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1. FFC Frankfurt: Dietrich: „Potsdam als Vorbild“

Von Unzufrieden ist FFC-Manager Dietrich nicht. In der Rückrunde der Frauen-Bundesliga soll es aber wieder weiter nach oben gehen. Mit jugendlicher Hilfe?
Zwei Hoffnungsträgerinnen für eine bessere FFC-Rückrunde: Tanja Pawollek (links) und Ana-Maria Crnogorcevic Foto: Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) Zwei Hoffnungsträgerinnen für eine bessere FFC-Rückrunde: Tanja Pawollek (links) und Ana-Maria Crnogorcevic
Frankfurt. 

Der 1. FFC Frankfurt hat sich viel vorgenommen. Zwar liegt der stolze Rekordgewinner der Champions League vor der am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Schlusslicht Borussia Mönchengladbach beginnenden Rückrunde der Frauenfußball-Bundesliga nur auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Wege in die gewohnten höheren Gefilde sind aber gar nicht weit. Und außerdem ist Manager Siegfried Dietrich angesichts der Umstände gar nicht unzufrieden mit dem derzeitigen Rang. „Wir stecken in einer Überbrückungsphase, haben die Heranführung eigener Talente an die erste Mannschaft zum zentralen Ziel gemacht“, erklärt er: „Da können wir Potsdam als Vorbild sehen.“ Einen solchen Satz über den alten Dauerrivalen Turbine hat aus dem Mund des FFC-Managers noch nie jemand gehört!

Künftig sollen mit Lisa Ebert (16), Alexandra Emmerling (17), Selina Ostermeier (18) und Bibiane Schulze-Solano (18) vier Talente, mit denen der FFC soeben die Verträge bis 2019 verlängerte, verstärkt mit dem Bundesliga-Team trainieren. Die U 19-Nationalspielerinnen Janina Hechler und Tanja Pawollek gehören bereits dem engeren Kader an. Pawollek war in der Hinrunde schon Stammkraft. Zu Beginn kam die 17-Jährige, die bis Sommer 2016 nur mit Jungs spielte, zu Kurzeinsätzen, zuletzt stand sie stets in der Anfangsformation. „Sie ist technisch sehr stark, immer anspielbar, hat keine Angst, Fehler zu machen, traut sich viel zu“, lobt Torfrau Desiree Schumann. „Und ist auch physisch schon sehr stark“, fügt Spielführerin Saskia Bartusiak hinzu.

Hechler war erst dreimal dabei, da aber Peggy Nietgen am Oberschenkel verletzt ist und zumindest am Sonntag und eine Woche später im TV-Spiel gegen Potsdam fehlt, würde ein Einsatz der 18-Jährigen nicht überraschen. „Sie kennt keine Angst, hat eine gute Kondition und einen exzellenten Antritt, ist dribbelstark und verfügt über eine gute Spielübersicht“, zählt Trainer Matt Ross die Stärken der Innenverteidigerin auf. „Sie werden sicher auch Mal ein Tief haben und eine Pause benötigen. Verheizt werden sie nicht“, verspricht er den Talenten.

Pawollek und Hechler haben ihn während der harten Wintervorbereitung beeindruckt. Die Tests gegen starke Widersacher, zuletzt das 2:1 beim englischen Meister und Pokalsieger Manchester City, waren vorgesehen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. „Das hat mir gezeigt, wer auf diesem Niveau mitspielen kann und für wen dies noch zu hart ist“, so Ross.

Erfreulich für ihn, dass auch Sophie Schmidt und Ana-Maria Crnogorcevic diese Prüfungen bestanden haben. Die Kanadierin trainierte nach ihrem Handbruch in ihrer Heimat mit dem Nationalelf-Fitnesstrainer erfolgreich. Und die Schweizerin, die wegen des Pfeifferschen Drüsenfiebers ein halbes Jahr außer Gefecht war, wurde langsam herangeführt und kann bereits 90 Minuten durchspielen.

Auf sie kann Ross bei der erhofften Aufholjagd wohl bauen. Vier Punkte liegt der FFC hinter Platz vier, sieben Zähler trennen ihn von Rang zwei und der Champions League. „Diese Ausgangsposition bietet in den elf verbleibenden Spielen noch einige Optionen. Ich glaube zwar, dass um die Champions League das Trio Potsdam, VfL Wolfsburg und Bayern München kämpfen wird, aber Überraschungen sind nicht auszuschließen“, meint Manager Dietrich – und hofft in eigener Sache auf eine spezielle Stärke des FFC: „Wir sind das zweitbeste Heimteam der Liga, und das Spitzentrio muss noch geschlossen am Brentanobad antreten.“

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