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Frankfurt vs. Porto: Eintracht: Hauptsache hinten die Null

Von Der Frankfurter Fußball-Bundesligist will heute in der Europa League beim FC Porto eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel in einer Woche schaffen.
Sichtlich gut gelaunt: Pirmin Schwegler (links) ist nach Porto mitgeflogen und war auch im Abschlusstraining mit dabei. Ob er heute Abend spielen wird, will Trainer Armin Veh erst kurz vorher entscheiden. Rechts Stephan Schroeck.	Foto: Hübner Sichtlich gut gelaunt: Pirmin Schwegler (links) ist nach Porto mitgeflogen und war auch im Abschlusstraining mit dabei. Ob er heute Abend spielen wird, will Trainer Armin Veh erst kurz vorher entscheiden. Rechts Stephan Schroeck. Foto: Hübner
Porto. 

Als sich die Profi-Fußballer am Mittwochvormittag am Frankfurter Flughafen trafen, um die Reise nach Portugal zu starten, war Pirmin Schwegler dabei. Der Kapitän, der zuletzt wegen eines sehr schmerzhaften Bruchs des Knorpels am unteren Rippenbogen pausierte, den er im Pokalspiel gegen Borussia Dortmund erlitt, hatte angekündigt, nur dann mitzufliegen, wenn er sich einen Einsatz im „Stadion des Drachens“ zutraut. Beim Abschlusstraining war er zumindest dabei.

Ob er allerdings heute (21.05 Uhr/Kabel 1) wirklich auflaufen wird, ist noch ungewiss. Trainer Armin Veh meinte vor dem Abschlusstraining: „Es ist sicher kein schlechtes Zeichen, dass Pirmin mitgeflogen ist. Aber ob er spielen wird, das entscheide ich.“
 

Bilderstrecke Die Eintracht fliegt nach Porto
Es sind die seltenen Momente, in denen eingefleischte Adler-Fans Einblicke in das Privatleben ihrer Lieblingskicker erhaschen können: Die Eintracht steigt am Mittwoch, 19. Februar am Frankfurter Flughafen in den Flieger nach Portugal, wo am Donnerstag der EuroLeague-Gegner FC Porto auf die Spieler wartet. Hier verabschiedet sich Marco Russ von seiner Frau Janina und den Kindern. Alle Fotos: Jan HübnerDer Nachwuchs versüßt den Abschied - und Papi kommt ja schon bald aus Portugal zurück. Vielleicht sogar mit einem Sieg.Hier zieht es Tranquillo Barnetta (links) und Pirmin Schwegler zum Check-In.

Diese Entscheidung behielt er noch für sich. Offen ließ er auch, ob Tranquilo Barnetta oder Johannes Flum im linken Mittelfeld spielen und Joselu oder Vaclav Kadlec stürmen werden. Eine Alternative wäre, dass Alex Meier, vor dem die Portugiesen anscheinend den größten Respekt besitzen, ganz vorne eingesetzt wird und Veh so das Mittelfeld verstärken kann.

Die Eintracht sieht sich als Außenseiter, „weil ich bei Porto keinen Schwachpunkt gesehen habe und der FC seit Jahren zu den besten Clubs in Europa zählt“, so Veh. Eigentlich spiele der Gegner in einer anderen Liga, zumindest finanziell: „Wir können keine zwölf und 17 Millionen Euro für zwei Außenverteidiger bezahlen.“

Insgesamt sei die Liga in Portugal zwar nicht mit der Bundesliga zu vergleichen, aber die drei Spitzenteams könnten in Deutschland hinter den Münchner Bayern mit allen Vereinen mithalten, glaubt der Trainer. Porto ist nicht nur Meister des Jahres 2013, sondern liegt derzeit auf Rang zwei.

Bruchhagen entspannt

Carlos Zambrano sieht das ähnlich, hofft aber trotzdem auf ein gutes Ergebnis. „Und das ist eigentlich nur ein Sieg, aber ein Unentschieden ist auch in Ordnung. Hauptsache, hinten steht die Null“, meinte der Innenverteidiger, der wie Sebastian Rode bei einer weiteren gelben Karte im Rückspiel gesperrt wäre.
 

Bilderstrecke Eintracht: Training im Dragao Stadion
Vor dem Auftritt beim FC Porto in der Europa-Liga bat Trainer Armin Veh seine Schützlinge am Mittwochabend zum Training. In unserer Fotostrecke sehen Sie Bilder von der Übungseinheit im Dragao Stadion in Porto. Fotos: Hübner (6), dpaEin Blick ins weite Rund des Stadions. Hier steigt am Donnerstag das Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde zwischen den Adlern und dem FC Porto.Bei der Übungseinheit waren fast alle Augen auf Pirmin Schwegler gerichtet. Ob der Kapitän, den eine schmerzhafte Rippenverletzung plagt, von . . .

Der Peruaner setzt auch auf die Unterstützung der mitgereisten Fans, von denen schon Hunderte am Mittwoch in der Altstadt zu sehen waren: „Das wird uns sehr hel-fen in diesem schwierigen Spiel. Ich hoffe, unsere Arbeit macht sich bezahlt.“

Das Erreichen des Achtelfinales wäre für die Eintracht eine wunderbare Sache, brächte auch weitere rund 1,8 Millionen Euro in die Kasse. Doch das Kerngeschäft bleibt die Bundesliga. Hier gilt es, die notwendigen Punkte gegen den Abstieg zu holen, möglichst auch bereits am Sonntag, wenn Werder Bremen an den Main kommt.

Entsprechend locker gab sich Heribert Bruchhagen am Mittwoch: „Die Europa League ist die Kür, ist für uns alle, auch für die Fans, eine tolle Sache“, meinte der Vorstandschef der Eintracht.. Trotzdem werde er entspannt auf der Tribüne sitzen: „Das wird dann gegen Bremen wieder ganz anders sein.“ Heute sei man der Außenseiter, der aber durchaus eine Chance aufs Weiterkommen besitzt, drei Tage später sei der Druck dann deutlich höher.

Die Reise nach Porto hatte schon einen Hauch von Familienausflug. Die Spielerfrauen durften erstmals mit, sind aber in einem anderen Hotel untergebracht. Und die Eintracht hatte alle ehemaligen Präsidenten und Vorstandsmitglieder eingeladen. So kamen dann zu den mehr als 4000 „echten“ Fans auch Klaus Gramlich, Rolf Heller, Thomas Pröckl, Heiko Beeck und Steven Jedlicki zu dem Vergnügen, ins fast schon frühlingshafte Portugal zu fliegen.

Im Airbus „Offenbach“

Sollte es heute trotzdem gegen den FC Porto schief gehen, dann hat die Lufthansa vielleicht auch einen kleinen Anteil daran. Sie transportierte den Eintracht-Tross mit einem Airbus A 340 in den Norden Portugals, der den Namen „Offenbach“ besitzt. „Da hat bei uns keiner dran gedacht“, entschuldigte sich eine Stewardess peinlich berührt. Doch alle nahmen es mit Humor, glaubten nicht an ein schlechtes Omen. „Ich mag Offenbach und hoffe, dass der OFC bald wieder in der Dritten Liga spielt“, sagte Bruchhagen. Wenn das keine totale Entspannung ist . . .

So will die Eintracht spielen: Trapp – Jung, Zambrano, Russ, Djakpa – Rode, Schwegler (Flum) – Aigner, Meier, Flum (Barnetta) – Joselu (Kadlec).


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