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Frauenfußball-Bundesliga: FFC wird in der Königsklasse von Wolfsburg demontiert

Der 1. FFC Frankfurt muss die Hoffnung auf einen erneuten Gewinn der Frauenfußball-Champions-League wohl bereits nach dem Halbfinal-Hinspiel begraben. Der Titelverteidiger unterlag am Sonntag beim VfL Wolfsburg 0:4 (0:3) und war damit noch gut bedient.
Entsetzt ob des Auftritts des FFC: Cheftrainer Matt Ross. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Entsetzt ob des Auftritts des FFC: Cheftrainer Matt Ross.
Wolfsburg. 

Somit ist der FFC im Rückspiel am 1. Mai (15.15 Uhr) vermutlich ebenso chancenlos wie im anderen Halbfinale Paris St. Germain nach dem 0:7 in Lyon. „Eine bittere Enttäuschung. Jetzt hat die Mannschaft nur noch die Möglichkeit, im Rückspiel zu zeigen, dass sie Fußball spielen kann“, sagte Manager Siegfried Dietrich.

Der Unterschied war deutlich. Während der VfL auf jeder Position und auch auf der Bank stark besetzt ist, gibt es in der Frankfurter Mannschaft neben einigen Spitzenkräften auch viel Mittelmaß. Dies machte sich bemerkbar. Die aggressiven und sehr früh störenden, beweglicheren und technisch überlegenen Wolfsburgerinnen kamen sofort zu guten Chancen. Die dritte führte zum 1:0. Laura Störzel leistete sich einen Fehlpass, Ramona Bachmann brachte den Ball flach herein und Isabel Kerschowski traf sicher (7.). Die Frankfurter Abwehr machte der Reihe nach dicke Fehler. Das Forechecking des Gegners schmeckte den Hessinnen überhaupt nicht. Folgerichtig fiel das 2:0, das Alexandra Popp aus 20 Metern erzielte (28.).

Frankfurt tat weiterhin zu wenig. Defensiv ließ man dem Gegner zu viele Freiräume, für eine gescheite offensive Aktion fehlten die Mittel. Da auch Leistungsträgerinnen wie Simone Laudehr, die angeschlagene Dzsenifer Marozsan oder Peggy Kuznik schwächelten, kam eben ein solches Debakel zustande. Das 3:0 wurde erneut nach einer Flanke von rechts durch die in Frankfurt vor zwei Jahren durch ständige Nichtberücksichtigung vergraulte Nationalspielerin Babett Peter erzielt.

Nach der Pause kam die angeschlagene Kerstin Garefrekes, Bartusiak ging in die Abwehr, Ana-Maria Crnogorcevic in die Spitze. Nun kam etwas Leben in das bis dahin verschlafene Spiel der Gäste, Wolfsburg blieb aber die bessere Mannschaft. Zwar kam Frankfurt in der 47. Minute erstmals bis in den gegnerischen Strafraum, für Torgefahr sorgten die Gäste aber nie. Ein grober Fehler der auf diesem Level überforderten FFC-Torfrau Anne-Kathrin Kremer ermöglichte der Schweizerin Bachmann das 4:0.

Frankfurt: Kremer – Hendrich, Prießen (46.Garefrekes), Kuznik, Störzel – Bartusiak, Groenen (64.Schmidt) – Crnogorcevic, Maroszan, Laudehr (90.Ogimi) – Islacker. – Wolfsburg: Schult – Dickenmann (82. Blässe), Fischer, Wedemeyer, Peter – Jakabfi (60. Wullaert), Goeßling, Bussaglia, Kerschowski – Bachmann (76. Pajor), Popp. – SRin: Albon (Rumänien). – Zuschauer: 3007. – Tore: 1:0 Kerschowski (7.), 2:0 Popp (28.), 3:0 Peter (42.), 4:0 Bachmann (59.).

(löf)
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