dass er mit dem bislang Erreichten noch längst nicht zufrieden ist. „Vor dem Spiel gegen Köln habe ich gesagt, dass wir noch zehn Punkte bis zur Winterpause holen wollen. Drei haben wir gegen Köln geholt, fehlen also noch sieben.“

Dass die Aufgabe in Bremen aber nicht einfach wird, weiß Kovac aus eigener Erfahrung als Profi. „Immer wenn in Bremen das Flutlicht angeht, es kalt wird und nieselt, wird es ein kampfbetontes Spiel“, sagt Kovac. „Das ist in der Werder-DNA so drin.“

Eintracht: Hradecky – Abraham, Hasebe, Vallejo – Chandler, Mascarell, Huszti, Oczipka – Fabian, Gacinovic – Hrgota.

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