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Eintracht Frankfurt: Und wieder sticht ein Joker - diesmal Haris Seferovic

Nicht zum ersten Mal trifft ein Einwechselspieler entscheidend für die Eintracht. Haris Seferovic könnte sich mit dieser Rolle anfreunden.
Ab zur Familie: Haris Seferovic (links) trifft, die Kollegen freuen sich. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Ab zur Familie: Haris Seferovic (links) trifft, die Kollegen freuen sich.
Frankfurt. 

Ein kleines Missverständnis gab es dann doch noch. Warum er nach seinem entscheidenden Volltreffer zu Trainer Niko Kovac gelaufen sei, wurde Haris Seferovic gefragt, als die Partie gegen Borussia Dortmund abgepfiffen war und sein 2:1 der Frankfurter Eintracht einen weiteren verblüffenden Coup beschert hatte. „Ich bin gar nicht zum Trainer“, erklärte er, nachdem er die Joker-Rolle so gut ausgefüllt hatte, die wahre Richtung: „Direkt dahinter stand meine Familie.“

Davon abgesehen hat Seferovic mitten in dieser Frankfurter Erfolgsgeschichte alle persönlichen Ziele längst hinter das Große und Ganze zurückgestellt – was bei ihm nicht immer als Selbstverständlichkeit erschien. „Natürlich freue ich mich für mich, aber auch für die Mannschaft, denn das Team ist die Nummer eins für alle“, betonte er am Ende eines für ihn und die ganze Eintracht erfreulichen Samstagnachmittages. Im Fall des Schweizer Nationalstürmers ist das schon eine bemerkenswerte Wendung. In der vergangenen Saison schließlich war der 24-Jährige verschrien für seine Ego-Trips, und als er sich Ende Januar im ersten Heimspiel dieses Kalenderjahres gegen den VfL Wolfsburg nach seiner Auswechslung zur Pause schmollend auf die Tribüne verzog, brachte das den damaligen Trainer Armin Veh endgültig auf die Palme. Wie wichtig Seferovic aber sein kann, wurde unter Veh-Nachfolger Kovac deutlich, als er in der Relegation zum Retter vor dem Abstieg wurde, beim 1:0 im Rückspiel in Nürnberg das letzte und wichtigste Tor der ganzen Runde schoss.

Sein Wert ist unbestritten, den im Sommer auslaufenden Vertrag würde die Eintracht gerne verlängern. „Wir haben gute Gespräche geführt und werden weiter miteinander reden“, erklärte Sportvorstand Fredi Bobic am Samstag. Einen Stammplatz hat Seferovic seit dem Neustart nicht mehr – nur in vier von bislang zwölf Punktspielen stand er in der Startelf. Trotzdem stellt er sich mehr denn je in den Dienst der Mannschaft.

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26 11 2016 xJHx Football 1 Bundesliga Eintracht Frankfurt Borussia Dortmund emspor v l Pierre Emerick Aubameyang Borussia Dortmund David Abraham Eintracht Frankfurt Frankfurt at Main

„Meine Aufgabe nach der Einwechslung war einfach ackern. Das gilt für jeden Spieler, wenn er reinkommt. Die Lunge auskotzen, so lang er kann“, beschrieb er in kräftigen Worten, was der Trainer von ihm verlangte, als er ihn nach 71 Minuten für Alexander Meier ins Spiel brachte. Umso besser, dass er mit seinem Tor dann auch noch eine andere Aufgabe erledigte. „Wir wussten, dass der BVB den Rückraum nicht so dicht macht. Deshalb bin ich nicht in den Strafraum gelaufen“, erklärte er den Hergang. Den Ball, den er von Szabolcs Huszti bekam, wollte er aus 18, 19 Metern genau dorthin schießen, wo er dann auch landete – ins linke Toreck, weil er gesehen hatte, dass Torhüter Roman Weidenfeller einen Schritt in die andere Richtung gemacht hatte.

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Nebenbei war das schon der fünfte Saisontreffer durch einen Einwechselspieler. Michael Hector traf zum 3:3 gegen die Hertha, Seferovic selbst zum 3:0 beim HSV, und in der Woche zuvor waren es Meier und der junge Aymen Barkok beim 2:1 in Bremen. Ein reiner Zufall ist es nicht, dass die Joker so oft stechen, das hat auch mit mindestens zwei Grundsätzen des Trainers zu tun. Erstens macht Kovac mit Worten und Taten immer wieder deutlich, dass jeder einzelne Spieler im Kader gebraucht wird. Und zweitens ist es ihm wichtig, im Lauf des Spiels frische Kräfte nachlegen zu können.

„Ich weiß, was ich kann, und Niko weiß das auch. Er ist ein sehr, sehr guter Trainer und weiß, wie er die Spieler einsetzt“, sagt Haris Seferovic und kann sich im derzeitigen Eintracht-Hoch selbst mit dieser Joker-Rolle anfreunden – vor allem, wenn es so ausgeht wie gegen die große Borussia: „Natürlich will jeder spielen. Aber wenn das Team weiter so punktet, sitze ich gerne auf der Bank, komme rein und mache dann vielleicht ein Tor.“

26.11.2016, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund, emspor , v.l. Alexander Alex Meier (Eintracht Frankfurt) jubeln / jubelt nach Spielende. Frankfurt am Main

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