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Eintracht Frankfurt: Zurück aus Abu Dhabi: Neues Jahr, alte Sorgen

Von Die Adler sind wieder sicher in Frankfurt gelandet. Aber einiges ist dennoch unsicher: Drei wichtige Spieler sind verletzt und noch ist keine Lösung auf rechts in Sicht. Zudem werden Zweifel am Millionen-Einkauf Fabian laut.
Skeptischer Coach - an Vehs Miene auf der Bank hat sich auch im sonnigen Süden offenbar wenig geändert. Foto: Heiko Rhode Skeptischer Coach - an Vehs Miene auf der Bank hat sich auch im sonnigen Süden offenbar wenig geändert.
Frankfurt. 

Die Heimat hat die Frankfurter Eintracht wieder. Nach neun Tagen Trainingslager in Abu Dhabi ist der Flieger mit der Mannschaft am Mittwochmorgen pünktlich um 6.25 Uhr auf dem Rhein-Main-Flughafen gelandet. Nach einem freien Tag wird an diesem Donnerstag um 15 Uhr wieder in Frankfurt geübt. Bei 25 Grad kälteren Temperaturen, passenderweise auf dem Platz an der Wintersporthalle. Am Wochenende findet dann noch ein weiteres Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Arbeit unter der Sonne am arabischen Golf sei „grundsätzlich positiv“ gewesen, sagte Trainer Armin Veh nach der Rückkehr, auch wenn das 0:4 im letzten Testspiel gegen Borussia Dortmund durchaus ernüchternd für alle ausgefallen war. Viele Sorgen sind geblieben, das hat dieses Spiel deutlich gezeigt, ein paar wenige Lichtblicke aber gibt es auch. Das Zwischenfazit zehn Tage vor dem Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg fällt denn auch (noch) nicht wirklich positiv aus.

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Noch immer keine Lösung hat der Frankfurter Trainer für die Position rechts hinten in der Abwehrkette gefunden. Keiner der Kandidaten konnte sich wirklich empfehlen für einen Stammplatz. Timothy Chandler hat zwar die körperlichen Defizite aufgearbeitet, doch beim amerikanischen Nationalspieler bemängelt Veh weiterhin „taktische Fehler“. Aleksandar Ignjovski ist in der Defensive sicher der stärkste der Kandidaten, doch ihm mangelt es an Ballsicherheit im Aufbau nach vorne. Aus Sicht des Trainers wäre Makoto Hasebe der beste Mann als rechter Verteidiger. Doch den Japaner braucht er aktuell dringend im Mittelfeld. Grund: Stefan Reinartz wird noch eine längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Der ehemalige Leverkusener hat schon auf das Trainingslager wegen Leistenproblemen verzichten müssen. Zu Hause sollte er in der Reha an der Lösung der Probleme arbeiten. Doch die Verletzung hat sich nicht gebessert. Womöglich handelt es sich sogar um eine Schambeinentzündung, deren Behandlung schwierig und deren Ausheilung durchaus langwierig sein kann. In jedem Fall wird Reinartz nun einen weiteren Spezialisten aufsuchen. „Er wird uns noch eine Zeit lang fehlen“, sagt der Trainer.
 

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Die Verletzungssorgen begleiten die Eintracht also auch ins neue Jahr. Mit Carlos Zambrano und Haris Seferovic fehlen ja noch zwei andere Spieler, die im Normalfall absolut „gesetzt“ wären. Zambranos Muskelverletzung, die er sich im Derby gegen Darmstadt am 6.Dezember zugezogen hat, war wohl mehr als nur ein Muskelfaserriss. Zudem hat er ganz offenbar in der Winterpause in der Heimat nicht so gearbeitet, wie es von einem Profi zu erwarten gewesen wäre.  Jedenfalls hat der für die Mannschaft so wichtige Abwehrchef in diesem Jahr noch kein einziges Training mit der Mannschaft absolviert. Nächste Woche soll es dann endlich wieder so weit sein. Ob das dann bis zum Spiel gegen Wolfsburg reicht? Ähnliche Fragezeichen stehen auch hinter Seferovic. Dessen Achillessehne am rechten Bein ist entzündet, bereitet Schmerzen beim Laufen. „Sowas kann passieren“, sagt der erfahrene Veh, sieht diese Verletzung als „normal“ während einer Vorbereitungsphase an. Mit dem Schweizer Angreifer rechnet er fest bis zum Auftakt.

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Was auch dringend nötig ist. Denn das Offensivspiel der Eintracht wäre sonst zu sehr abhängig von Kapitän Alexander Meier. Die beiden Neuen Szabolcs Huszti und Marco Fabian haben noch nicht die Akzente setzen können, die man von ihnen erwartet. Huszti ist dies zwar im Training gelungen, im Härtetest gegen Dortmund aber nicht. Und Millionen-Einkauf Fabian ist bislang fast alles schuldig geblieben. Ob er wirklich die Lösung für die linke Seite sein wird, darf durchaus bezweifelt werden. Der Trainer will freilich nicht den Stab brechen. “Ich bin überzeugt, dass er noch kommt“, sagt Veh. In der Tat sollte dem mexikanischen Nationalspieler eine gewisse Eingewöhnungszeit zugestanden werden.
 
Vielleicht kann ja ein ganz anderer Spieler in der Rückrunde für Furore sorgen. Mijat Gacinovic, im letzten Sommer aus Novi Sad gekommen, wurde von Veh in der Vorrunde behutsam aufgebaut. Dies scheint sich nun auszuzahlen. Schon bei seinem Bundesliga-Debüt in Mainz hat der serbische U 20-Nationalspieler ordentlich gespielt. Nun beim Test gegen Dortmund war er der einzige Frankfurter, der dem Gegner läuferisch Stand hielt. „Er hat alles mitgemacht beim Training und war trotzdem total frisch“, lobte der Trainer, „er hat einen Sprung nach vorne gemacht.“ Gacinovic hat gezeigt, dass er sowohl als Links-wie auch als Rechtsaußen eine Alternative sein kann. 

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