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Eintracht Frankfurt: Vielleicht, vielleicht auch nicht: Hradecky lässt Zukunft weiter offen

Weiter ist unklar, was aus Lukas Hradecky wird. Wird er noch in diesem Sommer verkauft oder sein Vertrag verlängert? Der Spieler selbst gibt auf diese Fragen zwar keine direkt Antwort, beteuert jedoch, dass er sich die Entscheidung nicht leicht mache.
Lukas Hradecky im Trainingslager in San Diego. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Lukas Hradecky im Trainingslager in San Diego.
USA.  Der Aufschrei im Umfeld der Frankfurter Eintracht war laut, als der damalige Stammtorwart Kevin Trapp im Sommer 2015 ankündigte, den Verein zu verlassen. Die Sorge war groß, dass kein adäquater Ersatz für den aufstrebenden Keeper gefunden werden kann. Schon gar nicht in der Kürze der Zeit. Und dann kam Lukas Hradecky. Gefühlt aus dem Nichts. Und spielte sich von Null angefangen nicht nur zur unumstrittenen Nummer eins in das Gehäuse der Eintracht, sondern auch in die Herzen des Frankfurter Anhangs. Dort hat er bis heute eigentlich einen sicheren Platz – wäre da nicht der Heckmeck um die von der Eintracht gewünschte und forcierte vorzeitige Vertragsverlängerung.
 
Kein klares Bekenntnis
 
Der Finne hat das Angebot des Vereins ausgeschlagen. Angeblich sind er und sein Vater, der die Vertragsgespräche führt, mit dem angebotenen Salär nicht einverstanden. Aktuell ruhen die Verhandlungen. Sportdirektor Hübner ließ verlauten, dass er während der USA-Reise des Vereins keine Gespräche solcher Art führen möchte. „Hier fokussiere ich mich voll auf die Vorbereitung. Es wird danach in Frankfurt noch einige Gespräche geben“, sagt nun auch der Schlussmann selbst und fügt an: „Ich habe den Verein nicht gebeten, mich freizugeben. Ich bereite mich hier so vor, als würde ich bleiben.“ Daher gebe es „sicherlich eine Chance“, dass er bleibe. Ein klares Bekenntnis zur Eintracht klingt gewiss anders. Jedoch unterstreicht der 27-Jährige, dass er sich in Frankfurt sehr wohl fühle und sich freue, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. „Ich bin froh, dass ich noch ein Jahr hier Vertrag habe. Vielleicht wird es mehr, vielleicht auch nicht“, meint der finnische Nationaltorhüter. Egal, wie es in dem Vertragspoker um ihn weitergeht – Hradecky verspricht, dass er solange er bei der Eintracht unter Vertrag steht, „100 Prozent für den Verein“ leisten wird.
 
Fans sind ihm wichtig
 
Und man nimmt ihm diese Worte ab. Er hofft, dass dies auch die Fans tun, bei denen er wegen des Gezeters um die Vertragsverlängerung zunehmend in die Kritik geraten war. Eine Tatsache, die nicht spurlos an dem stets gut gelaunten Skandinavier vorbeigegangen ist. „Mich hat die Reaktion der Fans beschäftigt. Jeder kann darauf unterschiedlich reagieren. Das ist das gute Recht der Fans“, gesteht er ein. Aber sein Recht sei es, sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Seit seiner Rückkehr aus dem Urlaub sei er von allen positiv empfangen worden, was ihn gefreut hat. Denn ein gutes Verhältnis zum Anhang ist Hradecky schon immer wichtig gewesen.
 
Mentor für den Nachwuchs
 
Ein gutes Verhältnis hat der Keeper auch auf Anhieb zudem zahlreichen Neuzugängen gehabt. „Das sind alles coole Typen“, lacht er. Besonders der frischeste Neuling, Jonathan wäre sehr umgänglich und würde viel mit allen reden. „Luka Jovic und Daichi Kamada sind natürlich etwas ruhiger. Sie müssen erst noch Deutsch lernen.“ Spielerisch wären alle Neuen ein Gewinn, so Hradecky. Auch auf seiner Position gab es personell viel Bewegung seit Saisonende. Der Vertrag von Ersaztkeeper Heinz Lindner wurde bekanntlich nicht verlängert, für ihn wurde Jan Zimmermann geholt. Und Leon Bäthge, der bislang in der U19 spielte, erhielt einen Profivertrag. Im USA-Trainingslager trainiert Hradecky jedoch mit zwei ganz anderen Torhütern zusammen: Marius Herzig und Tobias Stirl. Denn sowohl Zimmermann als auch Bäthge mussten verletzt passen. Dass Hradecky mit den beiden Jungspunden – sie sind beide erst 17 Jahre jung – trainiert, macht ihm nichts aus. Ganz im Gegenteil: „Hoffentlich können sie etwas von mir lernen. Das wäre mir eine Ehre“, freut er sich und erklärt: „Ich war in diesem Alter noch nicht so weit, wie es diese beiden Jungs sind. Sie sind beide gut und ich freue mich, dass sie dabei sind.“
 
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