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SGE – die Adler im Trainingslager: Der Chef ist fit

Von Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist im Trainingslager ein Vorbild für alle.
Kapitän Pirmin Schwegler legt sich in Abu Dhabi mächtig ins Zeug. Foto: Rhode Kapitän Pirmin Schwegler legt sich in Abu Dhabi mächtig ins Zeug. Foto: Rhode
Abu Dhabi. 

Der Kapitän übernimmt die Führungsrolle. Auch wenn es über 30 Meter relativ steil nach oben geht. Pirmin Schwegler spielt die Tatsache, dass er regelmäßig der Erste war, wenn im Trainingslager der Frankfurter Eintracht in Abu Dhabi der „Hügel der Leiden“ neben dem Mannschaftshotel erklommen wurde, gerne spaßig herunter: „Es sind ja nicht die Schweizer Berge. Außerdem ist es schön zu wissen, dass noch ein paar hinter mir sind.“ Die Szene sagt dennoch viel über das Selbstverständnis des 26-jährigen Chefdenkers unter den Frankfurter Fußball-Profis aus. Schwegler geht voran. Weil er es will – auch wenn er sich dabei übernimmt.

Zu Beginn der Saison schleppte der Schweizer Nationalspieler Leistenprobleme mit sich herum. Die hatten ihn schon bei der Sommer-Vorbereitung beeinträchtigt. Schwegler wollte dennoch seiner Verantwortung als Kapitän gerecht werden. „Mit der Leiste habe ich einen Fehler gemacht“, sagt er rückblickend: „Ich hätte das auskurieren sollen.“ Trainer Armin Veh nahm seinen Mittelfeld-Lenker sogar zeitweilig aus der Mannschaft, auf dass er seine Fitness verbessern solle. Damit musste der ehrgeizige Eidgenosse erst einmal fertigwerden. Von einem getrübten Verhältnis zwischen Trainer und Kapitän war die Rede.

Dann der nächste Rückschlag: Innenbandriss im linken Knie, Operation, wochenlange Pause. Der größte Teil der Europa-League-Spiele im Herbst fand ohne Schwegler statt. Anfangs hieß es sogar, er könne 2013 nicht mehr an den Ball. Doch Schwegler kam schon elf Wochen nach der OP zurück – schneller als gedacht und besser als erhofft. Auch dabei spielte sein Verantwortungsbewusstsein eine entscheidende Rolle: „Das ist ein Stück weit auch Einstellungssache, ob ich in der Reha eine Stunde länger mache als andere.“ Ausgerechnet in Bordeaux, vor 12 000 Frankfurter Fans, bespielte er auch wieder eine europäische Bühne: „Das ist das Größte, was man erleben darf.“
 

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Und dennoch Schnee von gestern. Unter der Sonne Abu Dhabis absolviert die Eintracht erneut eine Vorbereitung – diesmal mit einem gesunden Pirmin Schwegler: „Ich freue mich, dass ich schmerzfrei bin. Ich habe keine Probleme mehr, kann 100 Prozent Gas geben.“ Man sieht in den Trainingseinheiten, dass bei dem Schweizer, wie auch bei anderen während der Vorrunde ausgefallenen Stammspielern wie Alexander Meier oder Stefan Aigner Kraft und Spielfreude zurück sind – trotz der strapaziösen Arbeit zweimal am Tag: „Es ging schon deutlich in die Knochen. Im ersten Moment tut’s weh, aber wir profitieren alle davon“, sagt Schwegler.

Längst hat sich auch bei dem Kapitän die Erkenntnis durchgesetzt, dass es nötig war, in der Vorbereitung auf die so wichtige Rückrunde m Training eine Zäsur zu setzen: „Im Sommer haben wir vielleicht zu wenig gemacht.“ Die Folgen sind bekannt. Die auf drei Hochzeiten tanzende Eintracht bekam in vielen Spielen Probleme mit der zweiten Luft, späte Gegentore und schmerzende Punktverluste waren die Folge. „Ich denke, dass daraus Lehren gezogen wurden“, sagt Schwegler.

Nun, da bis auf Bastian Oczipka (Achillessehnenentzündung) alle Mann wieder gesund und an Bord sind, rechnet Schwegler mit einem anderen, schlagkräftigeren Team als in der Vorrunde. Und einer Festlegung auf das 4-2-3-1-System, in dem die Eintracht nach dem Bundesliga-Aufstieg für viel Furore gesorgt hatte. Nach jetzigem Stand dürfte Veh auf das seinerzeit bewährte offensive Mittelfeld mit Alex Meier auf der „10“ und Stefan Aigner und Takashi Inui auf den Flügeln setzen. Pirmin Schwegler wird dahinter absichern und vorangehen – so wie auf dem „Hügel der Leiden“ von Abu Dhabi.

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