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Eintracht-Serie: Welche Erfahrungen die Eintracht mit dem Video-Aussistenten gemacht hat

Es gab viele besondere Momente in der Pokalsieger-Saison der Frankfurter Eintracht, einige waren wegweisend über den Tag hinaus. Wir stellen sie in einer Serie in loser Folge vor – diesmal: die Videobeweise.
Referee Felix Zwayer beim Videobeweis im Pokalfinale Foto: Pressefoto ULMER/Markus Ulmer (imago sportfotodienst) Referee Felix Zwayer beim Videobeweis im Pokalfinale
Frankfurt. 

Für den deutschen Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich ist der Videobeweis, der seit einem Jahr in der Fußball-Bundesliga mit mehr oder weniger Erfolg angewendet wird, trotz heftiger Diskussionen und viel Kritik auf einem guten Weg. „Ich würde es so einordnen, dass das Projekt Video-Assistent in der Rückrunde durch weniger Eingriffe und eine deutlich geringere Fehlerquote eine gute Entwicklung genommen hat, wir daran aber weiter arbeiten müssen“, sagte Fröhlich in einem Interview mit dem „Kicker“. Auch die Frankfurter Eintracht hat ihre Erfahrungen mit dem Video-Schiedsrichter und den Eingriffen ins Spiel aus dem Kölner „Keller“ – dort haben die Video-Assistenten ihren Platz, gemacht. Gleich am ersten Spieltag war die Eintracht betroffen und im letzten Saisonspiel, dem Pokalfinale, auch. In diesen beiden Fällen war der Video-Assistent (VAR) der Freund der Frankfurter.

Das Pokalfinale gegen den FC Bayern München (3:1) ist noch in bester Erinnerung. Es lief die Nachspielzeit, als die Bayern noch einmal alles daransetzten, die 2:1-Führung der Eintracht auszugleichen und sich in die Verlängerung zu retten. Javier Martinez wollte im Strafraum an den Ball, Kevin-Prince Boateng wollte es verhindern. Beide traten nach dem Spielgerät, Boateng traf den Münchner. Schiedsrichter Felix Zwayer ließ weiterspielen. Erst nach den Protesten der Bayern und auf Hinweis von Video-Assistent Bastian Dankert, ging er zur Seitenlinie in die sogenannte „Video-Area“ und schaute sich die Szene noch einmal an. Zwayer blieb bei seiner Entscheidung. Der Sturz von Martinez sei „unnatürlich“ gewesen, sagte er später, für ihn sei der Kontakt nicht genug für einen Elfmeter gewesen. Die Münchner und viele andere hatten das anders gesehen. Selbst Boateng gab zu, „dass ich ihn getroffen habe und man hätte Elfmeter pfeifen können“. Zwayer aber blieb bei seiner Entscheidung und machte die Eintracht glücklich. „Wenn ich Felix mal treffe, biete ich ihm ein Bier an“, sagte Torwart Lukas Hradecky.

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Eine glückliches Video-Saisonfinale also für die Eintracht. Begonnen hatte für die Frankfurter die neue Ära mit dem TV-Bildern zur vermeintlichen Objektivierung der Entscheidungen am ersten Spieltag in Freiburg. Die Eintracht holte am 20. August mit dem 0:0 bei SC Freiburg den ersten Punkt. In der 18. Minute hatte Tim Kleindienst den Ball ins Tor geschossen, Schiedsrichter Manuel Gräfe den Treffer zunächst anerkannt. Nach einem Hinweis aus dem Kölner „Darkroom“, wie der Video-Keller bald spöttisch genannt wurde, aber nahm er ihn wieder zurück. Vorbereiter Florian Niederlechner hatte im Abseits gestanden.

Am fünften Spieltag in Köln wiederum hatte Schiedsrichter Petersen die wichtigen Szenen nahezu komplett falsch entschieden. Und der Video-Assistent nie eingegriffen. Die Eintracht gewann durch einen Elfmeter von Sébastien Haller mit 1:0, doch der Strafstoß – Torwart Timo Horn an Mijat Gacinovic – war keiner. Danach hätten sowohl die Eintracht und die Kölner jeweils Elfmeter bekommen müssen. Die Pfeife blieb stumm, die Hilfe für den Referee blieb aus.

Auch in der Rückrunde stand bei der Eintracht einige Male der Videobeweis im Mittelpunkt. So am 22. Spieltag gegen den 1.FC Köln. In der 54. Minute kamen die Kölner zum zwischenzeitlichen 1:1. Makoto Hasebe hatte am Strafraum Simon Terodde zu Fall gebracht. Schiedsrichter Daniel Siebert pfiff zunächst Freistoß. Dann korrigierte er sich. Ein Blick auf die Videobilder hatte Klarheit gegeben, das Foul war „innerhalb“, also Elfmeter. Terodde schoss das 1:1. Am Ende siegte die Eintracht 4:2.

Bilderstrecke Sommerfahrplan: So läuft die Vorbereitung bei der Eintracht
<b>Trainingsauftakt: 2. Juli</b>
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Am 2. Juli ist die Sommerpause für die Eintracht offiziell beendet. Adi Hütter bittet die Mannschaft zur ersten Trainingseinheit der neuen Saison.<b>Testspiel beim Offenburger FV: 5. Juli</b>
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Das erste Testspiel steht drei Tage nach dem Trainingsauftakt an. Am 5. Juli ist die SGE zu Gast beim Landesligisten Offenburger FV. Es wird das erste Spiel des neuen Trainers sein.<b>Trainingslager in den USA: 7. - 15 Juli</b>
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Für die Adler geht es ins erste Trainingslager nach Salt Lake City, im US-Bundesstaat Utah. Trainieren wird die SGE bis 12. Juli RSL-Academy, bevor es die restlichen Tage nach Philadelphia geht.

Am 23. Spieltag beim 2:1 gegen RB Leipzig hatte die Eintracht Glück, dass Zwayer einen Strafstoß für die Gäste im hitzigen Montagabendspiel nach Rücksprache mit Köln wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurücknahm. Und am 25. Spieltag beim 1:0 gegen Hannover 96 erkannte Referee Marco Fritz nach einem Elfmeterpfiff für die Niedersachsen doch noch zurecht: Kein Foul, „Schwalbe“. Fritz nahm den Strafstoß zurück und verwarnte Miiko Albornoz.

Anders am 31. Spieltag. Da hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann nach einem Zweikampf von Makoto Hasebe mit Davie Selke Elfmeter für Hertha BSC gegeben. Auch diesmal kam aus Köln ein Hinweis. Stegemann schaute sich die Situation an, blieb aber bei seiner falschen Entscheidung. Dabei war Selke nach einer hauchzarten Berührung abgehoben, als sei er vom Blitz getroffen worden. Selke verwandelte selbst, es war das 0:1, der Anfang vom Ende (0:3) für die Eintracht.

Und schließlich noch der vorletzte Spieltag. Hamburgs Japaner Tatsuya Ito hatte den HSV in vermeintlich in Führung gebracht. Es gab keine Proteste, nur Erschrecken in der Arena. Doch der Video-Assistent griff ein, wies Schiedsrichter Deniz Aytekin darauf hin, dass Ito im Abseits gestanden hatte, hauchdünn zwar, aber im Abseits. Kein Tor für den HSV also, danach aber drei Tore für die Eintracht. Ebenso wie zwei Wochen später gegen die Bayern, beim glücklichen Ende der ersten Saison mit Videobeweis.

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