Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 7°C

Eintracht Frankfurt: Testspiel gegen Sandhausen: Die Stars machen Pause

Von Beim Test heute Nachmittag gegen den SV Sandhausen kann Danny da Costa sein Comeback feiern. Auch Daichi Kamada bekommt eine neue Chance.
Seine Leiden nehmen kein Ende: Alexander Meier. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Seine Leiden nehmen kein Ende: Alexander Meier.
Frankfurt. 

Die Stars machen Pause, wenn die Frankfurter Eintracht am heutigen Freitag (15 Uhr, Riederwald, nicht öffentlich) zu einem Freundschaftsspiel gegen den SV Sandhausen antritt. Kevin Prince Boateng, Sébastien Haller und wahrscheinlich auch David Abraham werden neben den vielen Nationalspielern, die auf Länderspielreisen sind, nicht spielen.

Dafür kann Danny da Costa sein Comeback feiern. Der Neuzugang aus Leverkusen hatte sich am 12. September einen Sehnenanriss im rechten hinteren Oberschenkel zugezogen und hat gut acht Wochen gebraucht, um nach intensiven Reha-Maßnahmen wieder auf den Platz zurückzukehren. „Ein paar Minuten wird er spielen können“, sagt nun Trainer Niko Kovac.

Ein paar andere könnten sicher im Ernstfall auch spielen. Aber die Partie gegen Sandhausen ist ja kein Ernstfall, sondern in erster Linie Gelegenheit für die Reservisten, Spielpraxis zu sammeln. Deshalb wird Boateng auf der Tribüne sitzen, der im letzten Spiel gegen Bremen einen Tritt in die Wade bekommen hat und sich nun mit einem starken Bluterguss plagt.

Torjäger Haller wurde ein Weisheitszahn gezogen, auch Abwehrspieler Simon Falette wurde an den Zähnen operiert. Ziemlich häufig haben Verletzungen ihren Ursprung bei Entzündungen im Kieferbereich, dem soll bei Haller und Falette nun entgegengewirkt werden. Kapitän Abraham hat beim Training am Donnerstagvormittag gefehlt. Dies sei eine „reine Vorsichtsmaßnahme“ sagte Kovac. Ob er ihn eine Halbzeit spielen lässt gegen Sandhausen, ist noch offen.

Für andere ist der Vergleich mit dem Zweitligisten aus der Nähe von Heidelberg ein echter Test und eine gute Chance, sich zu präsentieren. Einer, der zuletzt im Training auf sich aufmerksam machen konnte, ist Daichi Kamada. Der 21 Jahre alte Japaner besticht in nahezu jeder Trainingseinheit mit feinen Pässen, vor allem aber mit viel Spielverständnis. Kamada sei „fußballerisch sehr gut“, lobt der Trainer, „er ist ein sehr ästhetischer Spieler.“ Doch Kovac hat bei seinem Neuen, den die Eintracht für rund zwei Millionen Euro von Sagan Tosu gekauft hat, auch noch einiges zu bemängeln. „Aggressivität, Durchschlagskraft und Körperspannung“ würden Kamada fehlen. „Manchmal ist er wie ein nasser Sack“, sagt Kovac lächelnd und meint dies keineswegs despektierlich.

Denn er traut Kamada viel zu, auch den Sprung in die Bundesliga. Bislang ist der Mittelfeldspieler noch nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen, hat im eigenen Stadion noch keine Minute gespielt. Er hat bei den Auswärtsspielen in Freiburg und Leipzig immerhin in der Anfangsformation gestanden, war aber jeweils in der zweiten Halbzeit ausgewechselt worden. „Er ist sehr lernfähig“, sagt sein Trainer. Ein Nachteil beim Prozess der Integration sind die fehlenden Sprachkenntnisse.

Gerade in diesen Tagen, wenn Kamadas Landsmann und „Dolmetscher“ Makoto Hasebe mit der Nationalmannschaft unterwegs und eben nicht vor Ort in Frankfurt ist, sei die Kommunikation „schwierig“, gibt der Trainer zu. Es ist dann nicht so einfach, Kamada mannschaftstaktische Vorgaben und individuelle Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg zu geben. „Aber er lernt fleißig Deutsch und versteht es schon ganz gut“, sieht Kovac ein Licht am Horizont, „er hat ja lange genug Vertrag, um da weiter voranzukommen.“

Der Vertrag von Kamada läuft bis zum Juni 2021. Alleine diese Dauer zeigt, wie überzeugt sie bei der Eintracht von ihm sind. Ganz ähnlich wie beim Mexikaner Marco Fabián, der erst in seinem zweiten Jahr in Frankfurt, so richtig heimisch geworden ist, könnte es auch bei Kamada laufen. „Wir sollten ihm Zeit geben“, bittet der Frankfurter Trainer um Geduld. Und an Kamada gerichtet fordert er: „Er muss mehr aus sich herausgehen.“

  So könnte die Eintracht gegen Sandhausen spielen: Zimmermann – Wolf, Knothe, Ordonez, Tawatha – de Guzman, Stendera, Medojevic, Blum – Hrgota, Kamada.

Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse