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Eintracht Frankfurt: Training mit Optikerin: Das Auge spielt mit

Von Trauen die Adler ihren Augen nicht? Am Mittwoch stand für die Eintracht-Spieler ein Sehtest auf dem Trainigsplan. Coach Schaaf hat damit schon gute Erfahrungen gemacht.
Alles im Blick? Auch Lucas Piazons Augen werden unter die Lupe genommen. 	Foto: Rhode Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Alles im Blick? Auch Lucas Piazons Augen werden unter die Lupe genommen. Foto: Rhode
Frankfurt. 

Das war eine ganz ungewöhnliche Trainingseinheit, die Trainer Thomas Schaaf da am Mittwochmittag für die Profis der Frankfurter Eintracht vorbereitet hatte. „Augentraining“ stand auf dem Programm, durchgeführt und angeleitet von der Augenoptikermeisterin Alexandra Römer, mit der Schaaf schon seit seiner Zeit bei Werder Bremen zusammenarbeitet. „Das Auge spielt mit“ war der Oberbegriff für das „Screening“, das bei jedem Spieler durchgeführt wurde. Die „visuelle Wahrnehmung“ spiele im Sport, gerade auch beim Fußball wegen der immer weiter zunehmenden Geschwindigkeit, eine große Rolle. Getestet wurden bei einem mehrstufigen Zirkel unter anderem die Blickmotorik, die Sehschärfe und das periphere Sehen. „95 Prozent unserer Bewegungen werden durch das Auge kontrolliert und koordiniert“, sagte Frau Römer.

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Zwei Wochen wird es etwa dauern, bis der Test ausgewertet ist. Danach können dem einen oder anderen, bei dem Defizite festgestellt werden, Hilfeleistungen angeboten werden: Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen, vielleicht auch „optimetrisches Visualtraining“. Eventuelle Sehschwächen im Stress von Spiel oder Training seien zu beheben, sagt Schaaf, der auf einem internationalen Trainerkongress mit dem Thema in Berührung gekommen war. „Diese Dinge sind trainierbar“, sagt er. Kein Spieler werde gezwungen, die Hilfen in Anspruch zu nehmen. Es sei lediglich ein weiterer Baustein beim Versuch, „den Spielern ein größtmögliches Angebot zu machen“. Aus seiner Erfahrung der vergangenen Jahre waren in den jeweiligen Aufgeboten bis zu fünf Spieler von Sehschwächen betroffen.

Als bestes Beispiel für die Bedeutung des „Sehtrainings“ gilt Tischtennis-Weltmeister Timo Boll, der durch das intensive Training eine Sehleistung von 265 Prozent erreicht habe. Der „Normalbürger“ kommt auf hundert Prozent, Leistungssportler schon mal auf 160 bis 200 Prozent. „Boll kann beim Training Schrift auf dem Tischtennisball erkennen“, sagt Frau Römer. Dass sich viele Sportler nach den Tests „einfach sicherer“ fühlten, sei einer der wichtigsten Aspekte des Augen-Screenings.

 

Die Lage entspannt sich

 

Zurück zum Fußball: Die Personalsituation bei der Frankfurter Eintracht hat sich am Mittwoch deutlich entspannt. Alexander Meier, der einen Tag wegen Problemen mit der Ferse pausiert hatte, konnte das komplette Trainingsprogramm absolvieren. Bamba Anderson, er hatte am Dienstag wegen privater Termine gefehlt, war wieder mitten drin. Und sogar Carlos Zambrano hat trainiert. Der Abwehrchef, der am vorigen Samstag beim Heimspiel gegen den SC Paderborn wegen einer Bänderdehnung im Knöchel ausgewechselt werden musste, drehte ein paar Runden um den Platz. „Ich habe noch Schmerzen, aber ich kann spielen“, fasste der peruanische Nationalspieler seine persönliche Situation zusammen.

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Auch Trainer Thomas Schaaf, der die Nachmittagseinheit am Dienstag ebenfalls wegen privater Termine versäumt hatte, geht davon aus, „dass das bis Samstag klappt“. Heute will Zambrano wieder gegen den Ball treten und dann beim Auswärtsspiel in Stuttgart dabei sein. Ein Fragezeichen steht dann nur noch hinter Stefan Aigner. Der Flügelstürmer hatte das Dienstagtraining wegen Übelkeit abbrechen müssen und fehlte auch am Tag darauf. „Es geht ihm zwar besser, aber wir müssen abwarten, wie geschwächt er ist“, sagte der Trainer.

Die Eintracht will mit der aktuell besten Mannschaft und mit viel Selbstvertrauen in das so wichtige Spiel beim VfB gehen. Beim Tabellenschlusslicht soll es am Samstag endlich wieder einmal zu einem Auswärtssieg reichen. „Die Fans wollen einen Auswärtssieg, und wir wollen einen Auswärtssieg“, sagt Haris Seferovic, „wir können nichts anderes machen, als unser Bestes geben.“ Vor allem komme es darauf an gegen die abstiegsbedrohten Schwaben „dagegenzuhalten“ und das eigene Spiel durchzusetzen. „Dann können wir die drei Punkte holen“, sagt der Stürmer.

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