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1. FFC Frankfurt: Frauenfußball-Bundesliga: Der Titel scheint vergeben

Von Die 27. Frauenfußball-Bundesliga startet am Samstag als eine drei Klassen-Gesellschaft in die neue Saison. Der verjüngte 1. FFC Frankfurt peilt Platz drei bis fünf an.
Die neue FFC-Spielführerin Saskia Bartusiak beißt über den Dächern Frankfurts auf Olympia-Gold. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Die neue FFC-Spielführerin Saskia Bartusiak beißt über den Dächern Frankfurts auf Olympia-Gold.
Frankfurt. 

Auch wenn es ihre Trainer mit dem Hinweis auf die Dreifach-Belastung Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal von sich weisen wollen: In der bevorstehenden Bundesliga-Saison der Fußball-Frauen sollten die beiden Champions-League-Plätze an das Top-Duo Bayern München/VfL Wolfsburg vergeben sein. „Wir beide haben die stärksten Kader“, gibt VFL-Trainer Ralf Kellermann zu. Auch Bayern-Coach Thomas Wörle bestätigt, dass seine „Mädels nach zwei Titeln in Folge weiter gierig auf die Meisterschaft sind“. Neben sechs deutschen baut der Titelverteidiger auf 14 Nationalspielerinnen aus acht anderen Ländern. „Der deutsche Markt gibt irgendwann nichts mehr her. Wir sind die stärkste Liga der Welt, brauchen daher auch Spitzenspielerinnen anderer Nationen“, erklärt Bayern-Managerin Karin Danner.

Die Zeiten, als die stärksten Spielerinnen zunächst am Brentanobad angeklopften, sind vorbei. Die Stars folgen dem Ruf des Geldes und gehen nach München, Wolfsburg, Lyon oder Paris. „Wir wollen mit dem SC Freiburg, Turbine Potsdam, SGS Essen sowie TSG Hoffenheim um Platz drei kämpfen“, erklärt Matt Ross, der Trainer des 1. FFC Frankfurt. „Wir wollen im oberen Mittelfeld die Ersten unter den reinen Frauenfußball-Vereinen bleiben“, ergänzt Manager Siegfried Dietrich.

Der 1. FFC setzt auf einen verjüngten Kader: Mit Kerstin Garefrekes (36) hat die langjährige Leistungsträgerin ihre eindrucksvolle Karriere beendet, die Nationalspielerinnen Dzsenifer Marozsán (24) und Simone Laudehr (30) wechselten nach Lyon bzw. München, die Australierin Emily van Egmond (23) ging nach Wolfsburg. „Wohlwissend, dass diese Abgänge nicht ,eins zu eins‘ kompensiert werden können, haben wir uns entschieden, künftig noch intensiver auf die Aus- und Weiterbildung eigener Talente zu setzen“, so Manager Dietrich. Diese sind zwischen 17 und 20 Jahre alt. Externe Zugänge sind lediglich die dänische Nationalspielerin Lise Munk, die bereits 2013/2014 das FFC-Trikot trug, sowie U 17-Europameisterin Tanja Pawollek von der SG Rosenhöhe Offenbach, die bisher nur bei Jungs gespielt hat.

Im Umfeld ist der 1. FFC Frankfurt gut aufgestellt. Der Hauptsponsor Commerzbank, der den Staffelstab 2005 von Lotto Hessen übernahm, übergab diesen wieder an den Vorgänger, will sich aber im verringerten Maße weiter engagieren. Im Stadion am Brentanobad sollen bald die letzten Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen werden. „Und durch den neuen TV-Partner Sport 1, der regelmäßig berichten wird, haben wir zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten“, meint Dietrich, der deswegen „die führenden Lizenzvereine ärgern“ will.

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Kommentar: Nur noch Utopie

Man kann den Satz „Geld allein schießt keine Tore“ tausend Mal betonen. Die Tatsache verdrängen, dass Vereine mit großem finanziellen Vorsprung auch sportlich die Nase vorn haben, kann man dennoch nicht.

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