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Eintracht Frankfurt: Testspiel gegen US Sassuolo: Zwei Sieger, aber auch ein Verlierer

Max Besuschkow und Mijat Gacinovic konnten die Verletzungsprobleme im Eintracht-Mittelfeld nutzen. Aber Andersson Ordóñez steckt in einem tiefen Loch.
Gutes Spiel gegen Sassuolo: Max Besuschkow (Zweiter von links), hier im Duell mit Francesco Magnanelli (links). Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Gutes Spiel gegen Sassuolo: Max Besuschkow (Zweiter von links), hier im Duell mit Francesco Magnanelli (links).
Gais. 

Vorbereitungsspiele im Rahmen von Trainingslagern sind mit Vorsicht zu genießen. Die hoch belasteten Spieler verkraften die intensiven Übungseinheiten sehr unterschiedlich. Und so sind erfahrene Trainer eigentlich nicht bereit, den einen oder anderen herauszuheben oder einen gar abzuschreiben. Das gilt auch für die Frankfurter Eintracht und ihren Coach Niko Kovac. Und doch hat das Testspiel am Donnerstag gegen den italienischen Erstligisten US Sassuolo (1:1) mit Max Besuschkow und Mijat Gacinovic Gewinner und mit Andersson Ordóñez einen Verlierer hervorgebracht.

Zwei konnten mit engagierten Leistungen sowie einem Tor auf sich aufmerksam machen, der andere verspielte mit vielen fehlerhaften Aktionen seine Chance, sich nachhaltig in Erinnerung zu bringen.

Bilderstrecke Gacinovic trifft: Eintracht trennt sich 1:1 von Sassuolo
Eintracht Frankfurt hat in einem Testspiel gegen den italienischen Erstligisten US Sassuolo unentschieden gespielt. Der Fußball-Bundesligist kam am Donnerstagabend im Rahmen seinen Trainingslagers in Südtirol zu einem 1:1 (1:0). Unsere Bilderstrecke zeigt Szenen der Partie.27.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Eintracht Frankfurt - US Sassuolo, emspor, v.l. Mijat Gacinovic (Eintracht Frankfurt), Taleb Tawatha (Eintracht Frankfurt) celebrate the goal, Torjubel zum 1:027.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Eintracht Frankfurt - US Sassuolo, emspor, v.l. Marco Russ (Eintracht Frankfurt), Jetro Willems (Eintracht Frankfurt)

Besuschkow haben die Frankfurter im letzten Winter von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart geholt, Sportvorstand Fredi Bobic hatte da sein Insiderwissen genutzt. Im ersten Halbjahr ist der in Tübingen geborene Sohn russischer Eltern nicht weiter aufgefallen, hat es nur auf drei Einsätze gebracht. Besuschkow hat keine wirkliche Rolle gespielt. Dabei wurde übersehen, dass er gerade erst 20 Jahre alt geworden ist und seine sportliche Zukunft vor sich hat.

In dieser Vorbereitung hat er sich bislang richtig stark vorgestellt. Gegen Sassuolo gehörte er zumindest vor der Pause zu den auffälligsten. „Er ist ziemlich weit vorne in der Vorbereitung“, lobte der Trainer ihn zurückhaltend. „Max ist ein absoluter Vollprofi, er weiß, was er will.“

Besuschkow will die Chance, die sich ihm im Mittelfeld bietet, am Schopf packen. Mit Jonathan de Guzman, Marco Fabián und Daichi Kamada fehlen derzeit drei kreative Köpfe wegen Verletzungen, auch der direkte Konkurrent Slobodan Medojevic ist angeschlagen. Zudem hat Neuzugang Gelson Fernandes noch das eine oder andere spielerische Integrationsproblem.

Besuschkow hat frisch und frei drauflos gespielt. „Ich gebe jeden Tag Gas und will mich weiterentwickeln“, sagt er, „ich will Schritt für Schritt nach vorne kommen“. Ein Stück weit ist ihm das gerade in den Tagen von Südtirol gelungen. Sein läuferisches Talent kommt ihm da zur Hilfe. „Ich kann viel laufen“, lächelt er die läuferischen Belastungen einfach weg, „wer bei Herrn Kovac trainiert, hat immer schwere Beine“. Dem gesamten Trainerteam ist er dankbar, „sie haben mich weitergebracht.“

Von den Verletzungsproblemen im Mittelfeld profitiert derzeit auch Mijat Gacinovic. Rund eine Stunde hielt er durch, obwohl der EM-Teilnehmer später in die Saisonvorbereitung eingestiegen ist. „Die anderen sind weiter“, weiß der 20-Jährige. Trotzdem gelang ihm per Freistoß das 1:0, als der Ball durch die Mauer ins Netz flog. Grinsend bekannte er am Tag darauf: „Eigentlich wollte ich über die Mauer schießen. Aber so war es besser.“ Er weiß, dass es schwer sein wird, einen Stammplatz zu bekommen, wenn alle wieder fit sind: „Die Mannschaft ist besser als im Vorjahr.“ Trotzdem hofft er, möglichst viele Spiele zu machen. Möglichst etwas weiter vorne als auf der Sechser-Position: „Ich will meine Statistik verbessern.“ Sprich, er hofft auf mehr Tore und Torvorlagen.

Dass es bei Besuschkow für einen Stammplatz reichen wird, ist immer noch eher unwahrscheinlich, aber mit ihm hat Kovac zumindest eine weitere Alternative gefunden. Ein Spieler, der voller Vorfreude der Liga entgegensieht. „Wir haben eine geile Mannschaft und Bock auf die Saison“, sagt er.

Andersson Ordóñez steckt zumindest derzeit in einem tiefen Loch. Da klappt es mit der spielerischen Integration noch nicht. Der Ecuadorianer, als Hoffnung für die Innenverteidigung ebenfalls im letzten Winter geholt, kommt nicht richtig von der Stelle. Immer wieder wird er von Verletzungen zurückgeworfen, zudem scheint ihm der Wechsel vom südamerikanischen zum europäischen Fußball mit all seinen Facetten, auch der Trainingsarbeit, schwer zu fallen. Darauf deuten die vielen kleineren und größeren Verletzungen hin, die ihn immer wieder zu Pausen zwingen. Und wenn er dann spielt, wie gegen Sassuolo, dann geht viel schief, zu viel. Ordóñez kann seine Qualitäten zu selten einbringen. Mit einer Reihe von Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen hat er die Mannschaft einige Male in Schwierigkeiten gebracht. Die nicht neue Erkenntnis: Die Eintracht muss in der Innenverteidigung dringend nachbessern.

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