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FFC rettet einen Punkt in letzter Sekunde

Frankfurt. 

Es lief schon die letzte Minute der regulären Spielzeit, und alles deutete darauf hin, dass die Fußballerinnen des Bundesligisten SGS Essen im 13. Versuch erstmals beim 1. FFC Frankfurt drei Punkte entführen würden. Doch dann nutzte Ana-Maria Crnogorcevic ein Zuspiel eiskalt aus, und in der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Yuki Nagasato aus der Distanz ins Netz zum 2:2 (0:0). Die kollektive Enttäuschung der Essener artikulierte Trainer Daniel Kraus: „Es ist bitter, nur mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft“, betonte der 32-Jährige völlig zu Recht. Einen Vorwurf musste sich sein Team allerdings gefallen lassen. „Wir haben es verpasst, aus der Vielzahl der Möglichkeiten mehr Tore zu erzielen“, sagte Kraus.

Seinem Frankfurter Trainerkollegen Matt Ross war es leicht unangenehm, in dieser Partie tatsächlich noch einen Zähler stibitzt zu haben, so frappierend war der Leistungsunterschied beider Teams. „Das Ergebnis ist glücklich, der 0:2-Rückstand war verdient“, konstatierte der Australier, der sich wenigstens darüber freuen können, dass seine Spielerinnen „Charakter gezeigt haben“. Dies darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass Frankfurt praktisch in allen Belangen Essen unterlegen war. Während beim FFC spielerische Linie lediglich in Ansätzen zu erkennen war, wirkte die SGS als stabile, funktionierende Einheit, bei der viele Abläufe (Laufwege, Passspiel) eingeschliffen sind. Chancen ergaben sich da fast schon zwangsläufig, von denen die starke FFC-Torfrau Desirée Schumann einige zunichte machte oder Glück hatte, als Charline Hartmann nur den Pfosten traf kurz vor der Pause.

In der 59. Minute war aber auch Schumann chancenlos. In höchster Not rettete sie außerhalb des Strafraums, aber Sara Doorsoun-Khajeh traf aus etwa aus 40 Metern ins verwaiste Tor. Danach vergab Essen noch zwei hochkarätige Konterchancen, ehe Lea Schüller wuchtig von der Strafraumgrenze traf (88.). Dann schlugen die zwei Minuten des FFC, der sich zuvor keine Chance hat erspielen können.

„Wir müssen uns in jedem Bereich verbessern“, sieht Matt Ross auf sich und sein Team noch viel Arbeit zukommen. In dieser Verfassung repräsentiert der 1. FFC Frankfurt jedenfalls nicht mehr als Mittelmaß.

1. FFC: Schumann – Prießen, Nietgen (86. Munk), Bartusiak, Störzel (80. Pawollek) – Hendrich, Groenen (65. Matheis), Schmidt – Islacker, Nagasato, Crnogorcevic. – SRin: Derlin (Bad Schwartau). – Zuschauer: 1610. – Tore: 0:1 Doorsoun-Khajeh (59.), 0:2 Schüller (88.), 1:2 Crnogorcevic (90.), 2:2 Nagasato (90.+2).

(fri)
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