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Eintracht Frankfurt: Warum es bei der Eintracht noch viele Baustellen gibt

Von Gegen Sevilla und den FSV Frankfurt stehen Eintracht-Trainer Niko Kovac viele Spieler nicht zur Verfügung. Vor allem das Fehlen von Marco Fabián schmerzt.
Besonders optimistisch wirken Trainer Niko Kovac, David Abraham, Marco Russ und Timothy Chandler (von links) vor dem Test-Wochenende nicht. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Besonders optimistisch wirken Trainer Niko Kovac, David Abraham, Marco Russ und Timothy Chandler (von links) vor dem Test-Wochenende nicht.
Frankfurt. 

Der Endspurt ist eingeläutet. Eine Woche vor dem Start in die Pflichtspielsaison hat die Frankfurter Eintracht einen Doppeltest vereinbart: Am Samstag (16 Uhr in Wiesbaden) die Generalprobe für die Bundesliga (in zwei Wochen beim SC Freiburg) gegen den spanischen Fußball-Erstligisten Real Betis Sevilla, und am Sonntag (15.30 Uhr) im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier in Frankfurt die Probe für das Pokalspiel beim TuS Erndtebrück gegen den Nachbarn FSV Frankfurt.

Info: Training gedrosselt

Nach der dreistündigen „Marathon“-Einheit vom Donnerstag hat Trainer Niko Kovac die Trainingsintensität am Freitag deutlich zurückgeschraubt.

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Beide Spiele sind für Trainer Niko Kovac sehr wichtig. Gegen Sevilla kann er beobachten, wie weit seine Spieler in der Vorbereitung schon sind, ob sie spielerisch und taktisch einem guten Gegner gewachsen sind. Gegen den FSV kann er testen, wie man gegen einen Viertligisten spielt und wie man mit der Herausforderung der Favoritenrolle umgeht.

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Schade ist für den Frankfurter Coach, dass ihm beileibe nicht alle Spieler zur Verfügung stehen werden und er deshalb auch nicht so rotieren kann, wie er es eigentlich wollte. Neben den langfristigen Ausfällen Omar Mascarell und Alexander Meier werden am Wochenende auch die Neuzugänge Jonathan de Guzman und Carlos Salcedo sowie die Mittelfeldspieler Marc Stendera, Slobodan Medojevic und Marco Fabián sowie Stürmer Danny Blum fehlen. Zudem hat Andersson Ordonez wieder einmal nur Lauftraining absolviert und deshalb ist auch sein Einsatz fraglich.

Gerade der Ausfall von Spielmacher Fabián schmerzt. Inzwischen haben sich bei den Untersuchungen offenbar die Hinweise verstärkt, dass die Knieschmerzen des mexikanischen Nationalspielers, die bis in den Oberschenkel ziehen, wieder ihrer Ausgangspunkt im Rücken haben.

Bestätigt sich dies, wäre das für die Eintracht und den Spieler eine ganz schlechte Nachricht. Schon im Winter hatte der 28 Jahre alte Fabián mit Rückenproblemen zu kämpfen und insgesamt sieben Spiele wegen Lendenwirbelproblemen, so die damals offizielle Version, verpasst. Ohne den torgefährlichsten Spieler der vergangenen Saison müsste der Trainer eine weitere Baustelle schließen.

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Einer anderen versucht Niko Kovac erst einmal mit eigenen Bordmitteln beizukommen. Gegen Sevilla wird Marco Russ neben David Abraham und Makoto Hasebe die Dreierkette vervollständigen. Die Suche nach einem weiteren neuen Abwehrspieler, von Manager Bruno Hübner und Sportvorstand Fredi Bobic bestätigt, gestaltet sich offenbar schwierig. Dies sei „keine leichte Aufgabe“ räumt Hübner ein, „denn ganz viele Bundesligavereine suchen Innenverteidiger.“

Immerhin, es gibt einen Hoffnungsschimmer in den eigenen Reihen. Am Freitag hat erstmals seit er bei der Eintracht unter Vertrag steht, Carlos Salcedo direkt mit der Mannschaft geübt. Nach seiner Schultereckgelenksprengung und anschließender Operation hatte der Neuzugang aus Mexiko nach Reha-Maßnahmen nur eingeschränkt mitmachen können. „Wir hoffen, dass er nächste Woche noch intensiver mitmachen kann“, sagt Kovac. Bis Salcedo freilich spieltauglich ist, dürfte noch die eine oder andere Woche vergehen.

Auch andere Baustellen im Eintracht-Kader sind noch nicht endgültig geschlossen. Nach wie vor hält sich das Gerücht, dass Benfica Lissabon Torwart Lukas Hradecky verpflichten will. Freilich wollen die Portugiesen eher fünf denn zehn Millionen Euro an Ablöse bezahlen, was der Eintracht aus den unterschiedlichsten Gründen viel zu wenig ist. Grundsätzlich nämlich wollen sie ihren Torwart behalten, auch weil echte Alternativen zu erschwinglichen Preisen nicht auf dem Markt sind. Und eine Schwächung der Mannschaft kommt nicht in Frage. Deshalb gehen alle in Frankfurt davon aus, dass der Finne auch in der kommenden Saison bei der Eintracht im Tor stehen wird. Bis zum Ende der Transferperiode am 31.August freilich gibt es dafür keine Garantien.

Dünn besetzt sind die Frankfurter auch auf den offensiven Außenbahnen. Nach Blums Ausfall wegen einer Mandeloperation stehen im Grunde nur noch Marius Wolf, der allerdings auch noch an den Nachwirkungen einer Schulteroperation zu knabbern hat, und mit Einschränkungen Daichi Kamada zur Verfügung.

Auch deshalb wird es der Trainer in den ersten Spielen, also auch am Samstag gegen Betis, mit einem System versuchen, in dem keine reinen Außenstürmer benötigt werden. Mit Timothy Chandler und Taleb Tawatha werden zwei offensive Verteidiger eingesetzt, die die Außenbahnen rechts und links beackern sollen. Ihnen zur Seite auf den Halbpositionen sollen Max Besuschkow und die „Allzweckwaffe“ Mijat Gacinovic stehen. Und vorne wird die Doppelspitze Luka Jovic und Sebastien Haller angreifen.

Die mögliche Eintracht-Aufstellung: Hradecky – Abraham, Hasebe, Russ – Chandler, Besuschkow, Fernandes, Gacinovic, Tawatha – Jovic, Haller.

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