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Eintracht Frankfurt: Wer muss raus für den "Hasen"?

Von Abwehr oder Mittelfeld? Die Rückkehr von Makoto Hasebe zwingt Eintracht--Trainer Niko Kovac zu Umbauarbeiten.
Makoto Hasebe (links, hier nach dem ersten Heimspiel gegen Wolfsburg) steht für die Partie gegen Augsburg wieder zur Verfügung. Sollte der Japaner in der Abwehr spielen, könnte das für Simon Falette (rechts) die Versetzung auf die Bank bedeuten. Foto: Arne Dedert (dpa) Makoto Hasebe (links, hier nach dem ersten Heimspiel gegen Wolfsburg) steht für die Partie gegen Augsburg wieder zur Verfügung. Sollte der Japaner in der Abwehr spielen, könnte das für Simon Falette (rechts) die Versetzung auf die Bank bedeuten.
Frankfurt. 

Die Mitspieler nennen ihn Hase. Der Trainer sagt „Hasi“. Und die Journalisten haben ihn fast schon liebevoll „Hase B “ getauft. Wie auch immer, Makoto Hasebe genießt bei der Frankfurter Eintracht hohes Ansehen. Bei den Mitspielern ist er beliebt, beim Trainer ist er geachtet. „Ein absoluter Musterprofi“, lobt Niko Kovac.

FCA-Trainer Baum: „Das wird eine knackige ...

Manuel Baum hat die „Qual der Wahl“, wie er selbst sagt. Vor dem Bundesliga-Gastspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag kann der Trainer des FC Augsburg schließlich aus dem Vollen schöpfen,

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Der 33 Jahre alte Japaner gehört zur kleinen Riege der Führungsspieler. Vor einer Woche, beim ersten Sieg der Saison in Mönchengladbach, konnte er nicht mitwirken. Hasebe war mit einer Knieverletzung von der Länderspielreise mit der japanischen Nationalmannschaft zurückgekehrt. Nicht das im Frühjahr nach einem Crash mit dem Münchner Torpfosten lädierte und danach wegen eines Knorpelschadens operierte rechte Knie, hatte geschmerzt, sondern das linke. Auch das ist beim Kapitän der japanischen Nationalmannschaft vorgeschädigt.

Doch zwei, drei Tage Pause haben Wunder gewirkt. Vielleicht auch die eine oder andere Entspannung in der Badewanne, denn ein Vollbad liebt Hasebe, wie er mal in einem Interview ausgeführt hat. Seit vergangenem Sonntag steht er wieder im Mannschaftstraining. Und kann dementsprechend beim Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg dabei sein.

Dass er spielen wird, ist im Grunde klar. Denn Hasebe gehört zu den absoluten Stammkräften und ist normalerweise gesetzt. Seine besten Leistungen hat er unter Trainer Niko Kovac in der Mitte der Dreier-Abwehrkette gezeigt, dort spielt er eine Art „Libero“. Ein Freigeist, der ganz hinten meist ohne Gegnerdruck das Spiel aufbauen kann.

Wenn nötig hat Kovac Hasebe aber auch ins Mittelfeld geschickt, um dort für Ordnung zu sorgen. So in der Schlussphase des letzten Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg. Und unter Kovacs Vorgänger Armin Veh hat Hasebe auch schon mal als rechter Verteidiger ausgeholfen. Alles immer zur Zufriedenheit der jeweiligen Trainer. Den von den Fußballprofis erwarteten Satz, „Ich spiele, wo mich der Trainer hinstellt“, hat er verinnerlicht. Die japanische Mentalität, seine Höflichkeit, impliziert, dass es gegenüber der Trainermeinung keine Widerrede gibt.

Hasebe also wird gegen Augsburg spielen. Aber wer muss raus für den „Hasen“? Das ist keine so ganz einfache Entscheidung für den Trainer, denn schließlich hat die Eintracht am letzten Samstag 1:0 in Mönchengladbach gewonnen. Und der Trainer hatte dem Team ein Gesamtlob ausgesprochen.

Doch Platz für Hasebe wird sicher sein. Kehrt er als „Libero“ zurück, muss einer der drei Innenverteidiger aus dem letzten Spiel weichen. Da Interimskapitän David Abraham ebenfalls unantastbar ist, wird es entweder Carlos Salcedo oder Simon Falette treffen. Der Trainer wird sich das genau überlegen, wer am besten zum Augsburger Stürmerstar Alfred Finnbogason passt, der zuletzt mir drei Toren gegen den 1.FC Köln auffällig geworden ist. Die zweite Möglichkeit: Kovac bleibt bei der Abwehrformation von Mönchengladbach mit den drei Innen- und den beiden Außenverteidigern Timothy Chandler und Jetro Willems und bietet Hasebe im Mittelfeld auf.

Zeit zum Nachlegen

Auch dafür spricht einiges, denn immerhin hat die Frankfurter Deckung in Gladbach ja dicht gehalten. Hasebe könnte also anstelle oder neben Gelson Fernandes im defensiven Mittelfeld spielen. Bei zwei sogenannten „Sechsern“ müsste dann einer der Offensivkräfte raus. Da ist bei einem Heimspiel eher unwahrscheinlich. Denn bei allem Respekt gegenüber den Augsburgern, für die Eintracht kann es nur darum gehen, den ersten Heimspielsieg einzufahren.

Die Heimstärke freilich ist den Frankfurtern im Jahr 2017 abhanden gekommen. Von saisonübergreifend zehn Spielen in der eigenen Arena konnte die Eintracht gerade einmal zwei gewinnen. 2:0 gegen den Nachbarn Darmstadt 98, das war noch im Winter, Anfang Februar. Und dann noch 3:1 gegen den FC Augsburg am 22. April.

Da wird es Zeit nachzulegen und den Erfolg gegen die Augsburger zu wiederholen. In Anbetracht von zwei anstehenden Auswärtsspielen in der nächsten Woche – am Mittwoch in Köln, am Samstag in Leipzig – ist ein „Dreier“ auch wichtig, um sich weiter in sicheren Tabellengefilden zu bewegen.

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