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Fußball: 1. FFC gegen Wolfsburg chancenlos

Foto: Symbolbild
Frankfurt. 

Sie bekamen für ihre Leistung viel Lob: Vom eigenen wie vom gegnerischen Trainer ebenso wie von den Fans. Unterm Strich bleibt aber die Tatsache, dass der 1. FFC Frankfurt beim 0:2 (0:1) gegen den Spitzenreiter der Frauenfußball-Bundesliga, den VfL Wolfsburg, chancenlos war.

Es war wie früher im Duell der beiden Kontrahenten. Der Sieger, bei dem etliche Nationalspielerinnen auf der Bank saßen, trat nicht einmal in Bestbesetzung an. Dennoch beherrschte der VfL das Spiel und erlaubte es sich, nach dem 2:0 angesichts der Dreifachbelastung in Champions League, DFB-Pokal und Bundesliga mit ständigen englischen Wochen das Tempo rauszunehmen und sich mit der Kontrolle des Spiels und Absicherung der drei Punkte zufrieden zu geben. Nur die Vorzeichen waren anders. Früher hieß der Dominator 1. FFC Frankfurt, der Talentschuppen VfL Wolfsburg. Nun ist es umgekehrt.

Wenn FFC-Trainer Niko Arnautis von einer guten Leistung seiner Elf sprach, lag er nicht einmal falsch. „Wir standen defensiv gut, haben uns gegen einen Widersacher, der in 18 Begegnungen erst sechs Gegentore kassierte, sogar Chancen erarbeitet. Alle haben eine leidenschaftliche Vorstellung gegeben. Wenn sie sich Woche für Woche am Maximum präsentieren, kann ich doch niemandem nach der Niederlage einen Vorwurf machen.“

Das ist die Realität. Der VfL Wolfsburg ist wahrscheinlich aktuell die beste Mannschaft in Europa. Da mitzuhalten, wäre für den jungen Kader des 1. FFC Frankfurt zu viel verlangt. Imponierend immerhin, wie sich Mannschaftsführerin Marith Prießen sowie die Nachwuchskräfte Sophie Kleinherne (18) und Janina Hechler (19) in der Innenverteidigung gegen die Wolfsburger Stars behaupten konnten. Einen sehr starken Eindruck hinterließ auch Torfrau Bryane Heaberlin. Der einzige Fehler der US-Amerikanerin leitete das 0:2 ein. Die 24-jährige Keeperin ließ einen Weitschuss durch die Finger zum Eckball gleiten. Den nutzte die Dänin Pernille Harder, um ihre Führung in der Torjägerliste auszubauen (56.). Unglücklich war das 0:1 (31.), als ein Schuss der Schweizerin Lara Dickenmann Prießen traf und dadurch unhaltbar abgefälscht wurde. Der 1. FFC schaffte es nicht, aus dem Mittelfeld heraus die Offensivkräfte wirkungsvoll einzusetzen. Bei den wenigen guten Chancen verzogen Jackie Groenen, Kumi Yokoyama und Alexandra Emmerling.

(löf)

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