Wer stürmt neben Rosenthal?

Endlich geht es wieder los. Mit dem Pokalspiel beim FV Illertissen startet Eintracht Frankfurt in die neue Saison. Anders als im Vorjahr wollen die Hessen die Auftakthürde nehmen und Selbstvertrauen für die Bundesliga und Europa League tanken.
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Frankfurt.  Die Hitze ist genauso drückend wie beim Pokal-K.o. vor einem Jahr in Aue, doch dieses Mal will Eintracht Frankfurt beim Saison-Aufgalopp zumindest sportlich nicht ins Schwitzen geraten. Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim Regionalligisten FV Illertissen soll es für die Hessen nicht wieder eine unliebsame Überraschung geben wie anno 2012 beim 0:3 im Erzgebirge. «Ich erwarte einen Sieg und dass wir das Spiel dominieren. Wir sind haushoher Favorit. Das muss man auf dem Rasen auch sehen», forderte Trainer Armin Veh vor dem Ausflug nach Augsburg.

Dorthin ist der bayerische Viertligist für die Partie an diesem Sonntag (18.30 Uhr) umgezogen. «Für mich ist das natürlich etwas Außergewöhnliches, dass die Saison mit einem Pokalspiel in meiner Heimatstadt beginnt», meinte der nach einer ordentlichen Vorbereitung gut gelaunte Veh und scherzte: «Für mich bedeutete das aber auch mehr Arbeit, denn ich habe mehr Karten besorgen müssen.»
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Die Stammplatz-Chancen der Adler
Armin Veh hat die Qual der Wahl. Der Kampf um die Stammplätze ist härter geworden. Grund für uns, die Chancen der Spieler zu bewerten.
Tor: Kevin Trapp <br><br>
In der vergangenen Saison war er die unumstrittene Nummer 1, sicherte der Eintracht bis zu seinem Handbruch mit tollen Paraden und erstklassigen Reflexen viele Punkte. Doch zu Saisonbeginn strahlt der 23-Jährige noch nicht die alte Souveränität aus. <br><br>
Stammplatz-Chance: 85 Prozent
Tor: Felix Wiedwald <br><br>
Er wurde vom MSV Duisburg verpflichtet, nachdem Oka Nikolov seinen Wechsel in die USA bekannt gab. Selbstbewusst wies er kürzlich darauf hin, dass er sowohl in Bremen (2. Mannschaft) als auch in Duisburg als Nummer 2 geholt wurde, sich dann aber durchsetzte. Hier wird er wohl länger darauf warten müssen. <br><br>
Stammplatz-Chance: 12 Prozent


Die Vorbereitung betrieb der Coach indes mit der gewohnten Ernsthaftigkeit. «Wir nehmen die Partie nicht auf die leichte Schulter», erklärte Veh. Das wäre auch fahrlässig, sehen die Hessen im DFB-Pokal doch sportlich und wirtschaftlich eine große Chance. «In unserem Saisonetat haben wir nur die 1. Runde eingeplant. Alles darüber hinaus geht in die Kasse. Wir wollen endlich mal wieder im Wettbewerb überwintern», verkündete Finanz-Vorstand Axel Hellmann das Ziel.

Im Falle des erwarteten Weiterkommens hätte die Eintracht bereits einen Zusatzverdienst von mindestens 220 000 Euro sicher. Sollte es nach acht Jahren sogar wieder einmal für eine Reise nach Berlin reichen, wo am 17. Mai 2014 das Finale steigt, würde dies den Frankfurtern einen Gewinn von mehreren Millionen Euro bescheren.

Doch soweit ist es noch lange nicht. Zunächst gilt die Konzentration dem Auftakt gegen Illertissen. Für das Spiel gegen die Schwaben hat sich Veh auf ein 4-4-2-System festgelegt. Wer gemeinsam mit Neuzugang Jan Rosenthal das Angriffsduo bilden wird, ließ der Eintracht-Trainer am Freitag jedoch offen. «Ich weiß noch nicht, ob ich Srdjan Lakic oder Joselu aufstelle», sagte er.


Klarheit herrscht dagegen auf allen anderen Positionen. Weil Kevin Trapp und Felix Wiedwald gesperrt sind, steht Aykut Özer zwischen den Pfosten. In der Innenverteidigung erhält Marco Russ den Vorzug vor Bamba Anderson. «Das gilt aber erst mal nur für dieses eine Spiel», stellte Veh klar. Im Mittelfeld darf Neuzugang Johannes Flum ran, dafür sitzt Takashi Inui auf der Bank. Und auch für Stefan Aigner, den anderen starken Außenflitzer der Vorsaison, ist aufgrund des Systemwechsels kein Platz in der Startelf.

Unabhängig vom Personal hoffen die rund 2400 Fans, die die Mannschaft begleiten werden, auf einen souveränen Auftritt ihrer Lieblinge. Und auch die Spieler sind heiß auf das erste Pflichtspiel der Saison. «Wir fühlen uns alle fit und spritzig. Es darf nichts anbrennen», meinte Rosenthal.
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