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1. FFC Frankfurt: Der 1. FFC zieht aus elf Metern weiter

Von Den Traum von der siebten Halbfinal-Teilnahme in Europas Königsklasse hat sich der FFC im Elfmeterschießen erfüllt.
Vor 3220 Zuschauer war Torhüterin Anne-Kathrin Kremer Heldin des Tages. Sie wehrte den ersten Strafstoß von Rosengårds Sara Bjork Gunnarsdottir ab. Sie hatte ihr Team in der 28. Minute in Führung gebracht. Foto: Huebner/Blatterspiel Vor 3220 Zuschauer war Torhüterin Anne-Kathrin Kremer Heldin des Tages. Sie wehrte den ersten Strafstoß von Rosengårds Sara Bjork Gunnarsdottir ab. Sie hatte ihr Team in der 28. Minute in Führung gebracht.
Frankfurt. 

Wenn man Anne-Kathrine Kremer so reden hörte, klang die Angelegenheit ganz einfach. „Ich habe gesagt: Macht alle rein, ich halte einen. Dann sind wir weiter. So ist es dann auch gekommen“, berichtete die Torhüterin des 1. FFC Frankfurt vom Gespräch mit den Mitspielerinnen. Dass der Titelverteidiger im Champions-League-Rennen bleibt und sich den Traum von der siebten Halbfinal-Teilnahme in Europas Königsklasse erfüllt hat, war auch Kremers Verdienst: Sie parierte im Zitterspiel gegen den schwedischen Frauenfußball-Meister FC Rosengård Sara Gunnarsdottirs Elfmeter und bescherte dem ersatzgeschwächten FFC im Viertelfinal-Rückspiel ein 5:4 nach Elfmeterschießen.

Bilderstrecke Champions League: 1. FFC Frankfurt nach Elfmeterkrimi im Halbfinale
Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt haben sich mit viel Glück ins Halbfinale der Champions League gerettet. Nach dem 1:0 vor einer Woche zitterte sich der Titelverteidiger am Mittwoch mit einem 5:4 im Elfmeterschießen gegen den schwedischen Meister FC Rosengård um die fünfmalige Weltfußballerin Marta. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:0 für die Gäste gestanden.Vor 3220 Zuschauer war Torhüterin Anne-Kathrin Kremer Heldin des Tages. Sie wehrte den ersten Strafstoß von Rosengårds Sara Bjork Gunnarsdottir ab. Sie hatte ihr Team in der 28. Minute in Führung gebracht.Die Frankfurterinnen, die neben Dzsenifer Marozsan (Gelb-Sperre) auch kurzfristig auf Nationalspielerin Saskia Bartusiak wegen Muskelproblemen verzichten mussten, begannen stark mit einem Pfostenschuss von Laura Störzel (1.). Doch nach dem 0:1 rannten die Hessinnen ohne große Ideen vergeblich das Tor der Schwedinnen an. Frankfurt steht zum siebten Mal in der Vorschlussrunde, in der es zum Duell mit dem VfL Wolfsburg kommen kann.

Das Hinspiel in Malmö hatten die Frankfurterinnen vor einer Woche 1:0 gewonnen. Beim Wiedersehen am Mittwochabend vor 3220 Zuschauern am Brentanobad trafen für den FFC Laudehr, Störzel, Islacker, Schmidt und Prießen vom Punkt. Nach 120 eher dramatischen als hochklassigen Minuten hatte es 0:1 gestanden. Trainer Matt Ross hatte kurzfristig umbauen müssen. Saskia Bartusiak verspürte beim Warmlaufen Muskelschmerzen und musste passen. Für sie kam Ana-Maria Crnogorcevic, die zehn Tage lang wegen einer Kopfverletzung nicht trainieren konnte.

Anstelle des geplanten 4-2-3-1 mit Sophie Schmidt als Spielmacherin für die gesperrte Dzsenifer Marozsán wurde 4-4-2 gespielt. Es fehlte die ordnende Hand, dennoch hatte der nie aufsteckende FFC gute Chancen. Schon in der ersten Minute traf Störzel das Lattenkreuz. Auf der anderen Seite stand Kremer, Frankfurter Nummer drei zwischen den Pfosten, auf der Linie ihre Frau, das Herauslaufen ist aber nicht ihre Stärke. Beim 0:1 lief sie weder raus noch blieb sie auf der Linie stehen. Und so konnte sie nur zuschauen, wie sich der Kopfball von Gunnarsdottir ins Netz senkte.

Die Schwedinnen spielten robust, oft unfair. Die mit Gelb belastete Gaelle Enganamouit hätte vorzeitig unter die Dusche gehört, die italienische Unparteiische ließ sie aber trotz eines rüden Fouls an Kremer auf dem Platz. Und Superstar Marta fiel mehr durchs Meckern und Fouls auf als durch gute Aktionen. In der 105.Minute hielt Kremer mit einer Glanzparade ihr Team im Spiel. Und in der 120. Minute jubelten die FFC-Fans schon. Aber Laudehrs Kopfball wehrte Nilsson auf der Linie ab. Gefeiert wurde später. Im Halbfinale wartet Bundesliga-Rivale VfL Wolfsburg.

Frankfurt: Kremer – Hendrich,Prießen, Kuznik, Störzel – Garefrekes, Groenen, Schmidt, Laudehr – Islacker, Crnogorcevic (101. Linden). – Srin.: Vitulano (Italien). – Zuschauer: 3220. – Tor: 0:1 Gunnarsdottir (28.).

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