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Eintracht Frankfurt: Wie die Eintracht gegen Leipzig noch einmal Vollgas geben will

Von Bastian Oczipka will sich am Samstag noch einmal richtig reinhängen. Aber die Gedanken sind auch schon in Berlin. Bei Alex Meier und Jesús Vallejo geht es weiter aufwärts.
Bastian Oczipka (rechts) will gegen Leipzig wie hier gegen den Leverkusener Benjamin Henrichs noch einmal richtig Gas geben. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Bastian Oczipka (rechts) will gegen Leipzig wie hier gegen den Leverkusener Benjamin Henrichs noch einmal richtig Gas geben.
Frankfurt. 

Je näher es dem Bundesliga-Finale, vor allem aber je näher es dem Pokalendspiel geht, desto voller wird es wieder auf dem Trainingsplatz der Frankfurter Eintracht. Am Mittwoch sind mit Taleb Tawatha und Branimir Hrgota zwei Stammkräfte der letzten Wochen zurückgekehrt. Beide hatten noch am Dienstag gefehlt, sind nun aber einsatzbereit für das Heimspiel am Samstag gegen RB Leipzig. Und nachdem Alexander Meier und Jesús Vallejo auch die zweite Einheit mit Rehatrainer Martin Spohrer ohne Probleme durchgestanden haben, sollen auch diese beiden am Donnerstag wieder mit der Mannschaft üben. Leichte Entwarnung also an der Frankfurter Personalfront. Trainer Niko Kovac könnten sich bald wieder ein paar Alternativen mehr bieten.

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Am 16. Mai 2017 bereiteten sich dei Adler auf das Heimspiel gegen Leipzig vor. Co-Trainer Robert Kovac trainierte aufgrund der Verletzungssituatio mit. Alex Meier, Jesus Vallejo, Marc Stendera und Slobodan Medojevic sind zurück im Training, Furkan Zorba hat sich während des Trainings verletzt.Danny BlumMarco Fabian und Slobodan Medojevic.

Vorgenommen haben sich die Spieler für das letzte Heimspiel einiges. „Wir wollen unseren Fans noch einmal eine gute Leistung zeigen“, verspricht Bastian Oczipka, „wir werden Vollgas geben.“ Eine Sieggarantie aber könne niemand geben. Zuletzt konnten die Frankfurter Profis freilich ähnliche Vorgaben des Trainers und auch selbst gesteckte Ziele nicht umsetzen, dreimal in Folge wurde in Hoffenheim, gegen Wolfsburg und in Mainz verloren, die Leistungen waren von Woche zu Woche schlechter geworden. Oczipka spricht nun sogar davon, „dass wir noch ein paar Plätze nach oben klettern wollen“, um sich in der Fernsehgeldtabelle noch ein paar Millionen Euro mehr zu sichern. Das wäre natürlich ganz im Sinne der Vereinsführung, doch die Möglichkeiten sind eher theoretischer Natur. Lediglich Schalke 04 könnten die auf Rang „11“ platzierten Frankfurter bei einem eigenen Sieg gegen den Vizemeister und einer gleichzeitigen Niederlage der Schalker in Ingolstadt noch überholen. Das würde für Platz 10 reichen. Mönchengladbach auf „9" liegt drei Punkte und drei Tore besser und spielt zu Hause gegen Absteiger Darmstadt. Die in den letzten Wochen mit schwachen Leistungen aus dem Fenster geworfenen Millionen Euro werden die Frankfurter also auch am letzten Spieltag nicht wieder reinholen können.

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Dennoch hat Oczipka Recht: Nicht nur im Hinblick auf das Endspiel gegen Borussia Dortmund, sondern auch, um die allgemeine Unzufriedenheit der letzten Wochen extern wie intern zu bekämpfen, wäre es wichtig, sich vernünftig aus der Saison zu verabschieden. Zu den Kernkompetenzen der Frankfurter Mannschaften hat das seit vielen Jahren aber nun wirklich nicht gehört. Ziemlich oft wurde das Saisonfinale zum Flop. Das Highlight in der Woche darauf sollte diesmal kein Hindernis sein. „Wir können uns schon auspowern“, sagt Oczipka, „wir haben ja dann eine Woche Zeit uns zu regenerieren.“ Körperlich sei es also kein Problem, mental freilich könnte es schwer werden, sich ausschließlich auf das letzte Ligaspiel zu konzentrieren. „Ich würde lügen, wenn dieses Endspiel nicht in unseren Köpfen wäre“, gibt Oczipka zu, „wir spüren doch jeden Tag, wie sich die ganze Stadt darauf freut.“ Als Ausrede aber würde die Mannschaft das große Finale nicht nehmen.

Auch intern wird natürlich diskutiert, wie es passieren konnte, dass auf eine fantastische Vorrunde eine miese Rückrunde gefolgt ist. „Stück für „Stück“ sei es abwärts gegangen, sagt der 28 Jahre alte Verteidiger, „am Anfang haben wir ja noch gute Spiele geliefert, dann plötzlich haben wir das Tor nicht mehr getroffen, dann haben wir hinten Fehler gemacht, das hat alle frustriert“. Und dann habe die „Eigendynamik des Misserfolgs“, wie es der einstige Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen mal formuliert hat, ihren Lauf genommen. Und keiner bei der Eintracht konnte bislang den Absturz wirklich stoppen.

Die Rückkehrer Vallejo und Meier geben nun nicht nur den Fans, sondern auch den Mitspielern neue Hoffnung. Keiner könne sich aktuell ein Bild von der Fitness des Abwehrspielers und des Stürmers machen. „Da müssen wir auf die Spieler vertrauen“, sagt Oczipka, „in wie weit sie wirklich fit sind, müssen sie selbst entscheiden.“

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